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Microsoft Windows 7: Nicht kein Browser, sondern gleich mehrere zur Auswahl

Von Jan Rähm
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Microsoft und die Europäische Union: Das sind zwei Institutionen, die sich nicht so recht verstehen wollen. Microsoft legt jedem ausgelieferten Betriebssystem - weil es ja so schön einfach für den Benutzer ist - seinen Browser Internet Explorer bei. Doch die böse EU sieht darin eine Wettbewerbsverzerrung. Darum gab es eine saftige Buße für den Software-Konzern aus dem fernen Redmond. Um neuen Strafen zu entgehen, sollte Microsoft fortan sein Betriebssystem Windows ohne Internet-Browser verkaufen. Doch da der schwer aus dem System zu entfernen ist, hat Microsoft jetzt einen neuen Weg gefunden, die Wettbewerbshüter zu besänftigen.

Statt nur einem Browser will Microsoft seinem neuen Betriebssystem Windows 7 gleich mehrere Alternativen beilegen beziehungsweise dem Anwender zur Installation anbieten. Laut einem Bericht der Tageszeitung Die Welt sollen Windows-Nutzer künftig beim ersten Start des System einen alternativen Browser wählen können. Welcher oder besser welche das seien, schreibt die Zeitung nicht. Möglich sind ja eine ganze Menge. Vom freien Konkurrenten Mozilla Firefox über den Neueinsteiger auf dem Markt Google Chrome und den schnellen Opera aus Norwegen bis hin zum Nischen-Browser Safari ist alles möglich.

Ganz uneigennützig dürfte der jüngste Vorstoß Microsofts nicht sein. Denn den Internet-Explorer wirklich aus dem System zu tilgen dürfte beinahe unmöglich sein. Zu eng ist die Infrastruktur des Browsers mit dem Betriebssystem verwoben - und andersherum. Bisher wurde der Browser in der "EU-Version" von Windows nur deaktiviert.

Ob die EU-Wettbewerbshütern den Vorschlag für gut befinden, ist noch offen. Laut Welt hätten sie den Kompromiss allerdings begrüßt. So sei der Vorschlag auch direkt von Microsoft gekommen.

<via Ndevil>