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Smartphones und Tablets mit dem Datenturbo LTE

Der LTE-Netzausbau schreitet voran und die Hersteller erweitern ständig das Angebot an Smartphones und Tablets mit dem mobilen Datenturbo. Welche LTE-Endgeräte es gibt und was Käufer bei der Auswahl beachten sollten, lesen Sie in unserem Ratgeber.
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Smartphones und Tablets mit dem Datenturbo LTESmartphones und Tablets mit dem Datenturbo LTE Schon die UMTS-Erweiterung HSPA+ kann beeindruckende Datenraten von bis zu 42 MBit/s im Downstream bieten - also weit schnellere als das klassische DSL im Festnetz mit bis zu 16 MBit/s. Der mobile Datenübertragungsstandard LTE kann prinzipiell selbst das noch übertreffen: Theoretisch sind bis zu 150 MBit/s im Downstream und 50 MBit/s im Upstream möglich.

Mittlerweile sind einige Smartphones und Tablets mit Unterstützung für den Datenturbo LTE auf dem Markt erhältlich, doch nicht jedes Gerät kann in gleichem Maß vom schnellen LTE-Netz profitieren: Grund dafür sind die unterschiedlichen genutzten Frequenzbänder. Nutzer sollten bei der Auswahl eines LTE-Handys oder -Tablets daher unbedingt auf die unterstützten Frequenzbereiche achten.

Tablets mit LTE in der Tablet-Datenbank

LTE funkt hierzulande auf 800, 1800 und 2600 MHz

Den Startschuss für den LTE-Ausbau hierzulande setzte der Abschluss der Frequenzauktion der Bundesnetzagentur im Mai 2010. Damals wurden neben Lizenzen für den 800-MHz-Bereich auch weitere Frequenzblöcke in anderen Bändern versteigert. Die drei Netzbetreiber o2, Vodafone und Telekom waren beim Ersteigern im 800-MHz-Band erfolgreich, E-Plus hingegen nur im 1800-MHz-Bereich.

In ländlichen Gebieten haben die Netzbetreiber nun hauptsächlich LTE-800-Basisstationen aufgestellt, wohingegen in Städten überwiegend LTE-1800-Basisstationen zum Einsatz kommen, zum Teil setzen die Mobilfunkanbieter auch auf LTE-2600.

Smartphones mit LTE in der Handy-Datenbank

Am bekanntesten ist hierzulande für die Problematik der LTE-Frequenzen natürlich das Beispiel iPhone 5. Als das lang erwartete Apple-Handy am 12. September 2012 vorgestellt wurde, machte sich schnell Enttäuschung breit: Das in Deutschland angebotene iPhone 5 kann LTE in den Frequenzbändern um 850, 1800 und 2100 MHz nutzen und damit nur einen der drei in Deutschland genutzten Frequenzbereiche. Apples Mitbewerber wie Samsung, HTC, Sony und Nokia bieten im Gegensatz dazu in der Regel Smartphones an, die alle in Deutschland üblichen LTE-Frequenzen unterstützen. In unserer Datenbank listen wir für Sie zahlreiche LTE-Handys mit Infos darüber auf, welche Frequenzbänder unterstützt werden. LTE-Smartphones finden Sie auch über die Handy-Datenbanksuche.

Meldungen zu LTE-Handys

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Telefonieren weiterhin über GSM/UMTS

Smartphones, die LTE unterstützen, bieten aber auch die Möglichkeit eines Fallbacks auf UMTS/HSPA, wenn das LTE-Netz am jeweiligen Einsatzort nicht verfügbar ist. Sollten diese auch nicht verfügbar sein, bleiben zudem GPRS und EDGE. Gespräche können derzeit in der Praxis ohnehin nicht über LTE geführt werden: Beginnt der Nutzer einen Anruf oder nimmt ein Gespräch entgegen, wechselt das Handy daher automatisch auf GSM/UMTS. Diese Zwischenlösung wurde eingeführt, da sich noch kein einheitlicher Standard für die Abwicklung von Telefonaten über LTE etabliert hat. Sie könnte in Zukunft von Voice over LTE (VoLTE) abgelöst werden.

Mehr Informationen zu LTE finden Sie auf unseren weiteren Ratgeber-Seiten zum Thema, zum Beispiel, welche Technik hinter LTE steckt und welche Tarife für LTE erhältlich sind:

Ratgeber zum Thema LTE