PC-Schmiede

Börsen-Abschied: Investoren blättern 25 Mrd. Dollar für Dell hin

Gründer Michael Dell will Aktien im Wert von 3,5 Milliarden einbringen
Von mit Material von dpa
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Börsen-Abschied: Investoren blättern 25 Mrd. Dollar für Dell hinBörsen-Abschied: Investoren blättern 25 Mrd. Dollar für Dell hin Die Übernahme des PC-Herstellers Dell durch Finanzinvestoren soll laut einem Zeitungsbericht 22 bis 25 Milliarden Dollar auf die Waage bringen. Davon sollen rund 15 Milliarden Dollar bei den Banken geliehen werden, schrieb das Wall Street Journal heute unter Berufung auf informierte Personen. Auch Gründer Michael Dell wolle seine Aktien im Wert von über 3,5 Milliarden Dollar in das Käufer-Konsortium einbringen.

In Verhandlungen mit dem Finanzinvestor Silver Lake Partners am Dienstag sei ein Preis von 13 bis 14 Dollar pro Aktie im Gespräch gewesen, hieß es. Seit am Montag Informationen über die Pläne durchsickerten, sprang der Kurs an der Börse bereits von knapp 11 Dollar auf über 13 Dollar hoch. Die Beteiligten wollten die Verhandlungen so schnell wie möglich zum Abschluss bringen, schrieb das "Wall Street Journal". Die Investoren müssten demnach rund zwei Milliarden Dollar aus eigenen Quellen aufbringen.

Börsen-Anbschied könnte vorteilhaft für Unternehmens-Umbau sein

Ein Abschied von der Börse könnte Michael Dell die Möglichkeit bieten, sein Unternehmen radikaler umzubauen, ohne Rücksicht auf die Anleger nehmen zu müssen. Der einstige Weltmarktführer Dell ist von der schwachen Nachfrage im PC-Markt schwer erwischt worden. Derzeit ist der US-Konzern nur noch die Nummer drei nach Hewlett-Packard und Lenovo und kämpft mit einem Rückgang der Verkäufe.

Vor allem das Dell-Konzept, PCs, Notebooks und Server auf Kundenwunsch zu bauen, das im klassischen PC-Markt eine Erfolgsgeschichte war, ist im Zeitalter von fertig konfigurierten Tablets, Smartphones und Ultrabooks kaum noch ein Umsatzbringer. Dell hat zwar sein Produktsortiment zwischenzeitlich um Fernseher und Drucker erweitert, doch große Gewinne sind damit kaum zu erwirtschaften.

Ein Ausweg könnte sein, dass das Unternehmen sich wieder mehr auf Business-Kunden konzentriert und diesen speziell ausgewählte Services bietet. Bei der Neuausrichtung des Unternehmens werden sicherlich aber auch die neuen Anteilseigner ein Wort mitreden.

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