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MultiSIM & Co.: Eine Nummer, mehrere SIM-Karten

Telekom, Vodafone und o2 bieten die Möglichkeit, mehrere SIM-Karten an einem Anschluss zu nutzen. Mit den Multi-SIM-Angeboten können Sie Smartphones, Handys und Tablets unter einer einzigen Nummer betreiben. teltarif.de zeigt Ihnen, wie das bei den Netz­betreibern funktioniert.
Vom teltarif.de-Team zusammengestellt
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Eine Nummer, mehrere SIM-KartenEine Nummer, mehrere SIM-Karten Bei der Telekom heißt sie MultiSIM, Vodafone bietet die UltraCard an und bei o2 ist es die Multicard. Das Prinzip ist stets gleich: Mit einer Multi-SIM-Lösung wird es möglich, mehrere SIM-Karten unter derselben Rufnummer zu betreiben. Dies ist vor allem da von Bedeutung, wo ein Mobilfunk-Anschluss nicht mehr nur für das Telefonieren und den Austausch von SMS-Mitteilungen genutzt wird, sondern auch für das Surfen im Internet. Für verschiedene Anwendungen werden zuweilen andere Endgeräte als das ansonsten übliche Handy genutzt. Mit Multi-SIM-Karten kann derselbe Anschluss in verschiedenen Geräten verwendet werden.

In welchen Fällen macht eine Multi-SIM-Lösung Sinn?

Multi-SIM-Angebote lohnen sich beispielsweise für diejenigen, die mehrere Geräte gleichzeitig nutzen (müssen). Wer beruflich auf ein Smartphone setzt, privat aber lieber ein einfaches Handy nutzt, kann mit einem Multi-SIM-Angebot trotzdem unter einer Rufnummer erreichbar bleiben. Auch wer normalerweise ein Smartphone nutzt, aber am Wochenende ein Outdoor-Handy benötigt, um unterwegs ein stabiles Handy zu haben, kann dank Multi-SIM auf das Umstecken einer SIM-Karte verzichten.

Für Tablet-Besitzer kann eine Multi-SIM-Lösung sinnvoll sein, weil das Tablet auf den möglicherweise vorhandenen Datentarif zugreifen kann. Zudem kann das Tablet zeitweise zum SMS-Empfang bzw. -Versand genutzt werden. In der Regel kann eine gebuchte Datenoption auf allen verbundenen Geräten verwendet werden. Dennoch lohnt sich ein Blick in die genauen Bedingungen des Anbieters.

Ein neu angeschafftes Handy oder Smartphone passt oft auch nicht mehr in die im Auto fest eingebaute Freisprecheinrichtung. Die Alternative kann zwar ein in vielen Fahrzeugen ebenfalls möglicher drahtloser Anschluss per Bluetooth sein. Dann jedoch muss auf eine Außenantenne verzichtet werden und der Handy-Akku wird auch nicht nachgeladen. In einem solchen Fall könnte es sich also anbieten, das bisherige Handy im Auto mit einer Multi-SIM weiter zu betreiben.

Zweiter Anschluss verursacht zusätzliche Kosten

Manchmal macht es Sinn, für Zweitgeräte zusätzliche Anschlüsse, beispielsweise Prepaid-Discounter-Karten, anzuschaffen. Es muss dann aber eine - meist kostenpflichtige - Rufumleitung von der Hauptnummer zur Zweitkarte gelegt werden, um für Anrufer weiter unter der gewohnten Rufnummer erreichbar zu sein. Umgekehrt würde man eine für die Gesprächspartner ungewohnte Rufnummer übermitteln - was oft unerwünscht ist.

Multi-SIM-Karten können parallel genutzt werden

Multi-SIM-Karten können parallel genutzt werden. So kann das Handy auch dann eingeschaltet bleiben, wenn man gerade mit dem Autotelefon Gespräche führt oder Online-Dienste am Smartphone nutzt. Telefonate zwischen den einzelnen Multi-SIMs werden allerdings von keinem Anbieter unterstützt. Wer eine solche Lösung benötigt, muss sich also anders behelfen - möglicherweise doch mit einem eigenständigen Tarif für das Zweitgerät.

Die Angebote von Telekom, Vodafone und o2 wurden auch von einigen Service-Providern übernommen. E-Plus hat seine Flexicard-Offerte übrigens zu Februar 2014 eingestellt. Meist außen vor bleiben dagegen Kunden der Mobilfunk-Discounter. Bei diesen Anbietern sind Multi-SIM-Angebote nach wie vor selten - bei einigen aber vorhanden.

Einschränkungen im Zusammenhang mit VoLTE

Die UltraCard von Vodafone und die Multicard von o2 sind bislang nicht für LTE-Telefonie geeignet. Zwar ist es möglich, über das schnelle LTE-Netz im Internet zu surfen - Vodafone hatte die LTE-Datenübertragung für UltraCard (bzw. Red Data SIM) im Juli 2015 freigeschaltet. Bei Telefonaten jedoch landen Nutzer der MultiSIM-Karten von Vodafone und o2 derzeit noch zwangsläufig in einem der alten Mobilfunkstandards GSM oder UMTS. Die digitale Sprach­über­tragung mit MultiSIM im LTE-Netz ist aktuell nicht möglich.

Bei der Telekom hingegen können Multi-SIM-Kunden prinzipiell VoLTE nutzen. Es kann jedoch auch hier zu Einschränkungen kommen, insbesondere wenn nur eine der maximal drei SIM-Karten in einem VoLTE-fähigen Gerät verwendet wird. So heißt es in einem Forenbeitrag von "Telekom_Hilft": "Bei Nutzung von "Nicht-VoLTE-fähigen Endgeräten" mit einer VoLTE-Option (insbesondere dann auch bei MultiSIMs mit dem gleichen Vertrag), kann es zu Ein­schrän­kungen bei der Administration von GSM-Codes (z. B. *61# (Rufweiterleitung aktivieren), *135# (Rufnummer abfragen)) kommen. Dies gilt insbesondere auch für Apps, die diese Befehle nutzen (MobilboxPro, Multidevice Manager). Kunden müssen in diesen Fällen ihr VoLTE-Gerät für diese Administrationen nutzen bzw. wenn kein VoLTE-Gerät mehr genutzt wird, die VoLTE-Option wieder deaktivieren." Zudem könne es in einzelnen Fällen zu Beeinträchtigungen wie verzögertem oder gar ausbleibendem Klingeln kommen.

Die Multi-SIM-Lösungen der Netzbetreiber in der teltarif.de-Übersicht

  Telekom
MultiSIM
Vodafone
UltraCard
o2
Multicard
max. Anzahl an SIMs 3 3 Privat-
kunden: 3,
Geschäfts-
kunden: 5
Konfiguration anpassbar mit App, Kurzwahl mit App, Kurzwahl Hotline, Internet, Kurzwahl
Paralleles Klingeln ja ja ja
Einschränkungen Nur ein eingehendes Gespräch Location Based Services geben Ort der Hauptkarte zurück SMS-Empfang auf einem Gerät (einstellbar), keine parallelen Telefonate
Besonderheiten Mehrere abgehende Gespräche gleichzeitig Nur ein abgehendes Telefonat SMS-Versand von allen Geräten
Kosten einmalig je SIM - 30,00 29,99
Kosten monatlich 4,95 - -
nur O2 Blue/All-in: 4,99
Informationen MultiSIM UltraCard Multicard
Stand: 02.05.2016, Preise in Euro
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