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| Festnetz | Internet | Mobilfunk | Handy & Co. | Meldung | Meinung | Service | 20.06.2013 |
LTE: Surfen mit Highspeed - auch auf dem LandErste Angebote bereits gestartet - wir erklären die Technik![]() LTE in Deutschland mittlerweile gestartet UMTS ermöglicht über die Erweiterungen HSDPA (schneller Downstream) und HSUPA (schneller Upstream) Datenraten im Bereich von DSL - doch der Folgestandard LTE (Long Term Evolution) ist noch bedeutend schneller: Pro Zelle ist im Mobilfunk auf Basis von LTE eine Übertragung von 100 MBit/s und mehr möglich. Digitale Dividende für LTEWie bei allen Funkdiensten gilt auch für LTE: Je niedriger die Frequenz, desto höher die mögliche Reichweite. Gleichzeitig sind durch die historische Entwicklung und die physikalischen Gegebenheiten im niedrigen Frequenzbereich nur vergleichsweise schmale Bänder frei, die für LTE umgewidmet werden können. Hilfreich war hierbei die Einführung des digitalen terrestrischen Fernsehens (DVB-T). Hierdurch wurde das sogenannte UHF-Frequenzband zwischen 790 und 862 MHz für anderen Nutzungen frei. Europaweit ist daher eine Realisierung von LTE vor allem im 800-MHz-Band angestrebt, allerdings ist der LTE-Ausbau noch nicht überall so weit fortgeschritten wie in Deutschland. Zusätzlich setzen die Netzbetreiber hierzulande LTE auch auf anderen Frequenzen ein, zum Beispiel im 1800-MHz- und 2600-MHz-Band. In den USA hingegen funkt LTE vorwiegend auf den Frequenzen um 700 und 2100 MHz. Im Rahmen einer Frequenzauktion bei der Bundesnetzagentur (BNetzA), die am 20. Mai 2010 endete, ersteigerten die Mobilfunk-Netzbetreiber o2 und Vodafone sowie die Deutsche Telekom mit ihrer Mobilfunksparte entsprechende Frequenzblöcke aus der digitalen Dividende. Doch LTE-Anwendungen sind auch in anderen Frequenzbändern realisierbar, so zum Beispiel im GSM- oder UMTS-Frequenzbereich. Bei der Frequenzauktion im Jahr 2010 haben die Mobilfunkanbieter auch in diesen Bändern Frequenzblöcke aus der ersten UMTS-Frequenzauktion, die zehn Jahre zuvor stattgefunden hatte, ersteigern können. Diese Frequenzblöcke waren von den Unternehmen Quam und mobilcom zurückgegeben worden. Einige Blöcke davon hat E-Plus ersteigert und plant damit in Ballungsräumen LTE im 1800-MHz-Bereich anzubieten. LTE-Angebote für stationäre und mobile Internet-NutzungBei der Frequenzversteigerung der digitalen Dividende machte die Bundesnetzagentur die Auflage, den LTE-Ausbau zuerst in den sogenannten "weißen Flecken", also bisher nicht mit Breitband-Internet-Zugängen versorgten Gebieten, vorzunehmen. Daher ist LTE zuerst vor allem in eher ländlichen Regionen verfügbar. Hier verfolgen die Mobilfunk-Netzbetreiber die Strategie, Internet per LTE als DSL-Ersatz zu vermarkten. Obwohl LTE eine Mobilfunk-Technologie ist, enthalten diese LTE-Tarife nur einen stationären Internet-Zugang an einer festgelegten Adresse, oft in Kombinationen mit Telefon-Anschluss und Festnetz-Flatrate. Sobald die Netzbetreiber die Ausbau-Verpflichtungen der Bundesnetzagentur in einem Bundesland erfüllt haben, dürfen sie LTE auch in Großstädten und anderen Ballungsräumen auszubauen. Dort soll LTE vor allem dazu dienen, Kapazitätsengpässe für mobiles Internet zu schließen, die aufgrund der Popularität von Smartphones und UMTS-Surfsticks entstanden sind. LTE: Verfügbarkeit prüfenVodafone, die Deutsche Telekom und o2 sowie die Service Provider 1&1 und mobilcom-debitel haben ihre LTE-Angebote gestartet. Dabei ist derzeit die Zahl der LTE-Basisstationen jedoch noch nicht besonders groß. Um herauszufinden, ob LTE an der eigenen Adresse verfügbar ist, gibt es auf den Webseiten von Telekom (www.telekom.de/4g) und o2 (o2 LTE) Verfügbarkeitschecks, bei denen der Interessent seine Adresse eingeben muss. Dagegen gibt es von Vodafone eine recht detaillierte Deutschland-Karte zur Netzabdeckung, die auch die LTE-Verfügbarkeit anzeigt. LTE-TarifeWir haben eine Übersicht über aktuelle LTE-Tarife für die stationäre und mobile Nutzung für Sie zusammengestellt. Diese sind in der Regel Flatrates mit einer abgestuften Drosselung: Nach Überschreiten des monatlichen High-Speed-Inklusiv-Volumens entstehen keine weiteren Kosten fürs Surfen, jedoch wird - wie derzeit bei Internet-Flatrates im Mobilfunk üblich - die Übertragungsgeschwindigkeit gedrosselt. Die Entwicklung der LTE-Technologie ist also in vollem Gange. Es bleibt spannend, ob die Mobilfunker ihren Versprechen einhalten können und wie die LTE-Angebote von den Kunden angenommen werden. Auf weiteren Seiten zu LTE lesen Sie, welche Technik hinter LTE steckt sowie welche Tarife und Handys es bereits gibt: Ratgeber zum Thema LTE
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