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Festnetz Internet Mobilfunk Handy & Co. mobicroco Meldung Meinung Service 13.02.2012 

HSPA+: Mobilnetz überholt Festnetz

HSPA+ ermöglicht höhere Bitraten durch clevere Technik

HSPA+ ermöglicht höhere Bitraten durch clevere Technik
HSPA+ ermöglicht höhere Bitraten durch clevere Technik
UMTS wurde ursprünglich zur Nutzung mit Handys und Smartphones entworfen, doch der Erfolg kommt nun mit dem mobilen Internetzugang via Laptop und Datenkarte. Dafür werden vielfach höhere Datenraten benötigt. HSPA und jetzt auch HSPA+ liefern diese.

Der Trick: HSPA verwendet eine bessere Codierung, um mehr Bits in einen Funkkanal zu quetschen. Dieser ist bei UMTS 5 MHz breit, wobei eine so genannte Chiprate von 3,84 MHz verwendet wird. Die verbleibenden 1,16 MHz dienen quasi als Sicherheitsabstand zu benachbarten Kanälen, um diese nicht zu stören. Pro Chip kann UMTS in Downstream-Richtung, von der Basisstation zum Handy, jeweils zwei Bit übertragen.

HSPA überträgt pro Chip sogar bis zu 4 Bit. Das ist möglich, weil HSPA 16 verschiedene Chips verwendet, im Gegensatz zu nur 4 Chips bei Standard-UMTS. Ein Chip ist dabei ein Wellenzug, der bezüglich der Stärke und der Phasenlage moduliert wird. Es werden die vom Radio her bekannte Amplituden- und Frequenzmodulation somit gleichzeitig eingesetzt.

4 Bit pro Chip bei 3,84 Millionen Chips pro Sekunde ergibt im Maximum 15,36 MBit/s. Nutzbar sind davon maximal 14,4 MBit/s, die maximale Datenrate von HSPA.

Trick 1: Noch mehr Signalvarianten

HSPA+ erhöht abermals die Zahl der möglichen Signale. Statt 16 gibt es künftig 64 Varianten. Die Zahl der Bits pro Chip erhöht sich damit von 4 auf 6. Entsprechend steigt auch die maximale Bitrate um knapp 50 Prozent auf 21 MBit/s.

Das Problem: Um die vielen Signalvarianten beim Empfänger sauber unterscheiden zu können, wird eine ungestörte Übertragung benötigt. Je schwächer das Signal beim Empfänger ankommt, oder je stärker benachbarte Basisstationen stören, desto stärker muss das Signal mit Fehlerkorrekturbits abgesichert werden und desto niedriger ist die tatsächlich verfügbare Bitrate.

Der Vorteil dieses Verfahrens ist wiederum, dass nur vergleichsweise geringe zusätzliche Investitionen nötig sind. Oftmals wird gar ein Software-Update auf den Basisstationen reichen, um HSPA+ mit 21 MBit/s verfügbar zu machen.

Trick 2: Mehrere Antennen bei Sender und Empfänger

Eine alternative Technik zur Erhöhung der Bitrate ist, gleich mit mehreren Sendern und Empfängern zu arbeiten. Diese Technologie wird MIMO ("multiple input, multiple output") genannt. In der einfachsten Variante werden je zwei Antennen bei Sender und Empfänger verwendet, wodurch sich die Bitrate von HSPA auf 28 MBit/s verdoppelt.

Auch bei diesem Trick gilt: Je schlechter der Empfang am Rand einer Zelle, desto schwieriger ist es, die beiden Signale auseinanderzudividieren und desto geringer ist die nutzbare Datenrate. Zudem sind erhebliche Investitionen nötig, um in den Basisstationen zusätzliche Antennen zu installieren.

Auf der folgenden Seite zeigen wir Ihnen weitere Tricks, mit denen HSPA+ arbeitet.

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Meinungen und Erfahrungen der Community:

Betreff Autor Datum
RE: UMTS Geschwindigkeits Test WAP cf 25.11.11 10:09
RE: HSPA Signal Schwankend! cf 25.11.11 09:59
HSPA Signal Schwankend! bacteriums 25.11.11 09:45
RE: UMTS Geschwindigkeits Test WAP Maugsch 01.10.11 04:54
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Quelle: teltarif.de: AGOF internet facts 2011-10, Erwachsene ab 14 Jahre