Mobile Payment

Total-Tankstellen bieten künftig das Bezahlen per Smartphone an

Die Tank­stellen­kette Total wird künftig das mobile Bezahlen mit dem Handy anbieten. Bis zum Sommer soll der deutsch­land­weite Ausbau im gesamten Tank­stellen­netz abge­schlossen sein. Koope­rations­partner ist das Unter­nehmen Yapital, das bereits mit REWE zusammen­arbeitet.
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Total-Tankstellen bieten künftig das Bezahlen per Smartphone anBezahlen per Smartphone an Total-Tankstellen Die Tankstellenkette Total wird künftig das mobile Bezahlen mit dem Handy anbieten. Bis zum Sommer soll der deutschlandweite Ausbau abgeschlossen sein, sodass dann an mehr als 1 100 Total-Stationen das neue Bezahlsystem genutzt werden kann. Partner von Total ist das Cross-Channel-Payment Yapital, eine hundertprozentige Tochter der Otto-Group, die 2011 gegründet wurde. Auch die Supermarktkette Rewe arbeitet seit 2013 mit Yapital zusammen und bietet in ausgewählten Filialen das Bezahlen per Smartphone an. Welche Akzeptanzstellen es in Deutschland für Yapital gibt, hat der Anbieter auf seiner Webseite aufgelistet. Hier finden sich unter anderem Unternehmen wie Douglas, Görtz, Otto und Gravis.

Total verzeichnet laut einer aktuellen Rechnung deutschlandweit mehr als 650 000 Kunden täglich. Eine repräsentative Umfrage von TNS Infratest ergab zudem, dass jeder dritte Deutsche gern mit seinem Smartphone an der Tankstelle bezahlen würde. Diesem Wunsch soll nun nachgekommen werden. "Tankstellen sind ein fester Bestandteil im Alltag der meisten Konsumenten - und ein Ort, an dem sie gern mobil bezahlen würden. Durch die Zusammenarbeit mit Total kommen wir diesem Wunsch entgegen und etablieren uns weiter als echtes Everywhere-Payment," erklärt Niels Lohmüller, Vice President bei Yapital.

So funktioniert das Bezahlen mit dem Smartphone

Um die mobile Bezahlmethode in den Total-Tankstellen und anderen unterstützten Geschäften nutzen zu können, müssen sich Smartphone-Besitzer zunächst die Yapital-App auf ihrem Gerät installieren und sich online für das System registrieren. Die App ist passwortgeschützt und wird sowohl für Android als auch iOS und Windows Phone kostenfrei angeboten. Zur Zahlung eines Einkaufs muss der Nutzer einen auf dem Kassenterminal angezeigten QR-Code einscannen und den Betrag bestätigen. Yapital ermöglicht neben dem Bezahlen von Beträgen auch das Senden und den Empfang von Geld. Zur Kostenkontrolle werden über die App alle Ausgaben aufgelistet.

Neben Rewe und Total, die mit Yapital kooperieren, gibt es auch andere Verkaufsstellen, die für das mobile Bezahlen per Handy allerdings ein anderes System nutzen. Vorne dabei ist beispielsweise die Supermarktkette Edeka sowie der zur Edeka-Gruppe gehörende Discounter Netto. Statt Yapital wird hier auf das System von Valuephone gesetzt, das nicht mit Yapital kompatibel ist. Für Nutzer bedeutet dies, dass sie sich nochmals für ein neues System registrieren müssen, wenn sie in den entsprechenden Filialen die neue Bezahlmethode nutzen möchten. Edeka arbeitet seit 2013 an dem Ausbau von Mobile Payment für seine Filialen. Bis Ende 2015 sollen alle Supermärkte entsprechend ausgerüstet sein.

Mobile Payment steckt in Deutschland noch in den Kinderschuhen. Viele Deutsche sind skeptisch was das Bezahlen mit dem Smartphone angeht und fürchten um die Sicherheit ihrer Daten. Gerade neben dem etablierten bargeldlosen Zahlverfahren mit der EC-Karte kommen die neuen Lösungen noch nicht an. Ein Grund ist wie bereits erwähnt auch, dass es bislang noch kein einheitliches System für das Mobile Payment, also dem Bezahlen per Handy, gibt.

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