UMTS

Surfen über UMTS, HSDPA und HSPA

Dank UMTS und dem Datenturbo HSPA können Nutzer auch via Handy, Tablet oder Laptop mit Geschwindigkeiten von bis zu 3,6 MBit/s, 7,2 MBit/s und mehr surfen. Wir liefern Ihnen Hintergründe zur Technik und aktuelle News rund um UMTS und HSPA.
Kommentare (528)
AAA

Surfen über UMTS und HSPASurfen über UMTS und HSPA Wer früher mit dem Handy oder Laptop mobil online gehen wollte, der musste sehr geduldig sein. Doch mit dem Daten­übertragungs­standard UMTS und seinen Erweiterungen wie HSPA+ können Nutzer heute mit bis zu 42 MBit/s mobil ins Netz gehen. Aber diese Höchst­geschwindigkeit ist nicht überall verfügbar.

UMTS - andere Frequenzbänder im Ausland möglich

Leider können Besitzer eines UMTS-Handys nicht davon ausgehen, dass sie überall auf der Welt hohe Datenraten via UMTS/HSPA nutzen können. Denn in verschiedenen Regionen werden unterschiedliche Frequenz­bänder für UMTS eingesetzt. In weiten Teilen der Welt sind die Frequenzbereiche um 900 und 2100 MHz für UMTS üblich, etwa in Europa, Russland, Afrika, Asien und dem arabischen Raum (soweit im jeweiligen Land bereits ein UMTS-Mobilfunk­netz aufgebaut ist). In Nord- und Südamerika sind hingegen zumeist andere Frequenzen im Einsatz. So werden etwa in den USA für UMTS die Bereiche um 850, 1700, 1900 und (selten) 2100 MHz verwendet. Mehr Infos zum UMTS-Ausbau im Ausland haben wir in einem Ratgeber für Sie zusammengetragen.

Handys für den europäischen Markt unterstützen jedoch häufig nur UMTS 900 und 2100 - in den USA wäre mit einem solchen Gerät schnelles mobiles Internet nur möglich, falls man einen Provider nutzt, der UMTS 2100 bietet, und sich an einem Ort befindet, wo das Netz entsprechend ausgebaut ist. Es gibt allerdings auch einige Smartphones, welche alle fünf derzeit für UMTS auf der Welt eingesetzten Frequenz­bänder unterstützen - sogenannte UMTS-Pentaband-Geräte.

Handys mit UMTS-Unterstützung für USA und Europa

Vergessene UMTS-Dienste: Videotelefonie, MMS und Handy-TV

Mehr Infos
Der UMTS-Standard spezifiziert nicht nur Verfahren für schnellen Datenverkehr, sondern auch spezielle Dienste über UMTS, welche von den hohen Geschwindigkeiten profitieren sollen. Dazu gehören unter anderem Videotelefonie, MMS und Handy-TV. Durchsetzen konnten sich diese kostenpflichtigen UMTS-Dienste jedoch nicht. Die von ihnen gebotenen Funktionen nutzen viele heute auf andere Weise - mithilfe von Internet-basierten Apps und Diensten.

Videotelefonie ist für Kunden bei allen vier Netzbetreibern in Deutschland nach wie vor möglich - in der Regel jedoch nur für Vertragskunden direkt beim Anbieter. Je nach Tarif können dabei Kosten von bis 80 Cent pro Minute entstehen. Dank passender Apps für das Smartphone nutzen die meisten Handy-Besitzer heutzutage lieber einen Internet-basierten Dienst wie Apple Facetime oder Skype für Video-Chat. Kosten entstehen dabei möglicherweise für die Internet-Verbindung.

Auch MMS schlugen nie richtig bei den Kunden ein. Auch hier könnte der Misserfolg eher an den Preisen als an der Funktion gelegen haben. Denn das Übertragen von Multimedia-Inhalten wie Fotos, Musik und Videos nutzen heute viele Handy-Besitzer gerne mit den passenden Apps, zum Beispiel einem Smartphone-Messenger wie WhatsApp.

Optionen für Handy-TV gibt es nach wie vor - zumindest für Kunden von Vodafone und Telekom. Mittlerweile wird das Programm aber auch zum Teil Internet-basiert realisiert. Das bietet zwar den Vorteil, dass das Mobile-TV auch per WLAN oder LTE nutzbar ist, allerdings verursacht der Empfang dann auch einiges an Datenvolumen. Beim ursprünglich nur über UMTS-Broadcast realisierten Handy-TV waren alle Kosten für die Datenübertragung hingegen schon durch den Optionspreis abgedeckt.

UMTS und HSPA brachten Highspeed-Surfen aufs Handy

Mit GSM-Handys waren Datenübertragungen nur mit einer Datenrate von maximal 14,4 kBit/s möglich. Das reicht höchstens, um E-Mails zu übertragen und sehr einfache Webseiten anzusehen. Doch mit der Einführung von UMTS sollte alles anders werden, auch wenn dies zu Beginn nicht mehr als 384 kBit/s bereitstellen konnte. Durch die Erweiterung HSDPA sind Geschwindig­keiten von mehreren MBit/s möglich. Ist das Netz mit dem Datenturbo HSPA+ ausgerüstet, gibt es heute mit dem passenden Endgerät bis zu 42 MBit/s.

Damit erreichen die mobilen Daten-Surf­anschlüsse mittlerweile eine Performance wie heimische DSL-Anschlüsse, auch wenn naturgemäß die Verfügbarkeit von UMTS oder HSPA genau wie DSL nicht flächendeckend ist. Auch die Antwortzeiten (Ping-Zeiten) mobiler Anschlüsse, die über UMTS realisiert werden, können mit denen stationärer Anschlüsse nicht ganz mithalten. In Ballungs­gebieten können die mobilen Datenanschlüsse per UMTS/HSPA aber je nach Anwendungs­szenario durchaus eine Alternative zum herkömmlichen DSL-Anschluss sein. Wollen sie mehr Details zur Verfügbarkeit von UMTS/HSPA bei den deutschen Netzbetreibern, so können Sie diese in unserem Ratgeber zur Netzabdeckung nachschlagen.

Aktuelle Meldungen zu UMTS

1 2 3 420 vorletzte