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Der "Chromecast" mit Firefox OS heißt Matchstick

Mozilla zeigt im Rahmen des Pepkom-Events eine Art Chromecast auf Basis von Firefox OS. Der Matchstick funktioniert derzeit jedoch nicht mit Firefox-OS-Handys, sondern Android- und iOS-Geräten.
Von der CES in Las Vegas berichtet
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Mozilla-StandMozilla-Stand im Rahmen des Pepkom-Events Zwar gibt es schon seit geraumer Zeit Smartphones, die auf dem Betriebs­system Firefox OS von Mozilla basieren. So richtig zum Fliegen kommt die Plattform bislang allerdings nicht. Selbst in Schwellen­ländern, für die die günstigen Handys vor allem produziert werden, greifen Interessenten eher zu einem preiswerten Android-Smartphone oder zu einem Windows Phone.

Auch in den bisherigen Tests der teltarif.de-Redaktion konnte Firefox OS nicht überzeugen. Das dürfte neben der Software aber auch den Geräten selbst geschuldet sein, die nur mit vergleichsweise schwacher Hardware ausgestattet sind. Dennoch hält Mozilla an der Plattform fest. LG hat vor kurzem ein neues Firefox-OS-Smartphone für den japanischen Markt veröffentlicht und der amerikanische Hersteller Yezz hat neben Android-Handys und Windows Phones jetzt auch Handhelds mit der Mozilla-Firmware im Programm.

Matchstick streamt Videos vom iPhone und Android-Handy

Es ist allerdings erklärtes Ziel von Mozilla, die Software künftig auf weitere Endgeräte zu bringen. So nutzt Panasonic das Betriebs­system für Smart-TV-Geräte. Aber auch für Interessenten, die ihren alten Fernseher nicht gleich durch ein neues Modell ersetzen möchten, gibt es ein passendes Produkt mit Firefox OS. So zeigte Mozilla auf seinem Stand im Rahmen des Pepkom-Events am Rande der Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas den Matchstick. Dabei handelt es sich um eine Art Chromecast auf Basis von Firefox OS.

MatchStickMatchstick Der Stick wird mit dem HDMI-Anschluss des Fernseher verbunden. Vom Smartphone, Tablet oder Notebook aus können Interessenten dann Video-Inhalte zum Matchstick und somit auf den Fernseher senden - ganz so wie vom Google Chromecast gewohnt. Das funktioniert allerdings derzeit nicht mit Firefox-OS-Handys, sondern im Zusammenspiel mit Handhelds, die auf den Betriebs­systemen iOS und Android basieren. In ersten Märkten sollen die Geräte bereits erhältlich sein. Dabei will der Hersteller die Vermarktung sukzessive erweitern.

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Mozilla will außerdem sein mobilen Betriebs­system auf Wearables wie Smartwatches bringen. Darüber hinaus soll die Firmware auf Haushalts­geräten Einzug halten. Bleibt zu hoffen, dass das System hier stabiler läuft als auf den von uns bislang getesteten Smartphones, wo sogar das einfache Abfragen von E-Mails teilweise eine Hürde dargestellt hat.
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