3G

Netzabdeckung: Welche Regionen sind mit UMTS/HSPA versorgt?

UMTS-Abdeckung immer besser - Netze häufig auch auf dem Land verfügbar
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Die einzelnen Netzbetreiber decken mit ihren jeweiligen 3G-Netzen nicht nur Städte ab.Die einzelnen Netzbetreiber decken mit ihren jeweiligen 3G-Netzen nicht nur Städte ab. Die vier deutschen Mobilfunknetzbetreiber mussten zur Erfüllung ihrer Lizenzauflagen bis Ende 2005 eine technische UMTS-Verfügbarkeit von 50 Prozent der Bevölkerung erreichen. Diese Hürde wurde von allen Anbietern, also von Telekom, Vodafone, E-Plus und o2, genommen. Die Netzbetreiber haben sich dabei zunächst auf die Verfügbarkeit in größeren Städten ab einer Einwohnerzahl von etwa 100 000 konzentriert. Längst läuft aber auch der UMTS-Ausbau in ländlichen Regionen auf Hochtouren, obgleich es noch - je nach Netzbetreiber unterschiedlich große - Versorgungslücken gibt.

Der weitflächige Ausbau der UMTS-Abdeckung ist für die Netzbetreiber eine wirtschaftliche Herausforderung. In manchen Regionen setzen die Netzbetreiber deswegen auch weiterhin auf GSM und EDGE, die als Basistechnologien in den nächsten Jahren bestehen bleiben. Aktuell laufen die GSM-Lizenzen bis 2016. GSM-Netze sind vor allem in weniger dicht besiedelten Gebieten oft die einzig vorhandene Mobilfunktechnologie. Dahingehend nehmen sich die Netzbetreiber meist nichts: Ländliche Regionen zum Beispiel in Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern sind nach wie vor 3G-unterversorgt, aber auch andere Regionen beispielsweise in Bayern sind noch stellenweise 2G-Gebiet. Pauschale Aussagen sind hier jedoch nicht möglich, da sich je nach Region und Netzbetreiber der Stand des Netzausbaus unterscheiden.

Beim Ausbau der UMTS-Netze gibt es gleich mehrere Hürden. Zum einen müssen die Netzbetreiber sehr viel Geld in die Technik investieren, die nötig ist, um eine für marktfähige Angebote ausreichende Netzabdeckung zu gewährleisten - wozu aber die meisten Netzbetreiber mittlerweile bereit sind. Zum anderen sind viele bislang für GSM genutzte Senderstandorte nicht mehr erweiterbar. So müssen diese Standorte komplett erneuert oder zu diesen Alternativen gefunden werden. Die schnellste Mobilfunk­technologie nützt außerdem nichts, wenn die Daten nicht ebenso schnell in das Backbone abgeführt werden können.

Die wichtigsten Informationen zum UMTS-Ausbau der Netzbetreiber

  Telekom Vodafone E-Plus/Base o2
HSPA/HSPA+ bis zu
42,2 MBit/s
bis zu
42,2 MBit/s
bis zu
21,6 MBit/
bis zu
14,4 MBit/s
Verfügbarkeitsabfrage Telekom Vodafone E-Plus/Base o2
teltarif.de-Netztest 2013 Telekom-Netztest Vodafone-Netztest E-Plus-Netztest o2-Netztest

Die Betreiber informieren über ihre Netzabdeckung

Die Netzbetreiber informieren auf ihren Homepages darüber, wo die mobilen Breitbandnetze tatsächlich genutzt werden können. Dabei unterscheidet die Telekom auf ihrer Übersichtskarte zur Netzabdeckung zwischen 2G-, 3G- und 4G/LTE-Versorgung. Außerdem ist eine "Drei-Monatsplanung" abrufbar. HSDPA setzt die Telekom beinahe im gesamten UMTS-Netz ein. In Ballungsräumen ist auch HSPA+ geschaltet.

Bei Vodafone lässt sich neben der UMTS-Netzabdeckung auch abfragen, wo HSDPA verfügbar ist. E-Plus hat zwar HSDPA eingeführt, es gibt jedoch bislang keine Abfrage-Möglichkeit. Immerhin kann aber die UMTS-Netzabdeckung auf der Homepage des Anbieters abgerufen werden.

o2 begann im Dezember 2006 mit der Aufrüstung seines UMTS-Netzes mit HSDPA, zunächst in einigen größeren Städten. Seither wird die Netzabdeckung kontinuierlich erweitert. Wer wissen will, ob UMTS und HSDPA bei o2 in einer bestimmten Region verfügbar sind, kann die dafür vorgesehene, etwas grobe Online-Abfrage des Anbieters verwenden.

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