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Börsen-Voodoo: Zuckerberg spricht, Facebook-Aktie steigt

Facebook könnte ins Suchmaschinen-Geschäft einsteigen
Von mit Material von dpa
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Mobiles Geschäft für Facebook entscheidend.Mobiles Geschäft für Facebook entscheidend. Deutlich wie nie hat sich Facebook-Gründer Mark Zuckerberg zum mobilen Geschäft seines sozialen Netzwerks geäußert. In seinem ersten Interview seit dem verpatzten Börsengang im Mai hat Zuckerberg sogar die Anleger ein wenig versöhnt. Auf der vom US-Technologieblog TechCrunch veranstalteten "Disrupt"-Konferenz erläuterte er, dass das Augenmerk des sozialen Netzwerks auf dem mobilen Geschäft liege. Bislang sind hier die Werbeeinnahmen allerdings enttäuschend, was als Hauptgrund für den Einbruch der Aktie angesehen wird. Nach seinen Verlautbarungen stieg die Aktie über die Marke von 20 Dollar.

Zentrale Frage: Wie wird sich das mobile Geschäft entwicklen?

"In den nächsten drei bis fünf Jahren wird die zentrale Frage sein, wie gut wir uns im mobilen Bereich schlagen", sagte Zuckerberg. "Davon hängt die Entwicklung des Unternehmens ab." Facebook hatte erst im August seine viel kritisierte iPhone-App erneuert und arbeitet gerade an einer neuen Android-App. Ein genaues Datum, wann sie fertig ist, nannte Zuckerberg nicht.

Nach den Einlassungen des Facebook-Chefs und -Gründers stieg die Aktie nachbörslich um drei Prozent auf gut 20 Dollar. Das ist allerdings immer noch weit von den 38 Dollar entfernt, die das Papier beim Börsengang im Mai kostete. "Die Entwicklung der Aktie ist ganz offensichtlich enttäuschend", sagte Zuckerberg. Es sei aber nicht das erste Auf und Ab in der Geschichte des Unternehmens.

Ob der Einbruch der Aktie auf die Moral im Unternehmen drücke, wollte TechCrunch-Gründer Michael Arrington wissen, der das Interview auf der Bühne führte. "Klar ist das nicht gerade hilfreich", räumte Zuckerberg ein. "Vielleicht gehen einige Leute." Er persönlich halte es aber für eine großartige Zeit, um zum Unternehmen zu stoßen. Facebook arbeite an zahlreichen langfristigen Projekten, über die er aber nicht reden könne.

Zuckerberg will kein Facebook-Handy

Dem Bau eines eigenen Smartphones erteilte Zuckerberg indes abermals eine klare Absage. "Es wäre die total falsche Strategie für uns", sagte er. "Lasst uns mal annehmen, wir würden ein Telefon bauen, rein hypothetisch. Wir würden vielleicht 10 Millionen oder 20 Millionen Leute erreichen." Facebook wolle dagegen auf jedem Smartphone vertreten sein.

Laut dem Techblog Cnet soll Mark Zuckerberg auch angedeutet haben, dass Facebook sich zukünftig auch im Geschäftsfeld von Suchmaschinen betätigen könnte. Facebook beantworte jeden Tag eine Milliarde Suchanfragen, versuche jedoch zur Zeit nicht, die Ergebnisse für den Nutzer semantisch aufzubereiten. Zukünftig könnte eine Facebook-Suche auch Fragen beantworten. So könne der Nutzer nach Unternehmen fragen, ob Freunde in einem Unternehemen arbeiten, in dem der Nutzer arbeiten möchte. Facebook sei in der einzigartigen Position, solche Suchanfragen zu beantworten.

Eine längere Videoaufzeichnung des Interviews mit dem Facebook-Gründer Mark Zuckerberg ist auf der englischen Webseite von Techcrunch.com zu finden.

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