Mobiles Bezahlen

Mobile Banking: Über 3 Millionen Downloads der Sparkassen-Apps

Mobilfunk-Netzbetreiber E-Plus arbeitet an Mobile-Payment-Plattform
Kommentare (106)
AAA

E-Plus-TargobankE-Plus kooperiert mit der Targobank Die Apps der Sparkasse wurden bislang mehr als drei Millionen Mal heruntergeladen. 67 Prozent der App-Besitzer nutzen die Sparkassen-Apps dabei täglich - und durchschnittlich 15 mal pro Monat. Diese Zahlen gab Stefan Brinkmann, Projektleiter IT-Strategie beim Deutschen Sparkassen- und Giroverband, auf einer Veranstaltung des Fachdienstes mobilbranche.de zum Thema Mobile Payment bekannt.

Sparkassen statten alle EC-Karten mit NFC aus

Dabei werde die mobile Applikation nahezu ausschließlich für den Check der Konten (Finanzstatus) genutzt, Überweisungen über die App seien sehr selten (ein Prozent). Der Grund dafür ist indes einfach: Es gibt (noch) kein adäquates Sicherheits­verfahren, die Nutzung der mTAN ist aufgrund der Nutzung desselben Kanals obsolet.

Während Mobile Banking heute bei den meisten Banken möglich ist (Brinkmann: "Lockt keine Katze mehr hinterm Ofen hervor"), arbeiten die Sparkassen unterdessen daran, das mobile Bezahlen per NFC zu verbreiten und statten dazu - wie berichtet - sukzessive alle EC-Karten mit einem NFC-Chip aus. 60 Prozent der Zahlungen erfolgten in Deutschland immer noch bar, so Brinkmann. Hier sehe man großes Potenzial.

E-Plus arbeitet an Mobile-Payment-Plattform

Auch der Mobilfunk-Netzbetreiber E-Plus arbeitet daran, mobiles Bezahlen - hier aber via Handy/Smartphone - zu verbreiten. Allerdings trete man nicht als direkter Zahlungsdienstleister auf, sondern werde vielmehr die entsprechende Plattform anbieten, sagte Martin Christahl aus dem "Strategic Business Development" des Anbieters.

Die Übertragung der Karten-Informationen erfolgt dabei über einen sicheren Kanal im Handynetz, das mobile Bezahlen selbst erfolgt via NFC oder App. E-Plus-Vorstand Ulrich Coenen hält das Verfahren für absolut sicher: "Die Verschlüsselung des sicheren Kanals im Handynetz, die für die Übertragung der Karten-Informationen zuständig sein wird, ist eine der ganz wenigen standardisierten Datenkanäle, die noch niemals von Hackern geknackt werden konnten - und das nach 20 Jahren Mobilfunk!"

NFC-Klebechip von MasterCard als Übergangs-Technologie

Bis diese technische Infrastruktur aufgebaut worden ist, biete man eine "Brückentechnologie" per NFC-Klebechip an. Dieser wird auf die Rückseite des Handys geklebt. Wie berichtet, hat E-Plus hierzu eine Kooperation mit der Targobank geschlossen; der Klebechip kommt vom Kreditkarten-Anbieter MasterCard.

Weitere Meldungen zum Thema Mobile Payment