EDGE - Das steckt hinter der Technologie

EDGE macht die Datenübertragung auf herkömmlichen GSM-Netzen schneller: Im Downstream sind in der Praxis bis zu 260 kBit/s möglich.
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EDGE - Das steckt hinter der TechnologieEDGE - Das steckt hinter der Technologie EDGE steht für Enhanced Data Rates for GSM Evolution und wird dazu genutzt, herkömmliche GSM-/GPRS-Netze aufzuwerten und auf diese Weise höhere Datenübertragungsraten zu realisieren. Anders als bei UMTS ist kein Aufbau neuer Netzwerke erforderlich, sondern meist nur ein Austausch einzelner Komponenten. Als Weiterentwicklung des üblichen GPRS-Standards, bei dem im Mittel 40 kBit/s erreicht werden, bietet EDGE die Möglichkeit, den Datendurchsatz im Downstream auf typischerweise 150 kBit/s bis 200 kBit/s zu erhöhen. Theoretisch kann EDGE Datenraten bis zu 473 kBit/s erreichen.

Zwar liegt EDGE damit weit unter den Leistungsdaten von UMTS, HSDPA oder DSL, doch wird so immerhin noch eine Übertragungsrate erreicht, die in etwa dem Dreifachen eines ISDN-Kanals entspricht. Inzwischen ist sogar von einer Weiterentwicklung namens Evolved EDGE die Rede, mit der künftig Download-Geschwindigkeiten bis zu 1,2 MBit/s erreicht werden sollen. Wie EDGE realisiert wird, erfahren Sie auf unserer Infoseite zur EDGE-Technik.

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Die Pingzeiten bei EDGE liegen zwar mit 250 bis 450 ms je nach Endgerät und Netz niedriger als bei herkömmlichem GPRS, befinden sich jedoch noch weit über jenen von HSDPA mit deutlich unter 200 ms oder DSL mit unter 60 ms. Audio- oder Videostreams sind damit kaum ruckelfrei empfangbar. Hier muss man sich auf regelmäßige Aussetzer und Störungen gefasst machen. Zudem kann insbesondere auch das Laden von Websites mit vielen Elementen zur Qual werden.

Bevorzugtes Netz: Datenvolumen:

Megabyte/Monat

Die höhere Datenrate von EDGE macht sich vor allem bei Datei-Downloads und auch -Uploads deutlich bemerkbar. Die hier erreichten Übertragungsraten stellen gegenüber herkömmlichem GPRS einen kleinen Quantensprung dar. Da die Nutzung von EDGE zudem, soweit am Standort verfügbar und ein passendes Endgerät vorhanden ist, automatisch erfolgt, stellt die Technologie vor allem in Gebieten ohne UMTS-Versorgung für den Nutzer einen klaren Mehrwert dar.

Wo ist EDGE verfügbar?

Vorreiter beim Aufbau von EDGE war die Telekom, deren Netz überall EDGE-fähig ist. Vodafone, o2 und E-Plus haben ihren EDGE-Ausbau in der Vergangenheit ebenfalls forciert und decken weite Teile Deutschlands ab.

Wenn EDGE verfügbar ist, zeigen viele Endgeräte ein "E" anstelle des "G" für GPRS im Display an. Nutzer älterer Geräte bemerken das schnellere Netz indes lediglich durch zügigere Download-Raten.

In den meisten europäischen (Nachbar-)Staaten ist EDGE ebenfalls verfügbar. Details hierzu finden Sie auf unserer separaten Infoseite zu EDGE im Ausland.

Was kostet EDGE?

Für EDGE fallen, wenn verfügbar, die selben Entgelte wie bei der klassischen GPRS- sowie UMTS- und HSDPA-Datenübertragung an. Einen Überblick der anfallenden Entgelte finden Sie auf unserer Infoseite zu GPRS-Kosten. Wenn Sie die günstigsten Angebote für ein bestimmtes Daten-Volumen suchen, hilft Ihnen unser Mobilfunk-Datenrechner schnell weiter. Einen Tarifvergleich auch mit anderen Breitband-Technologien ermöglicht schließlich unser Breitband-Rechner.