Handy-Test

LG Optimus L3 im Test: Günstig, aber mit Schwächen

Android-Smartphone mit starkem Akku, aber schwachem Display
AAA

LG Optimus L3 HomescreenDas Android-Smartphone verfügt über fünf Homescreens für die individuelle Gestaltung. Mit dem LG Optimus L3 (E400) ist ein weiteres Android-Einsteiger-Smartphone im 100-Euro-Segment auf dem Markt verfügbar. Die aktuellen Preise liegen derzeit zwischen 100 und 120 Euro. Mit dem Optimus L5 und L7 gehört das LG Optimus L3 zu der auf dem Mobile World Congress vorgestellten L-Style-Serie, die durch ihr Design überzeugen soll. Basierend auf dem Google-Betriebssystem Android 2.3.6 wird es jedoch voraussichtlich bei Gingerbread bleiben, denn ein Update auf 4.0 Ice Cream Sandwich ist nicht angekündigt. Trotz einiger Schwächen kann das kompakte Smartphone dennoch in einigen Kategorien punkten.

Erster Eindruck: Handlich und schick

LG Optimus L3
LG hat dem Optimus L3 eine kantige Form gegeben und lässt es durch den Metallrahmen hoch­wertig aussehen. Auf den ersten Blick ist dem L3 sein geringer Marktpreis nicht anzusehen. Durch die geriffelte Rückseite und kompakten Abmessungen von 102,6 mal 61,3 mal 11,7 Millimeter eignet sich das L3 auch für kleinere Hände und ist mit 103 Gramm angenehm leicht. An wenigen Stellen machen sich kleine Spaltmaße am Kunststoff­gehäuse bemerkbar, wie sich jedoch herausstellt, sind diese für das Entfernen des Deckels sehr praktisch. Im Allgemeinen ist die Verarbeitung gut gelungen, so dass das Optimus L3 einen stabilen Eindruck hinterlässt.

Starker Akku sorgt für Ausdauer

LG Optimus L3 LautstärkeregelerDas LG Optimus L3 hat ein schickes Design. Trotz der kleinen Größe des TFT-Displays von 3,2 Zoll wirkt sich die geringe Auflösung von 240 mal 320 Pixel deutlich auf die Bildqualität aus - grobkörnige und verpixelte Darstellungen sind die Folge. Dies macht sich besonders bei der Anzeige von Schrift bemerkbar, die einzelnen Buchstaben wirken unscharf und verschwommen, so dass das Surfen im Internet für die Augen auf Dauer recht anstrengend werden kann. Das Display kann die Berührungen ziemlich genau zuordnen und die Reaktion auf die Befehle ist ausreichend schnell.

Der schwache Prozessor von 800 MHz sowie die 384 MB RAM Arbeitsspeicher sind dem Optimus L3 im normalen Betrieb kaum anzumerken. Anwendungen öffnen sich ohne lange Verzögerungen oder Ruckeln. Erst bei aufwändigeren Anwendungen wie Spielen oder bei parallel laufenden Programmen kommt das L3 in die Bedrouille und lässt eine flüssige Bedienung nur selten zu. Der vorinstallierte App-Manager ist auf einem der fünf Homescreens bereits abgelegt. In diesem Fall praktisch, denn so können im Hintergrund laufende Anwenungen schnell wieder geschlossen werden, um so wieder freies RAM zu schaffen und die verfügbare Prozessorleistung optimal zu nutzen.

Mit 1500 mAh hat LG dem Optimus L3 einen starken Akku spendiert. In unserem Test hielt das Gerät bei intensiver Nutzung aller Funktionen gute 1,5 Tage und zeigte sogar noch etwas Rest-Akkudauer an.

Der verfügbare interne Speicher beträgt 1 GB, eine Speichererweiterung ist mit einer microSD-Karte um bis zu 32 GB möglich. Zu der weiteren Ausstattung zählen Bluetooth 3.0 und eine 3,5-Millimeter-Klinkenbuchse sowie A-GPS. Für das Surfen im Internet bietet das Gerät eine Höchstgeschwindigkeit von 3,6 MBit/s im Downstrean sowie UMTS-Geschwindigkeit im Upstream.

3-Megapixel-Kamera ohne Blitz und Autofokus

LG Optimus L3 BrowserIm Browser wird deutlich: Die geringe Displayauflösung erschwert die Lesbarkeit. Das LG Optimus L3 verfügt über eine 3-Megapixel-Kamera. Neben dem vierfachen digitalen Zoom sind zusätzliche Einstellungen wie Weißabgleich und verschiedene Farbeffekte oder Selbstauslöser möglich. Hier enden jedoch auch die Kamera-Features, Blitz und Autofokus sucht man beim L3 vergebens. Die technischen Daten der Kamera lassen bereits vermuten, dass die aufgenommenen Bilder lediglich als Schnappschüsse dienen können. In der Praxis machen sich das Fehlen des Blitz-Lichts und des Autofokus deutlich bemerkbar. Denn ohne vorhandenen Autofokus muss das Handy im Moment der Aufnahme sehr ruhig gehalten werden, ansonsten entstehen stark verwackelte und veschwommene Fotos. In unseren Testbildern fehlt zudem die Sättigkeit der Farben und Tiefenschärfe. Auch die Aufnahme von Videos ist mit dem Optimus L3 möglich. Hierfür steht eine VGA-Auflösung mit 640 mal 480 Bildpunkten bereit.

Fazit: Klein und kompakt - jedoch auch in der Ausstattung

Die Einzelnoten im Handy-Test:
  • Technische Ausstattung: 3
  • Bedienung, Handling, Software: 3
  • Hardware, Verarbeitung, Material: 1,5
  • Basis-Feature des Handys: 2
  • Einschätzung des Redakteurs: 3
  • Gesamtnote: 2,5
Mit dem Optimus L3 bietet LG ein preiswertes Einsteiger-Smartphone im ansprechendem Design, dass jedoch in manchen Punkten nicht überzeugt. Vor allem die geringe Display-Auflösung und das Fehlen des Blitz-Lichtes bei der Kamera könnten auf Dauer störend sein. Positiv hingegen ist die lange Akkulaufzeit. Für die einfache Smartphone-Nutzung leistet das Optimus L3 ganz gute Dienste. Bei dem geringen Kaufpreis kann man allerdings auch nicht viel mehr erwarten.

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