Fragwürdige Online-Shops: LKA-Chef warnt vor blauäugigem Kauf
07.12.2012 10:18
Die Verfolgung der dubiosen Anbieter ist schwierig
Von dpa /
 Augen auf beim Online-Kauf
Der Chef des Landeskriminalamtes
Baden-Württemberg warnt vor blauäugigem Kauf von vermeintlich
supergünstigen Angeboten im Internet. "Zurzeit boomt der Einkauf in
den Online-Shops. Dies ruft viele Betrüger auf den Plan", sagte
LKA-Chef Dieter Schneider in Stuttgart.
Zum einen trieben sogenannte Fake-Shops (Betrugs-Geschäfte) ihr
Unwesen, die Schnäppchen anbieten. "Den Betreibern dieser nur als
Webseite existenten angeblichen Verkaufsshops geht es nur darum, ein
schnelles Geschäft zu machen, um dann wieder von der Bildfläche zu
verschwinden", sagte Schneider. Sie kassierten den Verkaufspreis,
lieferten aber die bestellte Ware nicht oder nur minderwertige Ware.
"Sobald man ihnen auf die Schliche kommt und ihre betrügerischen
Verkaufsangebote vom Netz nimmt, machen sie mit einer neuen Webseite
und einem neuen wohlklingenden Shopnamen sofort weiter."
Eine andere Variante des Warenbetrugs sei der Einzelverkäufer in
Internetauktionshäusern oder mit Online-Kleinanzeigen, der unter
falschen Namen auftrete. "Auch er bietet Waren zu supergünstigen,
aber unrealistischen Preisen an und liefert meist ebenfalls nicht",
sagte Schneider. In einem aktuell ermittelten Fall habe sich ein
solcher Betrüger 30 falscher Identitäten bedient. Einer Umfrage des
IT-Branchenverbands Bitkom zufolge wurde schon jeder achte Befragte
(6,5 Millionen) Opfer eines Betrugs beim Online-Shopping.
Zahl der Anzeigen rückläufig, Betrug aber nicht
Die bei der Polizei angezeigten Betrügereien gingen zwar zurück,
sagte Schneider. Aber: "Das entspricht nicht der realen Entwicklung.
Wir müssen davon ausgehen, dass sehr viele Opfer den Schaden nicht
melden." Dies sei Wasser auf die Mühlen der Betrüger, denn die
machten ungehindert weiter. Dabei sei die Chance, Internetbetrügern
das Handwerk zu legen, relativ hoch. "Rund 90 Prozent der angezeigten
Internet-Betrugsfälle konnten aufgeklärt werden", sagte Schneider. Er
riet Opfern, alle Unterlagen und Kontaktdaten zum Geschäft zu sichern
und - wenn es geht - auch Screenshots zu machen.
Noch besser sei natürlich, sich vor dem Kauf über die Seriosität
des Verkäufers zu erkundigen - zum Beispiel den Namen des Anbieters
zu googeln. Es sei aber schwer, Fake-Shops zu erkennen. Schneiders
wichtigste Empfehlung: "Lassen Sie sich nicht von besonders
lukrativen Angeboten überrumpeln." Wenn technische Geräte in den
Geschäften 5 000 Euro kosteten und im Internet für 2 000 Euro angeboten
werden, stimme vielleicht etwas nicht. "Statt blindem Vertrauen ist
der gesunde Menschenverstand und eine Portion Misstrauen gefragt."
Weitere Meldungen zum Thema Online-Shopping 
Anzeige:
Meinungen und Erfahrungen der Community:
 Daten werden geladen ...
Weitere News vom 07.12.2012:
- LG: Google hat zu wenige Exemplare des Nexus 4 bestellt
- Verbraucherzentrale verklagt Facebook wegen Datenweitergabe
- Toshiba AT300SE: Neues Android-4.1-Tablet vorgestellt
- Falsche Tarifansage: Bundesnetzagentur mahnt 010040 ab
- Anbieterwechsel: Höchstens ein Tag Unterbrechung erlaubt
- Wettbewerber werfen Telekom Behinderung beim DSL-Ausbau vor
- Apple iPhone künftig auch bei T-Mobile USA erhältlich
- Eurograbber: Online-Banking-Betrüger rauben 36 Millionen Euro
- o2 bringt Femtozellen für Geschäftskunden auf den Markt
- Tele-Columbus-Übernahme durch KDG: Kartellamt hat Bedenken
- Schulbuchverlage kassieren für Aus des Schultrojaners
- Telekom will massiv in LTE und Glasfaser investieren
- Fragwürdige Online-Shops: LKA-Chef warnt vor blauäugigem Kauf
- Google Nexus 4: Das Android-Flaggschiff von LG im Test
- Alle Meldungen aus der Kalenderwoche, aus der auch obige Meldung ist
- Alle Meldungen der letzten sieben Tage
|
 |
Gefahren im Netz
Erste Hilfe:
Aktuelle News zum Thema:
Forum und Diskussion
Weitere Informationen:
Aktuelle News zum Thema:
eCommerce-Forum
Günstig surfen
Schnell surfen
Tipps und Tricks
Internet-Ratgeber
Internet-Dienste
Internet-Anbieter
DSL: Telekom, Vodafone, 1&1, o2, congstar, Tele2, easybell, M-net, NetCologne, Ewe Tel
Kabel: Kabel Deutschland, Unitymedia, KabelBW
Schmalband: avivo, meome, 1click2, KlaTro, Flashnet
Alle Firmen in der Übersicht
|