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Prepaid-Karten - Tipps für Einsteiger

Prepaid-Karten schon für rund 10 Euro erhältlich
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Wir geben Tipps für die Wahl des Prepaid-AnbietersWir geben Tipps für die Wahl des Prepaid-Anbieters Der Einstieg in die Mobilfunk-Welt via Prepaid ist einfach: Ein neues Prepaid-Paket kostet meistens etwa 10 bis 20 Euro. Dafür erhält der Kunde eine SIM-Karte und in der Regel ein Start­guthaben, so dass das Paket rechnerisch kostenfrei sein kann. Wenn das Startguthaben verbraucht ist, muss der Nutzer die Karte dann wieder aufladen. Nutzt der Kunde die SIM-Karte nicht, so fallen in der Regel auch keine Kosten an. Doch einige Eigen­heiten hat das Tele­fonieren im Prepaid-Modus. Wir haben einige Tipps für Einsteiger zusammen­gestellt.

Tipp 1: Kauf eines Handys im Prepaid-Bündel hat Nachteile

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Der Kauf eines Handys im Bündel mit einem Prepaid-Vertrag lohnt sich nicht immer. Es kann auch sein, dass das Gerät im freien Handel zum gleichen oder sogar zu einem günstigeren Preis erhältlich ist. Zudem handelt sich der Kunde mit dem Prepaid-Bündel ein SIM- oder Netzlock des Handys ein. Das bedeutet, dass er sein Handy für einen Zeitraum von 24 Monaten nur mit der SIM-Karte nutzen kann, die im Bündel mitgeliefert wurde. Nach Ablauf dieser Zeit wird das Handy nicht auto­matisch entsperrt, sondern der Kunde muss sich selbst darum kümmern, einen Entsperr­code vom Anbieter zu erhalten. Wer sich nicht so lange gedulden möchte, kann gegen eine Zahlung von rund 100 Euro vorzeitig einen Entsperr­code bekommen.

Tipp 2: Prepaid ohne Vertrag gibt es nicht

Auch wenn oft damit geworben wird, dass bei Prepaid-Karten keine Vertragsbindung eingegangen wird, geht der Kunde rechtlich gesehen einen Vertrag mit dem Mobilfunk-Anbieter ein. Dieser besitzt allerdings in der Regel keine Mindestlaufzeit und keine festen monatlichen Grund­kosten. Zudem ist in Deutsch­land die Regis­trierung von Mobilfunk-Verträgen gesetzlich vorgeschrieben, um einer miss­bräuch­lichen Nutzung vorzubeugen. Trotzdem verlangen nicht alle Händler die Vorlage von Personalausweis oder Reisepass - vor allem manche Lebens­mittel-Discounter erlauben die Regis­trierung via Internet oder Telefon, ohne jemals ein offizielles Dokument gesehen zu haben. So wird prinzipiell auch eine Anmeldung unter falschem Namen und falscher Anschrift möglich.

In der Regel wird der Nutzer aber seine echten Daten angeben. Will er seine Karte später verschenken oder verkaufen, sollte er den Besitzer­wechsel dem Mobilfunk-Provider umgehend mitteilen, da er sonst - als offizieller Eigentümer der Karte - weiterhin für eventuellen Missbrauch zur Verant­wortung gezogen werden kann.

Tipp 3: Viele Möglichkeiten zur Guthaben-Aufladung

Weitere Kosten entstehen bei Prepaid-Karten in der Regel nur, wenn der Nutzer nach Verbrauch des Startguthabens weiterhin aktiv tele­fonieren möchte. Hierfür ist dann eine Aufladung erforderlich, die auf verschiedenen Wegen möglich ist. Guthabenkarten sind in vielen Geschäften erhältlich wie Super­märkten, Drogerien, Tank­stellen, Elektro-Märkten und natürlich Mobilfunk-Shops. Im Gegensatz zu den früher üblichen Rubbel­karten erhält der Kunde heutzutage den Guthaben­code in Form eines schmucklosen Kassen­bons. Ent­sprechende Codes auch an einigen Bank­automaten erhältlich.

Weitere Zahlungs­varianten sind die Aufladung über eine Kredit­karte oder vom Giro­konto per Über­weisung oder Last­schrift. Viele Anbieter ermög­lichen auch die regel­mäßige auto­matische Auf­ladung per Last­schrift, wenn das Guthaben unter einen bestimmten Betrag gefallen ist. Ausführliche Informationen zum Aufladen von Prepaid-Guthaben finden Sie in unserem Ratgeber zum Thema.

Tipp 4: Unterschiede im Vergleich zum Laufzeitvertrag beachten

Grundsätzlich gilt: Setzen Sie nicht als selbst­verständlich voraus, dass Sie als Prepaid-Kunde alle Leistungen nutzen können, die Sie vielleicht von Laufzeit­verträgen her kennen. Insbesondere wenn sie einen Tarif direkt beim einem der Netz­betreibern buchen - E-Plus/Base, o2, Telekom und Vodafone. Fragen Sie vor dem Kauf lieber ganz konkret beim Händler nach, falls Sie auf einen bestimmten Service Wert legen:

  • Lässt sich das Datennetz mit voller Performance nutzen?
  • Lässt sich die Mailbox abschalten?
  • Bestehen Einschränkungen bei der Nutzung im Ausland?
Fragen Sie nach Möglichkeit auch Freunde und Bekannte, wie sie mit einem bestimmten Mobilfunk-Anbieter zufrieden sind, oder informieren Sie sich in Internet-Foren über Erfahrungen mit den verschiedenen Mobilfunk-Netzen. Auch mit dem Kunden­service bei einem defekten Handy während der Garantie­zeit gibt es ganz verschiedene Erfahrungen.

Tipp 4: Telefonieren im Ausland mit Roaming

Auch mit Prepaid-Karten muss der Kunde im Ausland nicht auf sein Handy verzichten und bleibt damit auch während des Urlaubs mobil erreichbar. Gegenüber Laufzeit­verträgen bestehen jedoch einige Einschränkungen und Unterschiede. Diese sind hauptsächlich darauf zurückzuführen, dass bei Laufzeit­verträgen eine Abrechnung im Nachhinein erfolgen kann, wenn dem Netzbetreiber selbst die Abrechnung des aus­ländischen Mobilfunk-Anbieters vorliegt. Bei Prepaid-Angeboten indes muss die Berechnung der Kosten schon während des Telefonats erfolgen.

Die Kosten für's Telefonieren im Ausland sind mit Prepaid-Karten bei einigen Anbietern erheblich höher. Dies gilt sowohl für abgehende Gespräche als auch für ankommende Anrufe, für die der Angerufene die Vermittlungs­gebühr ins Ausland zu bezahlen hat. Einige Prepaid-Discounter bieten für's Telefonieren und das mobile Internet im EU-Ausland die gleichen Preise wie innerhalb Deutsch­lands. Informieren Sie sich am besten vorab, wie hoch die Kosten für ein bestimmtes Land sind und de­aktivieren Sie bei Reisen in Länder außerhalb der EU eventuell ihre Voice-Mailbox, um unnötige Kosten zu vermeiden.

Noch ein Tipp zum Abschluss: Eine Alter­native zur Nutzung der eigenen Prepaid-Karte im Ausland ist der Erwerb einer Prepaid-Karte des jeweiligen Gast-Landes - wenn das eigene Handy SIM-Lock-frei ist.

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