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LTE-Entwicklung: Versuch mit LTE-LAA erfolgreich

Qualcomm und Deutsche Telekom haben gemeinsam erfolgreich LTE-LAA im 5-GHz-Spektrum getestet. Durch die Zusammenlegung von lizenzierten und unlizenzierten Frequenzbändern soll eine bessere Mobilfunkversorgung erreicht werden.
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Durch die LTE-Weiterentwicklung LTE-LAA wollen Netzbetreiber die Mobilfunk-Versorgung verbessernDurch die LTE-Weiterentwicklung LTE-LAA wollen Netzbetreiber die Mobilfunk-Versorgung verbessern Bereits seit einiger Zeit arbeiten Netzausrüster und Telekommunkationsanbieter an der Weiterentwicklung von LTE. Ein Ansatz ist die Technik Licensed Assisted Access (LAA). Bei LTE-LAA können durch die Zusammenlegung von lizenzierten und unlizenzierten Frequenzbändern in den Mobilfunknetzen sowohl die Breitbandabdeckung erhöht als auch Netzwerkkapazitäten steigert werden. Außerdem garantiere LTE-LAA eine faire Koexistenz mit WLAN im unlizenzierten Spektrum. Hier gab es nämlich Bedenken der WLAN-Router-Hersteller, die eine Konkurrenz der Netzbetreiber im 5-GHz-Spektrum fürchteten, wenn die Netzbetreiber mit ihrer neuen LTE-Technologie diese Frequenzen überlasten würden. Genau diese Bedenken möchten die Netzbetreiber und -ausrüster mit ihren aktuellen Versuchen ausräumen.

Nicht nur Ericsson will LTE-LAA für die Verbesserung des Mobilfunk-Empfangs in Gebäuden nutzen, auch Qualcomm und die Deutsche Telekom arbeiten gemeinsam an der Weiterentwicklung von LTE. LAA bringe die Vorteile von 4G LTE Advanced ins unlizenzierte Spektrum, teilen die Telekom und Qualcomm in einer gemeinsamen Presseerklärung mit. Diese Koexistenz von lizenziertem und unlizenziertem Spektrum sei ein weiterer Schritt von 4G LTE in Richtung einer einheitlichen 5G-Plattform, die von Beginn an eine native Unterstützung bei der Aggregation des unlizenzierten Spektrums bieten soll.

LAA als Schlüsseltechnologie

LAA ist eine der neuen Erweiterungen der LTE Advanced Pro Standards, die im 3GPP Release 13 entwickelt wurden. Die Erweiterung soll im ersten Halbjahr 2016 verfügbar sein. Eine Over-The-Air-Testphase von LTE-LAA wurde am 20. November 2015 in Nürnberg abgeschlossen. Bei dem drei Wochen dauernden Test hatte Qualcomm die Ausrüstung geliefert, mit der das LTE-Netz der Telekom in zahlreichen Knotenpunkten mit dem unlizenzierten 5-GHz-Spektrum erweitert wurde.

Zahlreiche Messungen hätten gezeigt, dass durch die neue Technik die Netzabdeckung und der Datendurchsatz entscheidend verbessert werden können. Dabei war eine nahtlose Übergabe zwischen den verschiedenen Funktechnologien möglich.

LAA sei eine der Schlüsseltechnologien, die dabei helfen werde, den wachsenden Bedarf nach mobilen Daten zu befriedigen und eine bessere Verfügbarkeit sicherzustellen, erklärt Bruno Jacobfeuerborn, CTO bei der Deutschen Telekom. Matt Grob, CTO und Vizepräsident von Qualcomm bekräftigt, dass der abgeschlossene LTE-LAA-Test ein Meilenstein sei, der zeigen würde, wie Verbraucher bald von besseren Mobilfunk-Netzen profitieren könnten.

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