Auftrieb bei LG
Das südkoreanische Unternehmen LG Electronics hat
dank einer steigenden Nachfrage nach teureren TV-Geräten und eines
erstarkten Handy-Geschäfts wieder schwarze Zahlen geschrieben. Nach
zwei Verlustquartalen wurde im ersten Vierteljahr 2012 ein
konzernweiter Überschuss von 243 Milliarden Won
(etwa 161,3 Millionen Euro) erzielt. Die Erwartungen
der Analysten wurden somit um über 50 Milliarden Won übertroffen.
Das teilte der zweitgrößte Fernseh- und fünftgrößte
Handyhersteller heute mit.
Der Umsatz ging dagegen um sieben Prozent
auf 12,2 Billionen Won zurück. Der operative Gewinn fiel mit
448 Milliarden Won mehr als drei Mal so hoch wie der
Vorjahreswert von 131 Milliarden Won aus.
Smartphones treiben das Geschäft voran
Das Unternehmen profitierte besonders im heimischen Markt vom
Wachstum bei Smartphones. Allerdings schaffte LG erst
vergleichsweise spät den Sprung zum Hersteller technisch anspruchsvoller
Geräte dieser Klasse. "Obwohl die Gesamtnachfrage nach Handys
voraussichtlich nicht schnell zunehmen wird, so wird doch ein
konstanter Zuwachs im Smartphone-Markt erwartet", hieß es zum
Ausblick auf das zweite Quartal. LG setzt dabei besonders auf Geräte
mit der schnelleren Übertragungstechnik LTE.
Bereits im vergangenem Jahr war es LG gelungen, mit 17,7 Millionen verkauften
Geräten wieder einen höheren Handyabsatz zu erzielen. Trotz dieser
Zahlen war der Gewinn unterm Strich jedoch niedriger ausgefallen als erwartet.
Im aktuellen Quartal ist die Anzahl der verkauften Handys wieder
auf 13,7 Millionen Einheiten zurückgegangen. Grund hierfür ist
vor allem die wachsende Konkurrenz im Billigsegment wie beispielsweise ZTE und Huawei.
LG will in diesem Jahr der größte Anbieter von 3D-Fernsehern
werden. Allein in Südkorea rechnet der Rivale des heimischen
Anbieters Samsung Electronics, dass 80 Prozent der neuen Produkte auf
3D-Geräte entfallen werden. Einen Nachfrageschub erwarten die
Hersteller von internetfähigen 3D-Fernsehern (Smart-TV) vor allem
von sportlichen Großereignissen wie den Olympischen Spielen in London.
Hier rechnet der Hersteller mit einem gesteigerten TV-Absatz um 20 Prozent
auf 30 Millionen Geräte, im 3D-Bereich sogar mit einer Ausweitung auf 25 Prozent.