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LG Optimus Vu: Smartphone-Tablet-Mischling im kurzen Test

Ungewohntes Display-Format auf den ersten Blick wenig sinnvoll
AAA

Ausprobiert: LG Optimus VuAusprobiert: LG Optimus Vu Mit dem Optimus Vu stellte LG auf dem Mobile World Congress 2012 (MWC) in Barcelona ein Gerät vor, das sich zwischen den Kategorien Smartphone und Tablet bewegt. Dabei geht das Optimus Vu in die Richtung, die Samsung mit dem Galaxy Note eingeschlagen hat, macht aber doch einige Dinge anders. So kommt das Optimus Vu beim Display mit einem eher ungewöhnlichen Seitenverhältnis daher. Das sorgt auf den ersten Blick für Aufsehen, allerdings auch für Skepsis ob der Alltagstauglichkeit.

LG Optimus Vu (P895)

In Sachen Design ähnelt das LG Optimus Vu dem kürzlich vorgestellten Fashion-Handy Prada Phone by LG 3.0. Das Gehäuse verfügt über einen sehr ähnlich gestalteten Rahmen aus verchromtem Metall, die hintere Abdeckung ist aus Plastik, hat allerdings nicht die Prada-eigene Saffiano-Oberfläche zu bieten. Die Kamera an der Rückseite hat eine Auflösung von 8 Megapixel und einen LED-Blitz, an der Vorderseite gibt es eine weitere Linse, die Bilder mit 1,3 Megapixel aufzeichnet. Das LG Optimus Vu ist mit 8,5 Millimeter recht dünn geraten, wirkt dabei aber durchaus stabil und gleichzeitig edel. In Sachen Datenübertragung setzt LG hier unter anderem auf den schnellen LTE-Standard mit den Frequenzen um 800, 1 800 und 2 600 MHz. Den Takt gibt ein 1,5 GHz schneller Prozessor mit zwei Rechenkernen vor.

Ungewohntes Format weniger geeignet

Das 4:3-Format ist nicht immer praktischDas 4:3-Format ist nicht immer praktisch Das Herzstück des LG Optimus Vu ist das 5 Zoll große Touchscreen-Display, das im 4:3-Format daher kommt und 1 024 mal 768 Pixel auflöst. Durch das Format wirkt das Display - und damit das komplette Optimus Vu - nahezu quadratisch. LG selbst bewirbt das Gerät mit den Einsatzzwecken E-Books und Web-Surfen - das ist auch gut machbar, wobei viele Internetseiten den Platz in der Breite nicht unbedingt ausnutzen. Sehr komfortabel ist auf dem hellen und farbstarken Display auch beispielsweise Google Maps nutzbar. Für Multimedia-Anwendungen ist ein 4:3-Display allerdings eher unpraktisch, denn viele Filme kommen etwa in 16:9 daher. Hier verschenkt das Optimus Vu durch notwendige schwarze Streifen unnötig Platz. Das fast quadratische Format ist bei dieser Größe zudem recht unpraktisch, um das Optimus Vu in der Hosentasche zu transportieren. Hier hat Samsung mit dem Galaxy Note, das etwas schmaler ausgefallen ist, auf den ersten Blick die bessere Entscheidung getroffen. Ein intensiver Test muss allerdings noch zeigen, um das Format des Optimus Vu im Alltag vielleicht bisher ungeahnte Qualitäten zeigen kann.

Die Arbeitsgeschwindigkeit kann sich in jedem Fall sehen lassen. Als Betriebssystem kommt derzeit Android 2.3 Gingerbread zum Einsatz. Die Oberfläche wurde von LG in der bekannten Weise angepasst - Geschmackssache, viele Nutzer mögen solche Lösungen, andere setzen lieber auf die Standard-UI von Android. LG hat bereits ein Update auf die neue Version 4.0 Ice Cream Sandwich angekündigt. Der digitale Eingabestift hinterließ beim kurzen Test des LG Optimus Vu einen weniger guten Eindruck, der Stylus reagiert weniger feinfühlig als beim Galaxy Note, dünne Linien sind nur schwer möglich. LG hat also bis zum Marktstart des Optimus Vu, der im zweiten Quartal 2012 erfolgen soll, noch etwas Arbeit vor sich.

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