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| Festnetz | Internet | Mobilfunk | Handy & Co. | Meldung | Meinung | Service | 28.05.2012 |
Mobile Mediennutzung: Radio noch immer vor Handy18.06.2010
09:54 Vor allem junge Nutzer würden gern häufiger zum Handy greifen
Immer erreichbar, immer auf dem Laufenden sein: Das mobile Web und die neuen internetfähigen Empfangsgeräte machen Mediennutzung nahezu
an jedem Ort und zu jeder Zeit möglich. Vor allem die jungen
Zielgruppen haben den deutlichen Wunsch nach mehr medialer
Unterhaltung und Information auch außer Haus. Das Handy wird
hierbei zum Empfangsgerät mit dem größten Potenzial: Knapp 70 Prozent
der mobilen Nutzer unter 30 Jahren würden unterwegs gern noch
häufiger zum Handy greifen - wenn da nicht die noch immer relativ hohen Kosten
wären. Das meistgenutzte elektronische Medium außer Haus ist bei
allen Zielgruppen das Radio: Zum Empfang kommen zu Autoradio und
portablen Geräten speziell bei den Jungen insbesondere MP3-Player und
Handys hinzu. Audioportale wie iTunes oder Last.FM werden von der
jungen Zielgruppe unterwegs - wie Radio - stärker via Handy genutzt
als etwa über das Notebook. Diese sind unterwegs allerdings für
Video-Portale wie You-Tube erste Wahl. Die mobile Fernsehnutzung ist
aktuell noch vergleichsweise gering.
![]() Medien-to-go-Kaffeebecher Zu diesen Erkenntnissen kommt die repräsentative Studie "Medien to go - was unterwegs ankommt", die die TNS Emnid Medien- und Sozialforschung in Kooperation mit der Radiozentrale durchgeführt hat. Im Januar befragte TNS Emnid dazu 1 416 Personen ab 14 Jahren in Face-to-Face-Interviews. Mobile Mediennutzung heute: 82 Prozent der Deutschen hören unterwegs Radio. Das gilt auch für die junge Zielgruppe: Mit 91 Prozent ist die mobile Radionutzung der Unter-30-Jährigen sogar deutlich höher. Elf Prozent der Deutschen setzen unterwegs auf Audioportale, 13 Prozent der Deutschen tummeln sich auf Video-Internetseiten und zehn Prozent schalten TV-Angebote ein. Bei den Jungen sind unterwegs Video-Internetseiten deutlich stärker gefragt (31 Prozent). 31 Prozent setzen bei der mobilen Nutzung auf Audioportale und 20 Prozent auf TV (Untersuchungsbasis waren die elektronischen Medien). Welche Empfangsgeräte sind hierfür erste Wahl?Bei der Radionutzung unterwegs ist das Autoradio uneingeschränkte Nummer eins. Das gilt auch bei den Jungen - 71 Prozent hören außer Haus Radio via Autoradio, gefolgt vom MP3-Player (30 Prozent), dem Handy (20 Prozent) und dem Notebook (12 Prozent). Bei den reinen Audioportalen favorisieren die jungen Hörer Handys (18 Prozent) vor Notebooks (16 Prozent). Für Video-Internetseiten liegt ihre Präferenz hingegen beim Laptop (28 Prozent) - da hilft bislang auch eine Voreinstellung auf dem iPhone nicht. TV wird derzeit auch über Notebooks mobil kaum genutzt. Diese Ergebnisse belegen: Radio wurde von den neuen digitalen Medienangeboten nicht von seinem Spitzenplatz in der Außer-Haus-Nutzung verdrängt, das Medium wird vielmehr über die mobilen Geräte an noch mehr Orte mitgenommen. Medien to go - das PotenzialInsbesondere die Unter-30-Jährigen wünschen sich mehr mobile Möglichkeiten der Mediennutzung: 73 Prozent der jungen mobilen Mediennutzer haben Lust auf mehr Radio to go, je rund 45 Prozent wollen mehr Audioportale und mobiles TV. Und mehr als die Hälfte der Jungen würde unterwegs gern mehr Video-Internetseiten anschauen. Und das am liebsten über das Handy: Knapp 50 Prozent der mobilen Mediennutzer könnte sich vorstellen, noch öfter zum Mobiltelefon für Information und Entertainment unterwegs zu greifen. Bei den Unter-30-Jährigen sind es knapp 70 Prozent. "Die Studienergebnisse zeigen vor allem bei den akustischen Medien einen verstärkten Wunsch nach mehr mobiler Nutzung via Handy. Die Ohren sind schließlich frei. Bei TV-Angeboten liegt das Mobiltelefon mit dem mobilen Computer ungefähr gleich auf - hier spielen Display-Größe und Auflösung eine entscheidende Rolle. Man darf daher gespannt sein, inwieweit das iPad hier die Entwicklung weiter treiben kann", so Jan Peter Glootz, Senior Research Consultant bei der TNS Emnid Medienforschung. Lutz Kuckuck, Geschäftsführer der Radiozentrale: "Bereits vor drei Jahren ermittelte eine TNS Emnid-Studie das Radio als meist genutztes Außerhaus-Medium. Das mobile Web inklusive der Smartphone-Entwicklung haben diese Stärke von Radio sogar noch untermauert. Die optimale Partnerschaft mit dem Handy machen Radio zum mobilen Leitmedium im konvergenten Zeitalter."
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