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Lufthansa: Breitband an Bord, aber Handy bleibt stumm

Außerdem neue Kooperation mit Facebook und Twitter
Von dpa /
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Die Lufthansa wird ihren Passagieren auf der Langstrecke künftig wieder das Internet-Surfen über den Wolken ermöglichen. Das eigene Handy sollen die Gäste aber weiterhin nicht zum Telefonieren nutzen können. Der Grund: Umfragen zufolge wollen die Fluggäste Ruhe an Bord und nicht von Telefonaten des Sitznachbars belästigt werden.

Als erste Fluggesellschaft der Welt unterzeichnete Lufthansa heute einen Kooperationsvertrag mit Panasonic Avionics Corporation. Das Unternehmen will als zunächst einziger Anbieter Flugzeuge mit Breitband-Internet auch über den Meeren versorgen. Dazu werden Satelliten genutzt. "Kunden sitzen bei Lufthansa in der Königsklasse der Kommunikation", erklärte Lufthansa-Chef Wolfgang Mayrhuber. Breitband im Flugzeug: So funktioniert'sBreitband im Flugzeug

Ein vergleichbares System hatte der Flugzeugbauer Boeing Ende 2006 aus wirtschaftlichen Gründen eingestellt, so dass auch Lufthansa ihren Internet-Dienst einstellen musste. Damals zählte Lufthansa in zuletzt 69 entsprechend ausgerüsteten Maschinen rund 30 000 Nutzer pro Monat.

Mit der neuen Technik sollen im kommenden Jahr zunächst rund 50 Langstreckenmaschinen ausgestattet werden. Der Startschuss nach einer Testphase ist für die zweite Jahreshälfte geplant. Lufthansa kann dabei teils auf Technik zurückgreifen, die bereits für das Boeing-System installiert worden war.

Preise wurden noch nicht genannt

Die genauen Kosten für die Kunden stehen noch nicht fest. Sie sollen sich aber am früheren Angebot - etwa zehn Dollar pro Stunde oder Flatrates - orientieren. Langfristig will Lufthansa prüfen, ob das System auch für Kurz- und Mittelstrecken nutzbar ist.

Mit der kabellosen Breitband-Versorgung können Passagiere dann beispielsweise von ihrem Platz aus mit Laptops im Internet surfen, Mails lesen und schreiben oder Videoclips sehen. Zudem ist die Nutzung des Internets inzwischen mit diversen Mobiltelefonen möglich, auch das Senden von SMS-Kurznachrichten wird unterstützt.

Technisch wäre dann auch das Telefonieren mit dem Handy an Bord jederzeit möglich - doch diese Funktion will Lufthansa blockieren. "Grundsätzlich wollen wir Ruhe an Bord haben", sagte Mayrhuber. Er verwies auf Umfragen unter Gästen, wonach sowohl das Telefonverbot am Platz als auch das Rauchverbot erwünscht seien. Als Alternative zum eigenen Handy gebe es außerdem in den Maschinen eine Art Telefonzelle.

MySkyStatus zeigt die Flugstrecke in Facebook und Twitter an

Ein weiterer neuer Service der Lufthansa nennt sich MySkyStatus. Dabei können Fluggäste ihre aktuelle Position in der Luft auf ihrem Profil bei Facebook oder Twitter anzeigen lassen. Dazu muss auf der entsprechenden Homepage lediglich der Flug ausgewählt werden, dann können Freunde bei Facebook und Twitter jederzeit verfolgen, wo sich das Flugzeug gerade befindet.