Erster Eindruck

LG X screen im Hands-On: Günstiges Handy mit zweitem Display

Das LG X screen ist eines der günstigen Modelle, die LG auf dem Mobile World Congress im Gepäck hat. Wir haben das Smartphone mit dem Second Screen und Android Marshmallow im Hands-On ausprobiert.
Vom Mobile World Congress in Barcelona berichtet
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LG X screen im Hands-On: Günstiges Handy mit zweitem DisplayLG X screen im Hands-On
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Im Zuge des Mobile World Congress hat LG neben seinem neuen Premium-Smartphone LG G5 (zum Hands-On) auch einige neue Modelle der Mittelklasse vorgestellt. Eines davon ist das LG X screen, das seinen Namen aufgrund des Second Screens erhalten hat. Einen solchen hat der Hersteller erstmals beim LG V10 eingeführt, das wir uns in einem Test bereits näher angesehen haben. Das LG X screen ist im Vergleich zum V10 allerdings deutlich günstiger. Wir haben uns den Neuling auf der Messe näher angesehen.

Glasrückseite und Second Screen

LG X Screen
Das Vorserienmodell des LG X screen macht auf den ersten Blick einen guten Eindruck und ist mit seinem 5 Zoll großen IPS-Screen auch vergleichsweise kompakt (Maße: 142,6 mal 71,8 mal 7,1 Millimeter). Die Rückseite besteht aus Glas, der Rahmen ist allerdings aus Kunststoff gefertigt und deutet den Metall-Look lediglich an. Die Verarbeitung ist gut, nur an wenigen Stellen hätte LG etwas sorgfältiger arbeiten können. Große Lücken oder Spalten finden sich aber nicht.

Den Rear Key, wie ihn viele LG-Modelle mittlerweile haben, sucht man beim X screen vergebens. Stattdessen findet sich wieder die klassische Tastenanordnung an den Gehäuserändern. An der rechten Seite befindet sich zu oberst der Einschub für die SIM-Karte und die microSD-Karte zur Speichererweiterung. Direkt darunter wurde der Power-Button platziert. Die Tasten zur Einstellung der Lautstärke sind linksseitig angebracht und haben einen guten Druckpunkt.

LG X screen im Hands-On: Günstiges Handy mit zweitem Display
Rückseite besteht aus Glas
Im Bildschirm des X screen liegt die Besonderheit des Gerätes. Weniger spektakulär ist der Hauptscreen mit seiner HD-Auflösung. Das Augenmerk liegt stattdessen auf dem sogenannten Second Screen, der am oberen Displayrand platziert ist und bei einer Diagonale von 1,8 Zoll 520 mal 80 Pixel auflöst. Auf dem Second Screen lassen sich Kurzlinks zu wichtigen Apps ablegen aber auch Nachrichten über eingegangene Anrufe, bevorstehende Termine oder ähnliches anzeigen. Zudem haben Nutzer die Möglichkeit, eine individuelle Signatur festzulegen, die auf dem schmalen Zusatzdisplay angezeigt wird. Sichtbar sind die Hinweise dank der Always-On-Funktion auch dann, wenn der Hauptscreen ausgeschaltet ist, was den Akku weniger belasten soll.

Die Darstellung des großen HD-Bildschirms ist in Ordnung. Bei genauem Hinsehen lassen sich einzelne Pixel zwar erkennen, doch wirkt der Screen insgesamt scharf genug. Farben werden natürlich dargestellt und der Blickwinkel ist stabil.

LG X screen im Hands-On: Günstiges Handy mit zweitem Display
Second-Screen-Vergleich: LG V10 (links) und LG X screen (rechts)

Android Marshmallow und aufgeräumtes System

LG liefert das X screen mit Android 6.0.1 Marshmallow aus. Das System wirkt sehr aufgeräumt, unnötige Apps finden sich nicht. Dennoch sind von den 16 GB Speicher zum Start bereits gut 6 GB belegt. Nutzern stehen somit gerade noch 9,99 GB zur freien Verfügung. Auf Wunsch lässt sich der Speicher per microSD-Karte erweitern.

Herzstück des LG X screen ist ein 1,2-GHz-Quad-Core-Prozessor, dem 2 GB Arbeitsspeicher zur Seite stehen. Um welchen Chip es sich dabei genau handelt, gab LG nicht bekannt. Allerdings lässt die geringe Taktrate und die "nur" vier Kernen darauf schließen, dass die Leistung des SoC sich im Bereich der Mittelklasse bewegen wird. In unserem ersten Test wurden Apps immerhin schnell geöffnet und das Scrollen durch das Menü gelang flüssig. Abzuwarten bleibt, wie das LG X screen umfangreichere Aufgaben meistern wird.

LG X screen im Hands-On: Günstiges Handy mit zweitem Display
Kamera-App mit einfachem Aufbau
Das LG X screen verfügt über eine Hauptkamera mit 13 Megapixel und LED-Blitz sowie eine 8-Megapixel-Frontkamera, die neben dem Second Screen platziert ist. Der Aufbau der Kamera-App ist sehr einfach. Nutzer finden sich somit zwar schnell zurecht, die App bietet ihnen aber auch nur wenige Einstellungsmöglichkeiten. Es gibt lediglich zwei Modi (Panorama und Automatik), ein Profi-Modus fehlt gänzlich. Für Foto-Freunde ist das LG X screen daher wenig geeignet.

In Sachen Internet stehen dem Nutzer WLAN-n oder wahlweise auch UMTS/HSPA+ und LTE Cat.4 bereit. Via Mobilfunk sind somit bis zu 150 MBit/s im Downstream möglich. Der Akku hat eine Kapazität von 2300 mAh und ist fest im 7,1 Millimeter dünnem Gehäuse eingebaut.

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Ein Blick auf die Tastatur

LG X screen: Einfach, aber gut

Das LG X screen kommt ohne viel Schnickschnack aus, bietet stattdessen eine solide Ausstattung zum günstigen Preis. 249 Euro soll das Smartphone laut Hersteller kosten, der Verkaufsstart ist voraussichtlich für Ende April geplant. DasX screen eignet sich für normale Smartphone-Nutzer, die häufig Informationen auf ihrem Gerät abrufen müssen. Für Gaming-Fans und Heavy-User ist das X screen hingegen nicht geeignet, da es schlichtweg zu wenige Reserven bietet.

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