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FRITZ!Box als DECT-Repeater: Mehr Reichweite fürs FRITZ!Fon

18.05.2011
13:09

Mit aktueller Labor-Firmware die FRITZ!Box als DECT-Repeater nutzen


Bewohner größerer Ein- oder Mehrfamilienhäuser oder auch von größeren Wohnungen werden das Problem kennen: Sind die Wände zu dick oder mit zu viel Metall armiert, wird aus der beworbenen Reichweite einer DECT-Basisstation für das schnurlose Telefon von bis zu 50 Metern ein rein theoretischer Wert. Die Praxis zeigt sich mit deutlich geringerer Reichweite und daraus resultierenden Störungen im Gespräch wie Knacksern oder gar Gesprächsabbrüchen.

DECT-Repeater vergrößern Reichweite für Schnurlos-Telefone

Firmware-Update-Funktion der FRITZ!Box
Firmware-Update-Funktion der FRITZ!Box
Abhilfe schaffen sogenannte DECT-Repeater. Das sind kleine Kistchen, die das Funksignal der DECT-Basisstation aufgreifen, verstärken und wieder abstrahlen. Mit ihrer Hilfe lässt sich der abgedeckte Bereich stark vergrößern – unter idealen Bedingungen sogar fast verdoppeln. Die Repeater werden von verschiedenen Herstellern angeboten und kosten zwischen 75 Euro und 200 Euro. Wer jedoch das FRITZ!Fon des Berliner Herstellers AVM an einer FRITZ!Box betreibt, der wird mit den "normalen" Repeatern wenig Freude haben, da diese nur die Standardfunktionen unterstützen. Doch gerade seine zusätzlichen Merkmalen wie Webradio, Podcast-Wiedergabe, RSS-Nachrichten-Übermittlung und E-Mail-Empfang haben dem FRITZ!Fon zu einer treuen Nutzergemeinschaft verholfen. Abhilfe schafft nun AVM selbst.

Mit Labor-Firmware Repeater-Funktion nachrüsten

Mit einer kostenlosen Labor-Firmware lassen sich zwei Modelle der FRITZ!Box mit einer Repeater-Funktion nachrüsten, die auch die erweiterten Merkmale der Fritz-Telefone unterstützt. Dazu braucht es zwei aktuelle FRITZ!Boxen der Serie 7390 oder zwei der älteren FRITZ!Boxen vom Typ 7270 Version 3. Möglich ist auch die Kombination 7390 und 7270. Wir haben uns diese Kombinationsmöglichkeit angesehen.

FRITZ!Box als DECT-Repeater einrichten

Die Einrichtung ist keine große Kunst. Der Nutzer öffnet in einem Webbrowser die Seiten des Fritz-Labors unter www.avm.de/Labor/ und lädt sich von dort die aktuellen Testversionen der Firmware 84.05.04 (für die FRITZ!Box 7390) beziehungsweise 74.05.04 (für die FRITZ!Box 7270 v3) herunter. Anschließend meldet er sich an der FRITZ!Box an und sichert vorsichtshalber die aktuellen Konfigurationen der FRITZ!Boxen. Über den Menüpunkt "Firmware-Update", dann Auswahl "Firmware-Datei" kann dann die Labor-Version der FRITZ!Box-Software auf die Boxen aufgespielt werden. Dieser Vorgang dauert ein paar Minuten. Während des Updates sollte die Box unter keinen Umständen vom Stromnetz getrennt werden, da es sonst zu Fehlern kommen kann und die FRITZ!Box im schlimmsten Fall vorübergehend unbenutzbar wird. Während der Aktualisierung blinkt an der Box die Info-LED.

Hat das Blinken aufgehört und auch die restlichen LEDs zeigen das normale Bild, ist der Updatevorgang beendet und der Nutzer kann sich erneut am Webinterface der FRITZ!Boxen anmelden. Dann wechselt er zum Menüpunkt "DECT" und dort zum Unterpunkt "Basisstation". Hier bestimmt er, welche der beiden Boxen zum Repeater wird. Die andere Box bleibt ganz normal als DECT-Basisstation aktiv. Nun drückt der Nutzer für einige Sekunden den Knopf "DECT" auf der FRITZ!Box. Der Repeater sollte sich nun anmelden. War der Vorgang erfolgreich, zeigt die Basisstation im Bereich "DECT-Monitor" neben den angemeldeten Telefonen auch den Repeater an. Und damit ist die Einrichtung auch schon abgeschlossen. Einstellung der sonstigen DECT-Funktionen über die Basisstation
Einstellung der sonstigen DECT-Funktionen über die Basisstation

Beide FRITZ!Boxen können nun an ihren Bestimmungsort im Gebäude gestellt werden. Über das Webinterface kann der Nutzer prüfen, ob der Repeater eine Verbindung zur Basis hat. Anschließend braucht er nichts weiter zu tun. Die Telefone melden sich von nun an dort an, wo sie das beste Signal erhalten. Auch das Handover, also die Weitergabe von Station zu Station, sollte reibungslos klappen.

FRITZ!Box als WLAN-Repeater

Wer die zweite FRITZ!Box nicht zum Verstärken des DECT-Signals nutzen möchte, der kann auch die Reichweite des WLAN vergrößern. Dazu kann das Wireless Distribution System genutzt werden. Wie dessen Einrichtung vonstatten geht, beschreibt AVM im Service-Bereich ausführlich.

Mit der Funktion DECT-Repeater zeigt AVM erneut, dass es durchaus möglich ist ältere Hardware nicht nur weiterzupflegen, sondern sie auch per Firmware-Update um weitere Funktionen zu erweitern. Leider steht die Labor-Firmware mit dem DECT-Repeater nur der dritten Version der 7270 zu Verfügung. Besitzer der Versionen 1 und 2 müssen darauf verzichten. Aber auch sie können weitere neue Funktionen des Labors, wie in der Firmware-Beschreibung aufgelistet, nutzen.

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Jan Rähm
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RE: Wo ist der Unterschied zur 7270? spunk_ 30.11.11 17:14
RE: Wo ist der Unterschied zur 7270? sushiverweig. 30.11.11 16:42
RE: Wo ist der Unterschied zur 7270? interessiert. 30.11.11 15:51
RE: Wo ist der Unterschied zur 7270? sushiverweig. 30.11.11 14:04
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Quelle: teltarif.de: AGOF internet facts 2012-01, Erwachsene ab 14 Jahre