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Mobiles Bezahlen per Handy: Die Deutschen sind skeptisch

Viele haben Angst vor Sicherheitslücken und Missbrauch
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Mobiles BezahlenMobiles Bezahlen per Handy:
Die Deutschen sind skeptisch
Sechs von zehn Deutschen stehen dem von Google geplanten Bezahldienst per Handy skeptisch gegenüber. Das geht aus einer repräsentativen Online-Befragung der Beratungsgesellschaft Faktenkontor unter 1 000 Bundesbürgern hervor. Demnach halten sogar 70 Prozent der Deutschen diese (Zukunfts-) Technologie für unsicher und haben Angst vor potenziellem Missbrauch.

Zusatzkosten fürs mobile Bezahlen?

Jeder zweite Bankkunde will der Umfrage zufolge aus Angst vor fehlerhaften Abbuchungen sogar ganz auf die mobile Bezahlvariante verzichten. Zudem glauben 45 Prozent der Befragten schon jetzt, dass zusätzliche Kosten für die Nutzung der Dienste auf sie zukommen werden.

Bei der Frage nach dem sichersten Anbieter würden sich die Deutschen am ehesten auf die Kompetenz der Geldinstitute verlassen. Nur 13 Prozent glauben daran, dass die Telefongesellschaften in der Lage sind, sichere und funktionsfähige Systeme auf den Markt zu bringen. Vielmehr wünscht sich jeder Zweite die Entwicklung der Bezahl-Technik durch die Banken oder Sparkassen.

Obergrenze für den Bezahlbetrag gewünscht

Ein weiteres Ergebnis der Befragung: Selbst unter den Befürwortern gibt es kein uneingeschränktes Vertrauen in mobile Bezahldienste. Zwar würden zwei Drittel der potenziellen Nutzer prinzipiell in jedem Geschäft per Handy bezahlen - die meisten Kunden würden sich hierfür aber eine Obergrenze setzen: So stellen sich 45 Prozent einen Maximalbetrag von 100 Euro vor, weitere 12 Prozent sogar von maximal 10 Euro. Nur rund 16 Prozent der Befragten würden ganz auf ein (selbst gesetztes) Limit verzichten.

Vodafone, Telekom und o2 wollen mpass in Deutschland etablieren

Wie berichtet, planen die deutschen Mobilfunker Vodafone, Telekom Deutschland und o2 mit ihrem mobilen Bezahlsystem mpass das mobile Bezahlen in Deutschland populär zu machen und werben seit kurzem auch mit der vereinfachten Nutzung des Dienstes per Smartphone. Mit der vor wenigen Tagen bekanntgegebenen Kooperation mit dem Dienstleister BOKU soll mpass zudem den Händlern schmackhaft gemacht werden. mpass war im Oktober 2008 von Vodafone und o2 ins Leben gerufen worden. Im November vergangenen Jahres hatte sich auch die Deutsche Telekom zum Beitritt entschlossen.