Erschreckend: 42 Prozent der Deutschen kennen LTE nicht
18.09.2012 17:19
Ratschlag: Anbieter sollen Vorteile von LTE deutlicher herausstellen
Von mit Material von dpa
 Studie: 42 Prozent der Deutschen kennen LTE überhaupt nicht
Mit der wachsenden Verbreitung mobiler Geräte wie
Smartphones und Tablets wird die Qualität des Netzes für viele Nutzer
immer wichtiger - doch der neue Turbo-Standard LTE ist in Deutschland
noch weitgehend unbekannt. Das ist das Ergebnis einer Studie des
Beratungsunternehmens Deloitte. "Anbieter müssen die Vorteile von LTE
deutlicher herausstellen", sagte Andreas Gentner, Europa-Leiter von
Deloitte. "Denn erst wenn Nutzern der Mehrwert von LTE erkennbar ist,
wird sich auch das Interesse erhöhen."
Nur 17 Prozent der Befragten interessieren sich demnach für
LTE-Dienste oder Geräte, die diesen Standard unterstützen. 42 Prozent
der Befragten kennen den Standard "Long Term Evolution" nicht einmal.
Am größten ist das Interesse mit 24 Prozent unter den 18- bis
34-Jährigen.
Datenmenge in mobilen Netzen wird rasant zunehmen
Ob Fotos, Videos oder Live-Streams - die Menge an Daten, die mobil
gesendet und ausgetauscht wird, nimmt mit der Verbreitung mobiler
Internet-Geräte rasant zu. Die großen Netzprovider haben deshalb hohe
Summen in den Ausbau des schnellen Mobilfunkstandards gesteckt und
arbeiten derzeit mit Hochdruck daran, LTE so zügig wie möglich
flächendeckend anzubieten. Zuletzt war allerdings die
Bundesnetzagentur als Bremsklotz ins Fadenkreuz der Kritik geraten:
Dort sollen rund 10 000 Genehmigungen für neue Richtfunkstrecken noch
unbearbeitet sein.
Zum Thema wurde LTE vor wenigen Tagen auch durch die Vorstellung
des neuen iPhone 5 von Apple. Das Gerät wird in Deutschland LTE
lediglich auf der Funkfrequenz 1 800 Megahertz unterstützen, die die
Telekom momentan als einziger Provider anbietet, und das auch nur in größeren Städten.
Der Studie zufolge, für die Deloitte über 2 000 Mobilfunkkunden
befragt hat, sind Smartphones als Wachstumstreiber im Mobilfunk
derzeit lediglich in der Gruppe der 18- bis 34-Jährigen verbreiteter
als traditionelle einfache Mobiltelefone. In den übrigen
Altersgruppen dominierten derzeit in Deutschland noch die klassischen
Handys. Unter den Nutzern über 55 Jahre sei der Anteil der
Smartphones allerdings in diesem Jahr um 225 Prozent gestiegen.
Trotz ebenfalls hoher Zuwachsraten blieben Tablets dagegen weiter
eine nur ergänzende Produktkategorie, so die Marktbeobachter. Unter
den 18- bis 34-Jährigen erreiche die Verbreitung einen Wert von 17 Prozent. Kommendes Jahr wollten sich weitere 16 Prozent der Verbraucher ein Tablet anschaffen.
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