Offiziell

Frequenz-Auktion: Neue Mobilfunkfrequenzen erst im Frühjahr 2015

Erst im Frühjahr sollen die neuen Mobilfunkfrequenzen unter den Hammer kommen. Das hat die Bundesnetzagentur heute bekanntgegeben. Vergeben werden sollen Frequenzen um 700 MHz, 900 MHz, 1800 MHz und 1,5 GHz.
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Neue Frequenzen für Handynetze: Vergabe im Frühjahr 2015Neue Frequenzen für Handynetze: Vergabe im Frühjahr 2015 Eigentlich hätte das Vergabeverfahren für neue Mobilfunkfrequenzen schon Ende dieses Jahres beginnen sollen. Doch da behördliche Mühlen offenbar einmal mehr langsam mahlen und sich auch die Fusion von E-Plus und o2 länger herausgezögert hat als gedacht, wird die Vergabe von neuen Mobilfunkfrequenzen nun erst im 2. Quartal 2015 starten. Das gab die Bundesnetzagentur heute im Rahmen der Vorlage ihres Entscheidungsentwurfs zur Versteigerung der Frequenzen bekannt. Damit ist auch endgültig klar, dass die Frequenzen versteigert werden. Das war zwar erwartet, aber nicht offiziell angekündigt worden.

Bei der Neuvergabe geht es um Frequenzen aus den Bereichen 700 MHz, 900 MHz und 1800 MHz sowie im Bereich 1,5 GHz. Sie sollen dem Mobilfunk zugesprochen werden und vor allem für mobiles Breitband genutzt werden. "Die rasch anwachsende Nachfrage nach breitbandigen Anschlüssen erfordert eine zeitnahe Bereitstellung von Frequenzen für den Ausbau des mobilen Breitbandes in Deutschland", sagte Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur und ergänzt: "Die Bundesnetzagentur möchte, dass Deutschland beim Ausbau des mobilen Breitbandes in Europa weiterhin eine Vorreiterrolle einnimmt. Mit dem Entscheidungsentwurf fördern wir die Digitalisierung und unterstützen die Breitbandziele der Bundesregierung".

Frequenzen kommen vom Rundfunk und aus der E-Plus-/o2-Fusion

"Mit der Ausgestaltung der Auktion soll über die bestehende weitgehend flächendeckende Mobilfunkversorgung hinaus im Interesse der Verbraucher der weitere Ausbau des mobilen Breitbandes -gerade auch in ländlichen Gebieten - vorangetrieben werden", heißt es in einer Mitteilung des Regulierers. Durch die Fusion von zwei Mobilfunkanbietern hätten sich die Marktstrukturen geändert und die zur Verfügung stehenden Frequenzen sollen "zur Stärkung des Wettbewerbs" schnellstmöglich "in einem offenen, transparenten und diskriminierungsfreien Verfahren" bereitgestellt werden.

Nicht ganz unkritisch ist auch die Vergabe der 700-MHz-Frequenzen, die derzeit noch durch den Rundfunk genutzt werden. Die Vergabe der Frequenzen aus der sogenannten "Digitalen Dividende II" erfordert einen nationalen Konsens zwischen Bund und Ländern. Vor einer abschließenden Entscheidung der Präsidentenkammer ist das Benehmen mit dem Beirat bei der Bundesnetzagentur herzustellen. Die Auktion soll sich an dem aus Sicht der Bundesnetzagentur bewährten Verfahren, wie es zuletzt im Jahr 2010 durchgeführt wurde, orientieren. Stellungnahmen zum Entscheidungsentwurf können bis zum 26. November eingereicht werden.

Wir werden die wichtigsten Punkte aus dem Entscheidungsentwurf zusammenfassen. Um stets über alle Meldungen informiert zu sein, folgen Sie uns auf Twitter, Facebook oder abonnieren unseren RSS-Feed. So berichten wir inzwischen, dass der Mindesterlös der Frequenzauktion bei etwa 1,5 Milliarden Euro liegen soll. Zudem gibt es weitere Informationen zu den umstritteten 700-MHz-Frequenzen.

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