Tablet-Test

Aldi-Tablet im Test: Medion Lifetab S9512 mit Android 4.0

Android-Tablet mit viel Licht, aber auch ein wenig Schatten
AAA

Bei Lebensmittel-Discounter Aldi wird derzeit erneut ein Android-Tablet zum Verkauf angeboten. Es handelt sich dabei um das Medion Lifetab S9512, das in Sachen Design in der Tradition seiner beiden Vorgänger Lifetab P9514 und Lifetab P9516 steht, aber bei näherer Betrachtung doch eine Reihe von Unterschieden aufweist. So kommt zum ersten Mal ein Android-Tablet bei Aldi ohne ein integriertes 3G-Modem in den Handel. Das muss allerdings dem Spaß keinen Abbruch tun, denn nicht jeder benötigt eine Mobilfunk­schnitt­stelle in einem Tablet. Wir haben dem Medion Lifetab S9512, das in den Aldi-Nord-Filialen derzeit für günstige 299 Euro zu haben ist, im Test auf den Zahn gefühlt.

Medion LIFETAB S9512

Medion Lifetab S9512 im TestMedion Lifetab S9512 im Test Beim ersten Auspacken fällt direkt die dünne Bauform des neuen Aldi-Tablets auf. Mit 8,9 Millimeter ist das Lifetab S9512 deutlich dünner geraten als seine 1,3 Zentimeter dicken Vorgänger. Mit einem Gewicht von 580 Gramm ist das neue Tablet auch etwas leichter geworden und liegt angenehm in der Hand. Dazu trägt auch die leicht gummierte, graue Rückseite aus Kunststoff bei, die eine gute Haptik mitbringt. Angetrieben wird das Lifetab S9512 einem Dual-Core-Prozessor des Typs Texas Instruments OMAP 4430, der eine Taktfrequenz von 1 GHz aufweist und über 1 GB RAM verfügt. Der interne Speicherplatz ist mit 16 GB im Vergleich zu den vorherigen beiden Aldi-Tablets halbiert worden. Real nutzbar sind rund 13,5 GB.

Aktuelle Software und flotter Prozessor, aber kein 3G

Bei den Schnittstellen zeigt sich das neue Aldi-Tablet generös. An der linken Seite findet der Nutzer neben dem Power-Button nur einen 3,5-Millimeter-Audio-Anschluss, rechts hingegen protzt das Lifetab S9512 mit einem Micro-USB-Port - der auch als Host fungieren kann - , einem Micro-HDMI-Port sowie einem Kartenleser für Kamera und Anschlüsse des Medion Lifetab S9512Kamera und Anschlüsse des Medion Lifetab S9512 Speicherkarten mit bis zu 32 GB Kapazität. Zu guter Letzt wurde auch der proprietäre Anschluss für das Netzteil rechts platziert. Für drahtlose Verbindungen ist WLAN-n an Bord, auf eine Mobilfunk-Schnittstelle muss der Nutzer wie erwähnt verzichten.

Beim Betriebssystem des Medion Lifetab S9512 handelt es sich um die aktuellste Android-Version 4.0.4 Ice Cream Sandwich. Die Oberfläche wurde nicht tiefgreifend angepasst, vom Hersteller aber mit einigen Widgets und Bookmarks aufgepeppt, die meist zu Angeboten von Aldi oder anderen Shops führen. So gibt es bereits zum Start Apps für eBay, HRS oder die Aldi-Photo-App. Der ebenfalls mit einem Shortcut auf dem Startscreen angepriesene Lifestore funktioniert allerdings noch nicht. Nach dem Einrichten beim ersten Start bietet das Lifetab S9512 auch sofort ein Software-Update an, das über WLAN heruntergeladen und installiert werden kann. Das dauert inklusive Installation je nach Verbindung knapp zehn Minuten, dann ist das Aldi-Tablet auf dem neusten Stand.

Display-Auflösung könnte höher sein

Aldi-Tablet im Benchmark-TestAldi-Tablet im Benchmark-Test Die Plattform rund um den Prozessor von Texas Instruments spendiert dem Aldi-Tablet genügend Leistung, um die allermeisten Alltagsaufgaben flott und ohne Probleme erledigen zu können. Videos in HD, Spiele, Surfen mit mehreren Tabs - das alles meistert das Medion Lifetab S9512 ohne Beanstandung. In den üblichen Benchmark-Tests wird jedoch die Lücke deutlich, die sich im Vergleich zu neuen Quad-Core-Tablets und -Smartphones auftaucht. Das Aldi-Tablet liegt hier mit 2 023 Punkten im Quadrant-Benchmark und 4 898 Punkten bei AnTuTu im Mittelfeld, aber noch lange nicht an der Spitze. Zum Vergleich: Das Android-Smartphone HTC One X schaffte mit seinen vier Rechenkernen 4 854 Punkte bei Quadrant und 11 733 Punkte im AnTuTu-Test - ein deutlicher Abstand.

Beim Display des Medion Lifetab S9512 handelt es sich offenbar um das selbe 9,7 Zoll große IPS-Panel, das auch in den ersten beiden iPad-Generationen sowie dem HP Touchpad zum Einsatz kam. Die Auflösung von 1 024 mal 768 Pixel lockt in Zeiten von Retina-Displays und Full-HD-Bildschirmen zwar keinen Hund mehr hinter dem Ofen vor, dennoch ist die Darstellung auf dem Touchscreen-Display recht ordentlich gelungen. Die Helligkeiten und Farben sind gut, und auch die Blickwinkelstabilität passt. Bei kleinen Schriftarten und Details könnte das Tablet aber mehr Schärfe vertragen. Die Steuerung über den Touchscreen funktioniert tadellos und präzise.

Erfahren Sie auf der zweiten Seite, was für Zubehör Medion dem neuen Aldi-Tablet mit auf den Weg gibt, wie es um Soundqualität und Kamera bestellt ist und wie unser Fazit ausgefallen ist.

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