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Die Funktionen von Maemo 5 auf dem Nokia N90008.11.2009
16:32 Das Handy-Betriebssystem auf Linux-Basis ausprobiertInhaltsverzeichnis:1. Maemo: Das Linux-basierte Betriebssystem von Nokia2. Browser, Messaging und Organizer
Nachdem Nokia lange Zeit seine Smartphones mit dem
Symbian-Betriebssystem ausgestattet hat, überraschte das Unternehmen in diesem Jahr mit der Ankündigung, auf dem High-End Gerät
N900 das Betriebssystem Maemo einzusetzen. Den Verkaufsstart des N900 hat Nokia auf Ende November verschoben. Dieses System
wurde von Nokia im Jahr 2005 für das Internet Tablet
770 entwickelt. Die bisherigen Versionen von Maemo waren jedoch
nicht für die Telefonie-Nutzung in Mobilfunknetzen vorbereitet, so dass für einen drahtlosen Internetzugang
entweder WLAN oder ein geeignetes zusätzliches Mobiltelefon notwendig war.
nächste Seite: Browser, Messaging und Organizer
Grundlegendes rund um Maemo
![]() Maemo: Homescreen des N900 Maemo basiert auf dem Linux-Derivat Debian, welches auch auf sehr vielen Desktop-PCs zum Einsatz kommt. Nokia hat Maemo 5 jedoch um einen eigenen Desktop erweitert, das sogenannte Qt4 Hildon User Interface. Für Linux/Debian-Linux sind bereits jetzt Tausende von Anwendungen für fast jeden erdenklichen Bereich erhältlich. So können Entwickler problemlos existierende Programme auf Maemo portieren oder auch ganz neue Anwendungen erstellen. Mit Maemo hält ein relativ offenes System im Smartphone-Bereich Einzug, das dem Nutzer viele Möglichkeiten bietet, ohne dass das System dazu gehackt werden muss. Damit ist Maemo auf dem Nokia N900 im Vorteil gegenüber Betriebssystemen wie Android oder webOS. Auch eine bekannteste Beschränkung von Symbian für Entwickler fällt weg, nämlich das Signieren von Anwendungen. Allerdings birgt der Root-Zugang auch gewisse Sicherheitsrisiken, so dass man sich schon etwas mit Linux/Maemo auskennen sollte, bevor man zu tief in das Betriebssystem eingreift. Bereits ab Werk ist das N900 mit Maemo mit vielen wichtigen Anwendungen ausgestattet. Das Erste, das ein Nutzer sieht, wenn Maemo 5 auf einem Nokia N900 startet, ist einer von insgesamt vier Homescreens. Dabei kann jeder von ihnen mit Verknüpfungen (zum Beispiel zu Kontakten oder Anwendungen) und Widgets bestückt werden. Um zwischen den Homescreens zu wechseln, fährt der Nutzer einfach mit dem Finger über das Display. Weitere Bestandteile des Homescreens sind die Title- und Status-Bar. Die Title-Leiste zeigt standardmäßig an, in welchem Netz das Gerät eingebucht ist, die Status-Bar Informationen zum Batteriestatus, zur Empfangsstärke und zum WLAN-Empfang. Web-Browser
Allerdings ist es meist nicht möglich, Add-Ons für Firefox zu installieren, ohne diese auf Maemo zu portieren. Dies wird mit Sicherheit allerdings nur eine Frage der Zeit sein, bis zumindest populäre Add-Ons auf Maemo funktionieren. Google Gears oder Greasemonkey funktionieren schon jetzt mit dem Browser des Nokia N900. Der in Maemo 5 integrierte E-Mail-Client bietet fast die gleichen Funktionen wie die gängigen Desktop-Clients. Unterstützt werden POP3 und IMAP, wodurch auch Push-Mail möglich ist. Hinzu kommt noch die Unterstützung von HTML-Mails sowie von Microsoft Exchange. Telefon und KontakteObwohl Telefon und Kontakte eigenständige Applikationen sind, ist die Integration dieser beiden Programme sehr gut gelungen: Beide Programme greifen aufeinander zu. Sobald die Telefon-Anwendung gestartet wird, erhält der Nutzer eine Übersicht über die zuletzt getätigten Telefonate. Über den Menüeintrag "Optionen" erhält er Zugang zum Telefon-Protokoll, den VoIP- oder Instant-Messaging-Einstellungen und zum sogenannten Turning-Control. Hiermit kann der Nutzer einstellen, dass die Telefon-Anwendung gestartet wird, sobald er das Gerät um dessen vertikale Achse dreht. Zu loben ist die nahtlose Integration von VoIP in das System. Unter Maemo 5 macht es keinen Unterschied, ob ein Anruf über das Mobilfunknetz oder über VoIP abgewickelt wird.
Auf der folgenden Seite finden Sie die wichtigsten Funktionen, die bei Maemo
bereits intergriert sind.
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