Die leitungsvermittelte Datenübertragung per Mobilfunk wird heute von Kunden kaum noch genutzt, denn sowohl was die Übertragungsgeschwindigkeit als auch die Kosten angeht, liegt der paketvermittelte Datenverkehr über
GPRS,
EDGE,
UMTS oder
HSPA heute weit vorne. Die Anwendungsszenarien sind also mehr als begrenzt, wir wollen Ihnen aber trotzdem nicht vorenthalten, was sich hinter CSD verbirgt und was es kostet.
Prinzipiell ist mit der leitungsvermittelten Übertragungstechnik Circuit Switched Data (CSD) die Verbindung zu einem beliebigen Endpunkt möglich, so wird es zumeist im professionellen Bereich für Verbindungen ins firmeneigene Netz, bzw. zu dortigen Geräten und Maschinen genutzt. Der Zugang zum mobilen Internet per CSD ist prinzipiell auch möglich, angesichts der Verfügbarkeit schnellerer und günstigerer paketvermittelter Übertragungstechniken wie etwa UMTS/HSPA jedoch heutzutage sehr unüblich. CSD bietet dafür nur eine maximale Übertragungsrate von 9,6 kBit/s, wobei zusätzlich noch hohe Minutenpreise anfallen - im Vergleich dazu erscheint selbst GPRS als günstiger Datenturbo.
Zu CSD gibt es immerhin noch eine Erweiterung namens HSCSD, die aber nur noch bei einzelnen Anbietern und dort auch nur noch für Alt-Tarife angeboten wird. Bei HSCSD wird Kanalbündelung genutzt, um die Datenrate zu erhöhen - theoretisch stehen bis zu acht Kanäle bereit,
in der Praxis werden jedoch lediglich vier Kanäle gebündelt.
Mobile Datenverbindungen ohne Voranmeldung
Auch heute gibt es noch in GSM-Mobilfunknetzen die Möglichkeit, Daten-Verbindungen per CSD ohne monatliche Grundgebühr
zu nutzen. Es kann aber eine Anmeldung erforderlich sein. Die mobile Daten-Verbindung kann der Nutzer direkt mit dem Handy sowie mit PC oder Laptop und dem Handy als Modem nutzen, wenn es Tethering-fähig ist. Besondere Anforderungen an das Handy gibt es nicht, daher wird die CSD-Unterstützung heutzutage bei Handys von den Herstellern nicht explizit angegeben. Falls Ihr Handy ein Daten-Modem enthält, also zum Beispiel GPRS unterstützt, sollte es auch die Verbindung per CSD beherrschen. Der geringe Stellenwert von CSD heutzutage zeigt sich auch daran, dass einige Netzbetreiber mittlerweile auf die Veröffentlichung der Zugangsdaten verzichten. Wird haben daher für Sie die folgenden Zugangsdaten zusammengestellt, die uns zuletzt von den Mobilfunkanbietern zur Verfügung gestellt wurden. Diese geben Sie im Handy unter den Unterpunkten GSM-Datenkonto bzw. Internetprofil ein. Kommt eine Verbindung zustande, wird die CSD-Nutzung per Minutentakt über Ihre normale Handyrechnung abgerechnet.
Die Einwahldaten der Netzbetreiber
| Internet vom Handy |
Telekom |
Vodafone |
E-Plus |
o2 Germany |
| Zugangsnummer |
4122 1) |
229000 |
123100 |
0179/464638 |
| Benutzername |
Wird nach Anmeldung mitgeteilt |
beliebig |
keine Eingaben |
go@mobil.de |
| Minutenpreis |
0,19 |
0,20 von 6-22 Uhr
0,10 von 22-6 Uhr |
0,20 |
0,15 |
| HSCSD-Unterstützung |
nein |
ja (nur Business- Altverträge) |
ja (nur Business- Altverträge) |
nein |
1) Anmeldung erforderlich
Stand o2: 13. April 2012, alle anderen: 28. Juni 2010, Preise in Euro.
|
Große Internet-Provider mit eigenen CSD-Einwahlen
Große Online-Dienste betreiben unter Umständen eigene Einwahlnummern in den jeweiligen Mobilnetzen - vergleichbar mit Internet-by-Call-Verbindungen für Nutzer eines analogen Modems für Internet im Festnetz. Da aber CSD fast keine Bedeutung mehr hat, sind auch diese Einwahlmöglichkeiten spärlich. Falls Ihr Mobilfunk-Provider noch solche Einwahlen unterstützt, können Sie diese in der Preisliste zu Ihrem Mobilfunk-Tarif finden.
Für die Einwahl müssen Sie dann die Entgelte für netzinterne Gespräche ihres Netzbetreibers und die Onlinegebühren Ihres Online-Dienstes zahlen. Als Kennung verwenden Sie den Benutzernamen und das Kennwort, das Sie von Ihrem Online-Dienst erhalten haben.
Weitere Informationen zu Datenübertragung unterwegs finden Sie auf
unserer Themenseite zum mobilen Internet. Alles zur Hardware
für die mobile Internet-Nutzung finden Sie auf einer
weiteren, speziellen Themenseite.
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