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| Festnetz | Internet | Mobilfunk | Handy & Co. | Meldung | Meinung | Service | 15.02.2012 |
UMTS international3G-Netze werden auch im Ausland immer weiter ausgebaut
In den meisten europäischen Ländern haben die Mobilfunk-Netzbetreiber
inzwischen neben
GSM-Netzen auch UMTS-Netze, die
sogenannten Netze der dritten Generation (3G), in Betrieb genommen. Teilweise
haben mit der Einführung des neuen Netzstandards auch neue Betreiber den
kommerziellen Betrieb aufgenommen.
Der Aufbau der Netze wurde 2003 gestartet und inzwischen werden neben Städten und Ballungsräumen zumindest in einigen Ländern auch ländliche Regionen versorgt. Lediglich in den USA ist derzeit noch nicht damit zu rechnen, dass UMTS-Netze in Europa oder Asien gebräuchlichen Standard an den Start gehen. Zumindest einige Bereiche der UMTS-Frequenzbänder (1710 bis 1755 MHz und 2110 bis 2150 MHz) sollen aber auch in Nordamerika künftig für Mobilfunkdienste zur Verfügung stehen. Als UMTS-Alternative rüsten die GSM-Netzbetreiber in den USA zwischenzeitlich ihre Netze mit der EDGE-Technologie auf. Diese setzt auf dem GPRS-Standard auf und wird auch in einigen europäischen Ländern eingesetzt, um auch außerhalb der UMTS-versorgten Gebiete größere Datenübertragungs-Bandbreiten zur Verfügung zu stellen. EDGE ermöglicht Downloads mit derzeit immerhin rund 200 kBit/s. In Deutschland wird der Standard von T-Mobile, Vodafone und o2 genutzt. Andere US-Netzbetreiber setzen auf den Ausbau des Standards CDMA 2000 1x, den auch der japanische Mobilfunkbetreiber KDDI erfolgreich einsetzt. UMTS-Weltstandard verschenktNicht nur der fehlende einheitliche Übertragungsstandard ist ein Problem. In verschiedenen Märkten kommen zum Teil auch unterschiedliche Frequenzbereiche zum Einsatz, so dass in verschiedenen Ländern auch wieder verschiedene Geräte genutzt werden müssen. Die für weltweite Telekommunikations-Regulierung zuständige Organisation, die International Telecommunications Union (ITU), hat für den Mobilfunk der dritten Generation neben UMTS (W-CDMA) und CDMA 2000 noch den in Fernost genutzten UWC-136-Standard zugelassen. Deshalb muss sich dieses Gremium heute vorwerfen lassen, dass es die Chance auf einen weltweiten Standard für 3G verschenkt habe. Im Prinzip sind sich die drei zugelassenen Standards ähnlich, trotzdem gibt es Kompabilitätsprobleme. Deshalb wird es für Vielreisende neben Multiband-Geräten, die neben UMTS auch GSM beherrschen, künftig auch Geräte geben müssen, die die verschiedenen 3G-Standards unterstützen. Vorreiter JapanKlarer Vorreiter in Sachen UMTS war Japan, wo NTT Docomo bereits im Jahr 2001 in der Metropole Tokio unter dem Namen FOMA den weltweit ersten kommerziellen UMTS-Netzstart hinlegte und dabei einen wahren Run auf die Endgeräte auslöste. Allerdings verlief die Entwicklung beim Mobilfunk der dritten Generation im technikbegeisterten Japan danach enttäuschend: Für FOMA melden sich viel weniger Kunden an, als NTT Docomo erwartet hatte. Dagegen war der Start der wesentlich billigeren Netze der zweieinhalbten Generation, die auch schon einen schnellen Datenaustausch ermöglichen und mit weniger kostspieligen Endgeräten genutzt werden können, in Japan sehr erfolgreich. Anzeige:
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