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| Festnetz | Internet | Mobilfunk | Handy & Co. | Meldung | Meinung | Service | teltarif.de | 20.03.2010 |
Auf dem heute bis Mittwoch stattfinden LTE World Summit in
Berlin ließen die Redner der heutigen Keynotes keinen Zweifel daran, dass
LTE das kommende Erfolgsmodell für den Mobilfunk ist. Sowohl Marc Fossier
von France Télécom, als auch Klaus-Jürgen Krath von T-Mobile betonten, dass die Evolution der
Mobilfunknetze zu LTE notwendig ist, um
zum einen die steigende Nachfrage im Datenbereich zu bedienen und zum
anderen die Kosten zu senken. Dabei sei es wichtig, einfach zu bleiben,
die Kunden wünschten leicht handhabbare Lösungen. Überhaupt sollen die
Nutzer und ihre Bedürfnisse bei der Entwicklung neuer Dienste stärker in
den Mittelpunkt rücken. Dies schlage sich auch im Bereich der Endgeräte
nieder, in kurzer Zeit werden wir ganz neue Geräteklassen sehen. Das
Stichwort ist inzwischen nicht mehr nur Konvergenz, sondern auch
nutzerbezogene Dienste. Diese sollen den Kunden immer und überall zur
Verfügung stehen.
Laut Fossier liegt in Frankreich der Anteil der über IP-Lösungen abgewickelten Sprachtelefonie bereits bei 40 Prozent. Allerdings räumte Fossier sein, dass derzeit noch nicht geklärt sei, wie man bei LTE mit Sprache verfahre. Es sei beispielsweise der Rückgriff auf UMTS/GSM möglich, was nicht besonders elegant, aber durchaus möglich sei. Klaus-Jürgen Krath belegte anhand einer Übersicht ebenfalls, dass es auf die Endgeräte ankäme - wenn man das erste iPhone-Modell bei 100 Prozent Zunahme der Datennutzung beim jeweiligen Nutzer ansetze, kämen Geräte wie das Nokia N95 auf ganze 20 Prozent mehr Datentraffic, das iPhone 3G aber auf 200 Prozent mehr Datennutzung. Dabei konnte das iPhone 2G gerade mal EDGE.
Zunehmender Traffic, aber sinkende Preise
Ulf Ewaldsson von Ericsson stellte in seinem Vortrag heraus, dass LTE für den Hersteller bereits Fakt sei, man habe im vergangenen Jahr bereits angefangen, LTE-Technik an die Netzbetreiber auszuliefern. Dennoch sprang er in seiner Präsentation zu den Anfängen des Mobilfunks zurück, wie wir ihn heute kennen. Ewaldsson betonte, dass zu der Zeit, in der man GSM standardisiert hatte und mit dem Aufbau erster GSM-Netze begann, kaum vorstellbar gewesen wäre, dass das mobile Telefonieren binnen weniger Jahre einen solchen Boom erleben würde. Bei der Vorstellung, dass irgendwann jeder Mensch ein Handy haben würde, hätten die Experten abgewinkt, weil sie erwarteten, dass die Kapazitäten in den Mobilfunknetzen dafür niemals ausreichen würden. Und dann sei bekanntlich alles anders gekommen.
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