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| Festnetz | Internet | Mobilfunk | Handy & Co. | Meldung | Meinung | Service | 28.05.2012 |
Hintergrund: So funktioniert das Telefonieren mit dem HandyHintergründe zu Effekten beim Mobil-TelefonierenInhaltsverzeichnis:1. Ein Handynetz kennt nicht den genauen Aufenthaltsort eines Nutzers2. Was passiert bei Nicht-Empfang? 3. Hand-Over: Was passiert wenn sich ein Handy bewegt?
Es ist alltäglich: Der Griff geht zum Handy, die
gewünschte Nummer wird eingetippt, die grüne Taste gedrückt und
einige Sekunden später steht das Gespräch. Doch während des Gesprächsaufbaus
passieren im Hintergrund zahlreiche Dinge, die der Kunde gar nicht
bemerkt. Diese Abläufe wollen wir Ihnen im Detail anhand des Netzes von o2
vorstellen. In den anderen Mobilfunknetzen sind die Abläufe jedoch weitestgehend identisch.
Details zum technischen Aufbau eines Mobilfunknetzes, der so genannten Netzarchitektur,
haben wir Ihnen bereits vorgestellt. Dieser Artikel geht daher nicht weiter auf den Aufbau des
Netzes an sich ein.
nächste Seite: Was passiert bei Nicht-Empfang?
![]() Über Richtfunkschüsseln und Sendemasten kommt das Telefon-Signal zum Endkunden. Der Rufaufbau: Darf das Handy überhaupt machen, was es will?
Die Vermittlungsstelle erkennt aufgrund der gewählten Nummer, dass die Zielrufnummer innerhalb des eigenen Netzes bleibt. Anschließend wird beim Home-Location-Register (HLR) angefragt, wo sich der Kunde befindet. Das HLR ist so etwas wie die zentrale Kundendatei eines jeden Netzanbieters. Es verknüpft die Rufnummer des Kunden mit der SIM-Karte und kennt die Berechtigungen des Kunden und eventuell programmierte Rufumleitungen. Telefoniert also ein Kunde, der sich in München befindet, zu einem Kunden, der sich gerade in Berlin aufhält, so weiß das HLR, dass der gesuchte Kunde sich im Bereich der für Berlin zuständigen Vermittlungsstelle aufhält und nimmt mit dieser Kontakt auf. Die Berliner Vermittlungsstelle fragt in der Folge beim für diese MSC zuständigen Visitor Location Register (VLR) Daten des Angerufenen ab. Das VLR weiß, in welcher Region in Berlin sich der Angerufene aufhält, welche Dienste unterstützt werden und wie sich das angerufene Handy im Netz identifizieren muss. Das Netz muss das Zielhandy erst suchen, der Standort ist nur grob bekanntIn der Folge startet die zuständige Berliner Vermittlungsstelle so etwas wie einen Ausruf in der Region, in der sich der Angerufene aufhält. Diese Bereiche nennen sich LAC. Sinngemäß gibt es über alle Sendemasten ein Signal, dass für ein bestimmtes Handy ein Anruf vorliegt, das Handy möge sich bitte melden. Eine direkte Ansprache eines einzelnen Sendemastes oder direkt des Handys erfolgt also nicht. Das angerufene Handy empfängt den Ausruf und meldet sich bei der Vermittlungsstelle. Diese weiß nun, auf welchem Sender das Handy gerade eingebucht ist. Es wird geprüft, ob die SIM-Karte wirklich die ist, die erwartet wird. Erst dann stellt die Berliner Vermittlungsstelle den Anruf zum Angerufenen durch. Diese ganzen Prozesse laufen sehr schnell ab, dennoch merkt jeder, der von Handy zu Handy telefoniert, dass ein Rufaufbau mitunter einige Sekunden dauern kann. Das liegt vor allem an dem Ausruf des angerufenen Handys aber auch an den diversen Datenbankabfragen.
Was passiert, wenn der gewünschte Teilnehmer
nicht erreichbar ist und warum es manchmal mehrere Sekunden dauert, bis
die Abwesenheits-Ansage zu hören ist, lesen Sie auf der nächsten Seite.
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