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Mobilfunk-Discounter: Diese Kostenfallen sollten Sie kennen

Die Tücke liegt oft im Detail - nicht nur auf günstige Gesprächs- & SMS-Preise achten
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Mobilfunk-Discounter erfreuen sich immer größerer Beliebtheit - und bieten dabei immer günstigere Tarife für Gesprächsminuten und SMS in alle Netze. Erst vor kurzem hatten wir Ihnen einen Überblick der Mobilfunk-Discounter mit Telefonminuten- und SMS-Preisen von unter 8 Cent präsentiert, die günstigsten Anbieter bieten Gespräche in alle Netze dabei schon für minütliche 7 Cent. Doch Mobilfunk-Discounter verbergen auch Kostenfallen, die der Verbraucher auf den ersten Blick meist gar nicht wahrnimmt - so können etwaige Zusatzkosten die eingesparten Beträge fürs Telefonieren unter Umständen wieder auffressen oder sogar höhere Kosten verursachen als vielleicht beim alten Anbieter.

In unserem heutigen Artikel stellen wir Ihnen einige typische Problempunkte bei Discountern im Mobilfunkbereich vor. Dabei zeigen wir Ihnen, welchen Art von Anbietern Sie bei welchen Nutzungsszenarien / individuellen Bedürfnissen besser nicht wählen sollten und worauf Sie vor der Wahl eines konkreten Angebots generell achten sollten.

Echtes Prepaid oder Pseudo-Prepaid?

KostenfalleSo manche Mobilfunk-Discount-Offerte
kommt mit versteckten Kostenfallen...
Zunächst sei auf eine Problematik hingewiesen, die vielen Nutzern eines (vermeintlichen) Prepaid-Tarifs gar nicht bewusst sein dürfte - sich im Ernstfall aber zu einem ernormen Problem entwickeln kann: Prepaid ist nicht gleich Prepaid. Denn es gibt auch Anbieter, die im sogenannten Pseudo-Prepaid-Verfahren, auch Quasi-Prepaid genannt, abrechnen. Das Prinzip dahinter: Es handelt sich um Angebote, die nicht realtime über eine Prepaid-Plattform abrechnen, sondern zeitverzögert über eine Postpaid-Abrechnungsplattform.

Bei einem Pseudo-Prepaid-Tarif werden Telefonate aus diesem Grund nicht bei einem Guthabenstand von 0 Euro unterbrochen, da die Abrechnung durch den Anbieter im Gegensatz zum echten Prepaid-Tarif erst im Nachhinein erfolgt. Dadurch können Kunden anders als bei "echten" Prepaid-Tarifen mit ihrem Guthaben ins Minus geraten. Discounter wie klarmobil verteidigen diese Abrechnungsart allerdings und führen als Pro-Argument an, die Karte sei (für ausgehende Telefonate) ohne Guthaben nicht sofort "tot" und könne noch genutzt werden. Daher sei die Pseudo-Prepaid-Abrechnung "funktionaler".

Dennoch: Insbesondere bei einer Nutzung im Ausland können Pseudo-Prepaid-Nutzer aufgrund hoher Roaming-Gebühren schnell beträchtliche Minus-Beträge anhäufen - dasselbe gilt auch für Handy-Anrufe auf teure Sonderrufnummern wie etwa 0900-Nummern. Und Minusbeträge müssen nach den AGB der Anbieter schnellstmöglich ausgeglichen werden, sonst droht die Sperrung des Anschlusses. Wie Sie erkennen können, welches Abrechnungsverfahren ein Anbieter einsetzt, können Sie in einem teltarif-Artikel zu der Problematik nachlesen.

Wer samt Rufnummer geht, muss für die Portierung der Nummer kräftig zahlen

Wechselt ein Kunde mitsamt seiner Rufnummer zu einem Discounter, überschlagen sich viele Anbieter mit Sonderaktionen. 50 Euro Extra-Guthaben und mehr sind bei vielen Unternehmen keine Seltenheit, damit sich Interessenten für ihr Angebot entscheiden. Doch man sollte nicht vergessen, dass die Anbieter im Gegenzug auch die Hand aufhalten, wenn ein Kunde - samt Rufnummer - wieder gehen möchte. Am teuersten ist die ausgehende Rufnummernportierung hier bei den diversen Drillisch-Discount-Marken, die den von der Bundesnetzagentur maximal erlaubten Betrag in Höhe von 30,72 Euro kassieren. Aber auch die anderen Discounter sind nicht deutlich günstiger: Üblicherweise werden Kosten von 25 bis 30 Euro für die Mitnahme der Rufnummer fällig. Welche Kosten welcher Anbieter für die Portierung verlangt, können Sie übrigens auf einer eigenen teltarif-Infoseite nachlesen. Dort erfahren Sie auch, wie die Portierung möglichst reibungslos verläuft, wenn Sie einige Punkte beachten.

Mit welchen Gebühren Discounter noch so aufwarten - zum Beispiel 0900-Nummern beim Kundenservice, Administrationsgebühren oder der zeitlich begrenzten Nutzbarkeit von Guthaben - lesen Sie auf der zweiten Seite unseres heutigen Artikels.

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