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UMTS: Neue Möglichkeiten, neue Dienste

UMTS ist heute für viele Nutzer ein Synonym für schnelles, mobiles Internet. Darüber hinaus kann die Technik noch mehr: Sie erweitert zunächst ganz banal die Mobilfunk-Kapazitäten für die Telefonie, zudem ermöglicht Sie ganz neue Dienste. Wir zeigen Ihnen,
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UMTS ist heute für viele Nutzer ein Synonym für schnelles, mobiles Internet. Darüber hinaus kann die Technik noch mehr: Sie erweitert zunächst ganz banal die Mobilfunk-Kapazitäten für die Telefonie, zudem ermöglicht Sie ganz neue Dienste. Wir zeigen Ihnen, was UMTS bietet - und was sich davon in der Praxis durchgesetzt hat.

Internet auf DSL-Niveau

Abseits aller Killerfeatures hat sich UMTS und seine Erweiterung HSPA vor allem für einen Einsatzzweck bewährt: die schnelle Internet-Nutzung. Während die ersten UMTS-Netze eine Datenübertragungsrate von bis zu 384 kBit/s erreichten - und damit immerhin schon weit über GPRS-Geschwindigkeit lagen - folgte mit der Erweiterung HSPA ein wahrer Geschwindigkeitsschub: Bis zu 14,4 MBit/s im Downstream sind dank HSDPA und bis zu 5,76 MBit/s im Upstream dank HSUPA möglich, mittels des Folgestandards HSPA+ steigt der Downstream auf bis zu 42 MBit/s.

Der Internet-Zugang über UMTS wird in Deutschland von allen vier Netzbetreibern angeboten und damit auch von quasi allen Fremd-Anbietern, die in diesen Netzen arbeiten. Allerdings muss dann nicht die volle Performance zur Verfügung gestellt werden - hier gilt es also, sich vor Abschluss eines Angebotes zu informieren.

Die Videotelefonie sollte UMTS-Killer-Feature sein, wurde es aber nicht Neben dem Surfen per Handy bzw. Smartphone wurde dank UMTS/HSPA auch die mobile Nutzung am Laptop attraktiv - hierfür stehen dann zum Beispiel Tethering-Lösungen oder Surf-Sticks zur Verfügung, wenn das Gerät nicht mit eingebautem SIM-Slot aufwarten kann.

Telefongespräche mit Begleitbild

Zum Start von UMTS hatten die Netzbetreiber aber ganz spezielle Anwendungen im Sinn, die dem neuen Standard zu Popularität verhelfen und vor allem die Milliarden-Investitionen wieder einspielen sollten. Hierzu zählte die Videotelefonie, die hierzulande von allen vier Netzbetreiber unterstützt wird. Spezielle Einstellungen am Gerät sind dafür nicht erforderlich. Mittlerweile sind fast alle hochwertigeren Handys mit einer zweiten Kamera auf der Vorderseite ausgestattet, um Telefonate mit Bild komfortabel führen zu können - in der Praxis verwendet die Videotelefonie allerdings fast niemand.

UMTS bringt TV aufs Handy

Mobile-TV bei VodafoneMobile-TV bei Vodafone Handy-TV ist in Deutschland ein heikles Thema. Theoretisch stehen mit DVB-H sowie DMB und weiteren Standards Techniken bereit, um TV auf mobile Endgeräte zu bringen - allerdings sind beide Varianten hierzulande gescheitert. Mit DVB-T ist eine weitere Technik verfügbar, die zwar eigentlich nicht für die Nutzung auf Handys konzipiert, aber trotzdem in einzelnen Geräten implementiert wurde. Eine breite Modell-Palette gibt es hier aber bis heute nicht.

Allerdings reicht auch die UMTS-Bandbreite aus, um TV via Stream auf das Handy zu bringen - und im Mobilfunkstandard sind spezielle Verfahren eingebaut, um entsprechende Multimedia-Dienste anbieten zu können. Handy-TV-Angebote via UMTS finden sich hierzulande bei einzelnen Netzbetreibern, allerdings ist deren Nutzung kein Massenphänomen.

Fazit: Schnelles mobiles Internet ist das Killerfeature

Die Handy-Welt hat sich verändert: Die Nutzung des mobilen Internets ist kein Nischenphänomen mehr, dank einfach zu bedienender Smartphones mit hoher Internet-Integration lassen sich unterwegs Informationen abrufen, soziale Netzwerke und auch sehr datenintensive Anwendungen wie YouTube nutzen. Auch die Online-Nutzung mit Laptops ist heutzutage Alltag. Somit ist das UMTS-Killerfeature in der Praxis ganz einfach das schnelle Internet.

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