Mobiles Internet

teltarif-Umfrage: Alle Netze besser bewertet

Über 3 500 Teilnehmer urteilten über Qualität und Preis-Leistungs-Verhältnis des mobilen Surfens im Internet. Immer öfters wird im Freien gesurft - gerade dort ist die Qualität aber besonders verbesserungsbedürftig.
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Die Netzbetreiber werben mit immer höheren Datenraten: Die Deutsche Telekom zeigte auf der IFA LTE mit 300 MBit/s, Vodafone konterte mit 350 MBit/s, künftig sollen gar 600 bis 1200 MBit/s erreicht werden. Doch was kommt davon wirklich am Smartphone oder Tablet an? Grund genug Sie, unsere Leser, im nun vierten Jahr in Folge nach Ihren Erfahrungen mit der Netzqualität beim mobilen Surfen im Internet zu fragen. Während der Laufzeit von zwölf Tagen beurteilten Sie 3 864 mal die Netz­qualität und das Preis-Leistungs-Verhältnis in Ihrem jeweils genutzten Mobilfunknetz. Dabei baten wir Sie, sich an eine typische Surfsession vor Kurzem zu erinnern.

Das Profil der Umfrage­teilnehmer

Siegertreppchen mit Logos von Telekom, Vodafone, E-PlusTelekom wird bestes Netz zugesprochen Das Profil unserer Umfrage­teilnehmer ist über die vergangenen Jahre hinweg konstant geblieben: zum Großteil männlich (95 Prozent), überwiegend im Alter zwischen 30 und 49 Jahren (59 Prozent) und fast ausschließlich mit gutem oder gar sehr gutem Wissens­stand im Bereich der Tele­kommuni­kation (96 Prozent). Der Anteil der Nutzung des mobilen Internets auf dem Smartphone ist im Vergleich zu unserer Umfrage im Vorjahr um 5 Prozent­punkte weiter auf 87 Prozent gestiegen. Weit abgeschlagen folgt mit einem Anteil von 6 Prozent die Internet­nutzung auf dem Tablet. Weitere Alternativen zum Smartphone, wie Laptops mit eingebautem 3G/4G, Datenstick oder Tethering und die Angabe "Sonstiges", sind mit insgesamt knapp 7 Prozent ebenfalls kaum noch genannt worden. Das war früher anders: 2011 gaben noch 21 Prozent der Umfrageteilnehmer an, das mobile Internet auf dem Laptop via Datenstick oder eingebautem 3G/4G-Modem zu verwenden; inzwischen sind es nur noch 4 Prozent.

Diagramm: Genutztes Endgerät für Surfsession
Wenig überraschend ist die zunehmende Nutzung von Messaging-Apps unter den Befragten. Laut unseren diesjährigen Umfrage-Ergebnissen werden Anwendungen wie WhatsApp oder der Facebook Messenger von 76 Prozent genutzt. Dies ist eine Steigerung von 6 Prozent­punkten im Vergleich zum Vorjahres-Ergebnis.

In den vergangenen drei Umfrage-Jahren war der Anteil der mehrmals täglichen Nutzung des mobilen Internets unter den Befragten stetig gestiegen. In diesem Jahr gibt es nun eine Kehrtwende im Nutzungs­verhalten. Noch 68 Prozent der Umfrage­teilnehmer geben an, mehrmals täglich mobil im Internet zu surfen. Im Vorjahres­vergleich ist dies ein Rückgang von 9 Prozent­punkten. Der Anteil der Nutzer, die seltener als täglich mobil surfen, hat sich im Zeitraum von 9 Prozent auf 15 Prozent erhöht.

Bei der Betrachtung der Umfrage-Ergebnisse aus den vergangenen vier Jahren lässt sich eine Tendenz bei der Wahl des Ortes ablesen: Die Befragten zieht es ins Freie. In dieser Umfrage wird der Ort "im Freien" fast doppelt so oft genannt wie noch vor drei Jahren. Korrespondierend nimmt die mobile Nutzung des Internets in Gebäuden ab. Im Laufe des vergangenen Jahres hat sich die Wahl des Aufentahlts­ortes bei unseren Befragten jedoch nicht weiter verändert: 57 Prozent im Gebäude, 28 Prozent im Freien, knapp 6 Prozent im Öffentlichen Personen-Nahverkehr und jeweils 5 Prozent im Auto oder Fernzug.

Diagramm: Ort der Surfsession

Die Netzverteilung

In unserer ersten Umfrage zum mobilen Internet im Jahr 2011 verzeichnete das Telekom-Netz die wenigsten und das o2-Netz die meisten Nutzer unter den Befragten - genau anders herum wie die tatsächlichen Marktanteile. Seitdem hat sich die Verteilung der Netzbetreiber unter den jeweiligen Umfrage­teilnehmern jedoch den realen Marktanteilen angenähert: Insbesondere ist der Marktführer Deutsche Telekom seit dem vergangenen Jahr das meist­genannte Netz. In diesem Jahr hat die Telekom ihren Anteil weiter leicht ausgebaut - auf 29 Prozent. Die Nutzeranteile von Vodafone, E-Plus und o2 zeigen entsprechend jeweils einen kleinen Rückgang.

Diagramm: Netzverteilung im Vorjahresvergleich
Nach diesen vielen Zahlen vorweg geht es auf der folgenden Seite zur Sache: Welchem Netz haben Sie die beste Note gegeben? Und wer ist Preis-Leistungs-Sieger?
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