Auch ohne
UMTS und
LTE könnte mobiles Surfen noch bedeutend schneller werden.
Evolved EDGE, zu Deutsch "weiterentwickeltes EDGE", bezeichnet ein Verfahren
zur Datenübertragung in
GSM-Netzen, bei dem im Vergleich zu normalem
GPRS-Turbo
EDGE
durch Nutzung aller Zeitschlitze, verbesserter Modulation sowie der
Bündelung mehrerer Trägerfrequenzen
eine schnellere Datenübertragung erreicht wird -
so soll theoretisch ein Downstream von bis zu 1,2 MBit/s
möglich sein. In der Praxis dürfte die Geschwindigkeit mit mehreren hundert kBit/s zwar erheblich unter diesem
theoretischen Maxiamal-Wert liegen, jedoch ist Evolved EDGE immer noch bedeutend schneller als die
herkömmliche EDGE-Variante - diese bietet in der Regel Bandbreiten von bis zu knapp über 200 kBit/s. Neben der Bezeichnung Evolved EDGE ist übrigens auch die Bezeichnung
EDGE Evolution üblich, für die Standardisierung von Evolved EDGE ist die
3GPP zuständig.
Aufrüstung auf Evolved EDGE in der Regel mittels Software möglich
Die Aufrüstung hat für die Netzbetreiber vor allem finanzielle Vorteile:
Evolved EDGE steigert die Leistungsfähigkeit bereits bestehender
GSM-Netze, wobei die Aufrüstung in vielen Fällen schlicht und einfach
per Update der Software möglich sein
soll. Damit wäre der Einsatz zum Beispiel in Regionen lohnend, in denen
sich der Auf- bzw. Ausbau mit einer 3G-Infrastruktur nicht rechnet.
Mehrere Netzausrüster wie Ericsson,
Nokia Siemens Networks oder Nortel haben angekündigt,
Evolved EDGE für ihre Netztechnik anzubieten.
Allerdings ist Evolved EDGE für den Endverbraucher noch reine Zukunftsmusik:
Die kommerzielle Evolved-EDGE-Aufrüstung ist noch nicht erfolgt, es
gibt auch noch keine passenden Endgeräte - ob und wann der Standard also
tatsächlich auch in der Praxis nutzbar sein wird, bleibt ungewiss.
Meldungen zu Evolved EDGE 
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