LTE

Niedersachsen: Ländlicher LTE-Ausbau geschafft, Städte folgen

Gut 90 Prozent der bislang unterversorgten Gebiete mit Zugriff auf LTE
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Niedersachsen: Ländlicher LTE-Ausbau geschafft, Städte folgenLTE-Ausbau in Niedersachsen schreitet voran Mit der Bekanntgabe, dass die Mobilfunkbetreiber Telekom, Vodafone und o2 ihre Verpflichtungen hinsichtlich des Ausbaus von LTE (Long Term Evolution) in den ländlichen Gebieten in Niedersachsen erfüllt haben und nun der Ausbau auch in größeren Städten des Landes beginnen könne, gab Niedersachsens Wirtschaftsminister Jörg Bode den Startschuss für die zweite Ausbauphase des schnellen Mobilfunkstandards in der Region. "Jetzt kann dieser hoch leistungsfähige Mobilfunkstandard auch in den größeren Städten ausgebaut und von Bürgern und Unternehmen genutzt werden," so der Minister.

Laut Überprüfungen der Bundesnetzagentur haben in Niedersachsen nun mindestens 90 Prozent der Gemeinden, die bislang ohne Breitband-Internet-Versorgung waren, Zugriff auf den neuen Mobilfunkstandard. Somit haben die Provider die bei der Versteigerung der Frequenzen im Mai 2010 durch die Bundesnetzagentur geknüpften Bedingungen an den LTE-Ausbau erfüllt. Diese besagen, dass im Zuge der Digitalen Dividende zunächst die sogenannten "weißen Flecken" Deutschlands, also die nicht mit DSL-versorgten Gebiete, mit Breitband-Internet via LTE erschlossen werden müssen. Der geplante LTE-Ausbau schreitet stetig voran - nicht einmal zwei Jahre nach der Frequenzversteigerung ist der Ausbau der Netze schon weit fortgeschritten. Das liegt nicht zuletzt daran, dass die Netzbetreiber die neue Technologie LTE auf der vorhandenen UMTS-Infrastruktur aufbauen können. Neue Masten mussten also kaum gebaut werden.

Ausbauverpflichtung ist jetzt erfüllt

Niedersachsen ist nach Bayern das flächenmäßig größte Bundesland in Deutschland. Entsprechend umfangreich gestaltete sich nach Bode auch der Ausbau des LTE-Netzes in dieser Region. Nun soll die zweite, lukrativere Phase in den Städten und Ballungsgebieten beginnen. "Der Ausbau muss von den Mobilfunkanbietern nun in derselben Geschwindigkeit auf dem Land und in den Städten weiter voran getrieben werden," so der Minister.

LTE ist oftmals die einzige Möglichkeit Bewohner in weniger dicht besiedeltem Raum mit Breitband-Internet zu versorgen. Der neue Mobilfunkstandard, auch als 4G bekannt, ist weitaus flexibler als der Vorgänger UMTS, da die Funkzellen verschiedene Bandbreiten nutzen können. So können bereits mit der kleinstmöglichen Frequenzausstattung Datentransfers in DSL-Tempo ermöglicht werden. Nutzen Zellen gar die größtmögliche Bandbreite, können sogar Geschwindigkeiten deutlich über 100 MBit/s erreicht werden. Weiterer Vorteil der ehemaligen Rundfunkfrequenzen - der so genannten 800er-Frequenzen - ist ihre hohe Reichweite, die es ermöglicht, auch große Flächen abzudecken.

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