Ausprobiert

Microsoft Lumia 535: Günstiges Selfie-Phone im Test

Der Hersteller Microsoft eröffnet seine eigene Lumia-Reihe mit einem Einsteiger-Smartphone im unteren Preissegment. Wir haben das Microsoft Lumia 535 im Alltag getestet und überprüft, ob die Lumia-Reihe von dem Hersteller­wechsel profitiert oder eher gelitten hat.
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Mit dem Lumia 535 geht das erste Windows-Phone-Smartphone direkt aus dem Hause Microsoft auf den Markt. Wie bereits dem Produkt­namen zu entnehmen ist, handelt es sich bei diesem Modell um ein Gerät der günstigeren Einsteiger-Klasse. Die unver­bindliche Preis­empfehlung des Herstellers von 119 Euro wird derzeit von einigen Händlern um wenige Euro unterboten. Die für das Lumia 535 verfügbaren Wechsel­cover sind in den gewohnten Lumia-Farben Grün, Orange, Cyan sowie Schwarz und Weiß verfügbar.

Microsoft Lumia 535
In der Verpackung des Lumia 535 haben wir lediglich eine Kurzanleitung sowie ein Ladekabel vorgefunden. Ein zusätzliches Datenkabel wäre wünschenswert gewesen, um das Handy mit einem PC verbinden zu können.

Das Äußere: Adieu Nokia

Microsoft Lumia 535Lumia 535 mit 5-Zoll-Display Obwohl es sich bei unserem Testgerät um eine Erweiterung der bestehenden Lumia-Reihe handelt, bildet es den Anfang der Microsoft-Lumia-Ära. Und damit diese Neuerung auch ja nicht übersehen wird, befindet sich der Schriftzug "Microsoft" auf der Vorderseite über dem Display, quer über die Rückseite inklusive Logo, auf dem austauschbaren Akku sowie unter dem Akku im Gerät. Die ehemalige Smartphone-Marke Nokia ist nun vollends in Microsoft Devices übergegangen.

Microsoft Lumia 535Die Rückseite des Microsoft Lumia 535 Trotz neuem Hersteller und Logo ist die Verarbeitung weiterhin gut gelungen. Die Akku­abdeckung, bei unserem Modell in mattem Blau aus Polycarbonat, umschließt sauber die Vorder­seite des Lumia 535. Das Wechselcover lässt sich leicht mit einem Handgriff vom Gehäuse lösen. Bei unserem Testmodell könnte das Cover jedoch unserer Ansicht nach deutlich fester sitzen. Bereits nach einem leichten Druck löst sich das Cover vom Gehäuse. Zudem sitzt der Akku ebenfalls recht locker im Gerät und fällt sehr leicht heraus, wenn das Cover abgenommen wird. Die Einschübe für die Micro-SIM-Karte und die microSD-Karte (bis zu 128 GB) befinden sich ebenfalls unter der Abdeckung.

Microsoft Lumia 535Im Lieferumfang: Ladekabel und Kurzanleitung Durch die abgerundeten Seiten des Gehäuses liegt das Smartphone gut in der Hand. Das Lumia 535 bringt 146 Gramm auf die Waage und misst 140,2 mal 72,5 mal 8,8 Millimeter. Bei größeren Händen kann eine einhändige Bedienung noch geradeso umgesetzt werden. Die Navigations­leiste ist auch bei diesem Lumia-Modell im Touchscreen integriert und kann mit einem Wisch von unten nach oben auf dem Bildschirm angezeigt werden. In den Einstellungen können Hintergrund und Akzent­farbe dieser Leiste angepasst werden. Das automatische Ein- und Ausblenden kann ebenfalls deaktiviert werden.

5-Zoll-Display mit schwacher Farbintensität

Lumia 535 und Lumia 1020Displays bei voller Helligkeit im Vergleich.
Links: Lumia 535, rechts: Lumia 1020
Im Vergleich zu dem Vorgänger­modell Lumia 530 ist das IPS-Display des Lumia 535 um einen ganzen Zoll größer geworden und weist in der Diagonale 5 Zoll auf. Bei einer Auflösung von 540 mal 960 Pixel besitzt das Smartphone eine Pixeldichte von nur 220 ppi. Für diese Preisklasse geht die Schärfe jedoch in Ordnung. Zudem ist das Display bei maximaler Helligkeit ausreichend hell. Der Darstellung der Farben mangelt es hingegen etwas an Intensität und Kontrast. Auf die Clear-Black-Technologie, die für satte Schwarz-Töne sorgt, verzichtet Microsoft bei diesem Modell. Beim Betrachten des Displays aus verschiedenen Blickwinkeln bleibt die Farbwiedergabe weitestgehend konstant, die Helligkeit hält dem Neigen jedoch nicht vollends stand. Zum Schutz vor Kratzern und Schäden ist der Bildschirm mit Gorilla Glass 3 versehen.

Microsoft Lumia 535Lautstärkewippe und Power-Taste Die Regulierung der Helligkeit des Displays kann beim Lumia 535 automatisch erfolgen. In den Einstellungen kann weiterhin eine verbesserte Lesbarkeit bei direkter Sonnen­einstrahlung und verringerte Bildschirm­helligkeit bei aktivem Strom­sparmodus ausgewählt werden. Um das Display aufzuwecken, muss nicht zwangs­läufig der Power-Button betätigt werden. Es genügt auch ein Doppeltipp auf den Bildschirm. Der Touchscreen reagiert genau und zügig auf unsere Eingaben.

Das Microsoft Lumia 535 läuft im Auslieferungs­zustand bereits mit Lumia Denim. Welche Vorteile dies für den Nutzer hat und wie das Einsteiger-Windows-Phone bei der Prozessor-, Akku- und Kamera­leistung abschneidet, schildern wir auf der nächsten Seite des Testberichts.

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