Prepaid-Roaming

Roaming mit Prepaidkarten

Auch mit Prepaid-Karten können Handykunden im Ausland mobil telefonieren. Inzwischen ist dies auch ohne Zusatzverträge möglich. Was sie dennoch beachten sollten, erklären wir Ihnen in diesem Ratgeber.
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Nicht nur Handykunden mit Laufzeitverträgen, sondern auch Nutzer von Prepaid-Karten haben die Möglichkeit, im Ausland mobil zu telefonieren. Früher mussten hierfür umständlich Zusatz­verträge abgeschlossen werden. Vor allem in beliebten Urlaubsregionen sind mitt­ler­weile Telefonie und mobiles Surfen per Roaming bei allen großen Prepaid-Anbietern möglich. Ob das Handy im entsprechenden Reiseziel frei­geschaltet ist, hängt davon ab, ob der eigene Provider einen Partner-Netzbetreiber im Zielland hat. Dies kann in der Regel auf der Webseite des eigenen Anbieters in Erfahrung gebracht werden. Allerdings betragen die Preise außerhalb der EU auch schon einmal mehrere Euro pro Minute oder MB.

EU-Roaming-Tarife für Prepaid-Kunden bei den Netzbetreibern

Telekom Vodafone Telefónica Ober­grenze 1) Taktung
o2 E-Plus
EU-Roaming-
Standard-Tarif
Option Weltweit World / World Data (CallYa) EU-Aus­lands­tarif Prepaid International    
Abgehende Gespräche Inlandspreis
+ 5,00
Inlandspreis
+ max. 5,95
14,00 9,00 22,61 30/1
Ankommende
Gespräche
1,35 Inlandspreis
+ max. 1,35
1,00 0,00 5,95 1/1
SMS-Versand Inlandspreis
+ 2,00
Inlandspreis
+ max. 2,38
7,00 max. 7,00 7,14 SMS
Mobile Daten 2)
(pro MB)
Inlandspreis
+ 5,00
Inlandspreis
+ max. 5,95
23,00 23,00 23,80 1 kB
Wenn Inlands­preis teurer als Ober­grenze, dann gilt Obergrenze Inlandspreis    
Tarifpakete und Zusatz­optionen des Anbieters
  • EU-Travel Start
  • Travel & Surf
    DayPass M,
    WeekPass
CallYa EU-Roaming: 3)
  • Talk & SMS
  • Smartphone Special
  • Smartphone Allnet Flat
  • Travel Day Pack
  • EU Day Pack
  • EU Sprach­Paket 100
  • EU Internet­ Paket 100
   
Stand: Juli 2016, in Cent pro Minute / SMS / MB, geringe Rundungsdifferenzen vorbehalten. Die EU-Roaming-Tarife der deutschen Netzbetreiber gelten innerhalb der EU sowie für Island, Liechtenstein und Norwegen.

1) Die im Euro-Tarif festgelegte Obergrenze gilt nur, wenn im EU-Ausland ein Aufpreis zum Inlands­tarif verlangt wird. Gilt der Inlandspreis auch im EU-Ausland greift die Obergrenze nicht.
2) Für Daten­roaming im Ausland gilt ein gesetzlich verbindliches Kostenlimit von 59,50 € (brutto) pro Monat. Nach Erreichen ist keine Daten­verbindung mehr möglich.
3) Wenn Basispreis, Optionen oder Inklusiv-Einheiten eines CallYa-Tarifes nicht nutzbar sind, gelten die Konditionen für CallYa EU Roaming. In den CallYa-Smartphone-Tarifen entfällt der Aufpreis für EU-Roaming.

In der Tabelle finden Sie die EU-Roaming-Tarife für Prepaid-Kunden, die sich in der EU und im EWR aufhalten. Nach dem Prinzip "roam like at home" sind die Inlandspreise häufig auch im Ausland gültig, denn die Netzbetreiber verzichten oftmals bei ihren Prepaid-Tarifen auf den Roaming-Aufschlag, der noch bis 2017 erhoben werden darf.

Zusätzlich bieten alle Netzbetreiber spezielle Roaming-Optionen und Tarif­pakete für Prepaid an, mit denen zu etwas günstigeren Preisen telefoniert, gesimst und gesurft werden kann. Diese sind nicht identisch mit den Postpaid-Tarifen. Bei Vodafone und der Telekom können Prepaid-Kunden auch ihre Pakete und Flatrates ins Ausland mitnehmen, bei Telefónica hingegen nicht - dort gelten im Standard-Tarif immer die Konditionen der obigen Tabelle. Nutzer sollten auf jeden Fall beachten, dass jederzeit ausreichend Guthaben für die gebuchte Roaming-Option oder das Tarifpaket vorhanden ist, denn andernfalls greift wieder der Basistarif, für den andere Bedingungen und Preise gelten können.

Auslands-Optionen oftmals nur für EU und EU-nahes Ausland

Prepaid-Karten im Ausland nutzenAuch mit Prepaid-Karten ist Roaming möglich Generell gilt, dass eine exzessive Nutzung des Handys ohne entsprechende Auslands-Option vermieden werden sollte. Vor allem außerhalb Europas ist Vorsicht geboten, denn die gängigsten Auslands-Optionen beschränken sich meistens auf die EU und EU-nahe Länder. Der Vorteil der Prepaid-Karte ist, dass - im Unter­schied zu den meisten Vertrags­tarifen (Postpaid) - nur vertelefoniert werden kann, was zuvor auch als Guthaben aufgeladen wurde. Doch auch wenn das Guthaben nicht ausreicht, kann es über zahl­reiche Wege bequem wieder aufgefüllt werden. Welche Möglichkeiten es hierfür gibt, haben wir auch auf einer separaten Infoseite zur Prepaid-Aufladung im Ausland zusammengefasst.

Euro-Tarif: Hohe Roaming-Gebühren nur noch außerhalb der EU

Innerhalb der EU regelt mittlerweile der sogenannte Euro-Tarif die Roaming-Entgelte. Dieser sieht vor, dass die Kosten für Telefonate, SMS und mobile Daten entweder durch Ober­grenzen reguliert werden oder die Inlandspreise nicht überschritten werden dürfen. Mit der Einführung des Euro-Tarifs ist die Handy­nutzung im EU-Ausland deutlich günstiger geworden. Die Regelungen des Euro-Tarifs sind grundsätzlich sowohl für Prepaid- als auch Postpaid-Tarife verbindlich. Im Rahmen der EU-Verordnung können die Provider jedoch unterschiedliche Standard-Roaming-Konditionen für Prepaid- und Postpaid-Tarife festschreiben. Die zulässigen Höchst­preise für Gespräche, SMS und Daten­über­tragung finden Sie in unserem Ratgeber zum Euro-Tarif.

Neben dem Euro-Tarif bieten viele Prepaid-Anbieter innerhalb der EU auch eigene Auslands-Optionen an, die sich vor allem für Vielsurfer und Vieltelefonierer auf Reisen lohnen. Für diese speziellen Roaming-Optionen gelten gesonderte Konditionen, unabhängig von den Vorgaben des Euro-Tarifs. Vor Reise­beginn sollte deshalb überprüft werden, welche dieser beiden Varianten günstiger ist und vor allem welche Auslands-Option im eigenen Tarif eingestellt ist.

Welche Möglichkeiten Sie mit einer Prepaid-SIM-Karte des Mobilfunkproviders Telekom (ehemals T-Mobile) im Ausland haben, erfahren Sie auf der nächsten Seite. Danach zeigen wir Ihnen, wie das Roaming bei den anderen Netz­betreibern und den Discountern funktioniert.

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