
GSM-/UMTS-Funkmast
GSM (Global System for Mobile Communications) war der erste Standard für
volldigitale Mobilfunknetze und löste die bis dahin analogen Netze A, B und C
ab. Die Technik wird auch als 2G - Netz der zweiten Generation - bezeichnet, die
analogen Technologien gelten zusammengefasst als 1G. Der 2G-Nachfolger ist
UMTS, das auch
als 3G bezeichnet wird, 3,5G ist eine gebräuchliche Verwendung für die UMTS-Erweiterung HSPA.
GSM ist der weltweit am weitesten verbreitete Mobilfunkstandard. In Deutschland setzen
alle Netzbetreiber -
die Telekom, Vodafone,
E-Plus und o2 - auf diese Technik.
Sie kann auf verschiedenen Frequenzbändern eingesetzt werden:
In Deutschland wie auch in allen anderen EU-Staaten wird GSM auf
den Frequenzen um 900 und um 1800 MHz eingesetzt. In anderen Ländern existieren
zusätzliche Frequenzbereiche um 850 und um 1900 MHz.
GSM: Nach heutigen Maßstäben langsame Datenübertragung
 |
Infos Mobilfunkstandards |
 |
|
|
|
Doch Telefonie ist nicht alles: Auch die Datenübertragung ist via Mobilfunk möglich
und erfreut sich dank Smartphones, Netbooks und Tablets einer stetig wachsenden
Beliebtheit. GSM ermöglicht "leitungsvermittelte" Datenübertragung
über die so genannte CSD-Technik. Hier ist die Übertragung mit maximal 14,4 kBit/s
möglich - ein in heutigen Zeiten geradezu kümmerlicher Wert. Mit
GPRS
und
EDGE wurde GSM in der Folge aufgepeppt. Diese Standards
erlaubten erstmalig eine paketorientierte Übertragung mit bis zu 56 kBit/s bei GPRS bzw.
zwischen 150 und 200 kBit/s in der Praxis bei EDGE.
Noch schneller geht das mobile Surfen mit UMTS, das parallel zu GSM genutzt wird: Dank der Erweiterung HSPA sind
Datenübertragungsraten von bis zu 14,4 MBit/s im Downstream möglich, mit HSPA+ noch höhere.
Der UMTS-Standard startete im Jahr 2004.
Handys mit 3G-Unterstützung können in aller Regel auch GSM nutzen -
die Geräte wählen sich dann vornehmlich ins 3G-Netz ein. Wenn dieses nicht zur Verfügung steht,
erfolgt der Fallback auf GSM. In der Regel kann aber auch manuell eine der beiden Technologien gewählt werden - eine
gute Option zum Beispiel bei Netzüberlastung.
Übertragungs-Geschwindigkeiten der Mobilfunkstandards
| Mobilfunk-Standard |
maximale Downstream- Geschwindigkeit |
| GSM |
14,4 kBit/s |
| GPRS |
53,6 kBit/s |
| EDGE |
220 kBit/s |
| UMTS |
384 kBit/s |
| HSDPA |
7 200 kBit/s |
| HSPA |
14 400 kBit/s |
| HSPA+ |
28 000 kBit/s |
| LTE |
100 000 kBit/s |
LTE Advanced (in Planung) |
1 000 000 kBit/s |
Meldungen zu GSM-Netz 
-
Ermittlungsmethode - 26.05.12
Amtsgericht Dresden erklärt Handydaten-Abfrage für rechtens
Das Amtsgericht Dresden hat in acht Fällen die umstrittene Abfrage von Handydaten am Rande der Anti-Nazi-Demonstration vom 19. Februar vergangenen Jahres für rechtmäßig erklärt. Acht Betroffene wollten feststellen lassen, dass Anordnung und Durchführung der Funkzellenabfrage rechtswidrig waren.
mehr...
-
-
-
-