Messreihe

LTE auf dem Prüfstand: Mobilfunkbelastung nur leicht gestiegen

Gesamte Mobilfunkimmission unter den deutschen Grenzwerten
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Das Informationszentrum Mobilfunk e.V. (IZMF) hat die ersten Ergebnisse der bundesweiten LTE-Messreihe für die Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt. Demnach führe der Regelbetrieb von LTE (Long Term Evolution) nur zu einem geringfügigem Anstieg der Mobilfunkimmissionen. Die Werte liegen weiterhin unter dem hierzulande geltenden Grenzwerten. Die Studie wurden von dem IZMF bei dem Institut für Mobil- und Satellitenfunktechnik (IMST GmbH) in Auftrag gegeben. Dabei wurde das Institut von den Landesumweltministerien aller Bundesländer sowie dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) unterstützt. Die Messungen wurden von dem IMST an 16 LTE-Basisstationen im Regelbetrieb unter dem Motto "Sicherheit durch Transparenz – LTE auf dem Prüfstand" durchgeführt. Für die Untersuchung wurden dabei die Frequenzbänder um 1,8 GHz und 800 MHz genutzt.

LTE auf dem PrüfstandLTE auf dem Prüfstand Außerdem wurde die Immission der Mobilfunk-Standards GSM und/oder UMTS gemessen, da diese in den jeweiligen Mobilfunkanlagen bereits installiert waren. Schlussfolgernd konnte daraus auch die gesamte Immission aller Mobilfunk-Standards erfasst werden. Im Herbst des vergangenen Jahres sind die Ergebnisse an 91 Messpunkten gesammelt worden. Dabei wurde vor allem ein Auge auf die Untersuchung der elektromagnetischen Felder in besiedelten Bereichen und in Nähe von Schulen sowie Kitas geworfen. Die Geschäftsführerin des IZMF Dagmar Wiebusch sagt: "Das sind Orte, die die Menschen besonders interessieren."

Ergebnis: LTE-Immissionen etwa gleiche Größe wie bei GSM und UMTS

Bundesweite LTE-MessreiheBundesweite LTE-Messreihe Für das gesamte Messergebnis lässt sich laut IZMF festhalten, dass die Immissionen sowohl von den LTE-Sendeanlagen, als auch bei den GSM- oder UMTS-Anlagen in einer gleichen Größenordnung vorzufinden sind. Insgesamt ergibt sich nur eine sehr leichte Erhöhung der Gesamtimmission.

Die Messergebnisse zeigen auch: Der Abstand zu einer Mobilfunkanlage kann nicht als zuverlässiges Maß für die Einschätzung der Immissionen gesehen werden. Der Leiter des IMST-Prüfzentrums Dr. Christian Bornkessel erläutert: "Bei der Betrachtung der an einem Messpunkt ermittelten Immissionen darf man die Einflussfaktoren nie isoliert betrachten. Man muss Besonderheiten wie Montagehöhe, Ausrichtung und Neigungswinkel der Antennen, die Bebauung in der Umgebung sowie andere am Messort vorhandene Funksysteme kennen und ihre Einflüsse berücksichtigen."

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