Kleiner Riese

LG G2 Mini im Test: Gelungene Miniaturausgabe mit leichter Unschärfe

Abgespeckte Varianten von High-End-Smartphones liegen voll im Trend. Das LG G2 Mini ist jedoch ein Riese unter den Minis. Ob nur äußerlich oder auch von der technischen Ausstattung, erfahren Sie in diesem Test.
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Seit einiger Zeit ist es bei den Smartphone-Herstellern zum Trend geworden, kleinere und günstigere Varianten der High-End-Modelle heraus­zubringen. Auf diesen Zug springt auch LG auf. Bereits vor dem Start des Mobile World Congress in Barcelona stellte LG eine kleinere und technisch abgespecktere Variante seines aktuellen Flaggschiffs G2 vor. Das LG G2 Mini soll in den Farben Schwarz, Weiß sowie Rot und Gold zum Einführungs­preis von 299 Euro auf den deutschen Markt kommen. Günstiger wird es derzeit in Online-Shops nicht unbe­dingt gelistet.

Verarbeitung und Display

LG G2 Mini
Das LG G2 Mini ist mit seinem 4,7 Zoll großen Display zwar deutlich kleiner als das G2 mit 5,2 Zoll Display­diagonale, unter den Mini-Varianten im Smartphone-Markt ist es dennoch ein Riese. Auch wenn LG erfolgreich bemüht ist, die Ränder um das Display sehr schmal zu halten. Dies gefällt uns auch bei diesem Modell gut.

LG G2 MiniKleiner Riese: Das LG G2 Mini Die vielseits kritisierte glatte Rückseite des G2 hat sich der Hersteller zu Herzen genommen und dem G2 Mini einen abnehmbaren Deckel aus strukturiertem Kunststoff spendiert. Dadurch liegt das Gerät sicherer in der Hand. Um das Gehäuse führt ein silberner Metall­rahmen. An der Oberseite befinden sich eine 3,5-Millimeter-Klinken­buchse, ein Mikrofon sowie die Infrarot-Schnittstelle. Die Unterseite wurde mit Lautsprechern und Micro-USB-Anschluss bestückt. Typisch für die G-Serie von LG ist der Rear Key auf der Rückseite des Geräts, eine Kombi­nation aus Power-Button inklusive Benach­richtigungs-LED sowie Lautstärke­wippe. Die Druck­punkte der Tasten sind angenehm. Den Knarz-Test besteht das G2 Mini nur teils. Beim kräftigen Drücken gibt die rechte Seite unseres Test­modells ein Klacken von sich. Dies ist aber auch die einzige Kritik an der Verarbeitung.

LG G2 MiniRear Key und Anschlüsse Die größte Einsparung hat LG am IPS-Display vorgenommen. Bei einer Diagonalen von 4,7 Zoll sind 540 mal 960 Pixel (235 ppi) in der Auflösung mager. Nach längerem Lesen von Texten kommt einem in den Sinn, vielleicht doch mal wieder den Augenarzt aufzusuchen. Die Schrift erscheint zwar nur leicht verschwommen, aber auf die Dauer wird es anstrengend. Bei schriftarmen Anwendungen reicht die Auflösung aus. Dennoch hätte HD-Qualität drin sein können. Pluspunkte kann das Display aber bei der Blickwinkel­stabilität sammeln und auch im Sonnen­schein ist die Darstellung ausreichend hell.

Prozessor- und Akkuleistung

Beim Prozessor setzt LG beim G2 Mini auf den Qualcomm MSM8926. Der mit 1,2 GHz getaktete Quad-Core-Prozessor leistet im Alltag gute Dienste und lässt den Nutzer selbst bei ressourcen-zehrenden Anwendungen und 3D-Spielen nicht im Stich. Hier spielt der 1 GB große Arbeits­speicher auch mit rein. Die Wärme­entwicklung hielt sich im Gebrauch sehr in Grenzen. Bei unserem Modell sind von dem ursprünglich 8 GB großen internen Speicher noch rund 3,3 GB frei. Über den vorhandenen microSD-Karten-Slot unter dem Akkudeckel kann eine Erweiterung um bis zu 64 GB vorgenommen werden.

LG G2 MiniAustauschbarer Akku und microSD-Karten-Slot Die Laufzeit des 2 440 mAh starken Akkus ist gut. Wir haben mit dem Smartphone intensiv im Internet gesurft, rund drei Stunden am Stück Videos geschaut sowie weitere Apps und Funktionen wie Telefonie oder Kamera genutzt. Mit einer Akku­ladung lässt das G2 Mini den Anwender selbst bei intensiverer Nutzung an einem Tag nicht im Stich. Mit etwas Zurück­haltung ist sogar ein zweiter Nutzungs­tag locker möglich. Dann sollte der Nutzer für das Smartphone jedoch tatsächlich wieder eine Stromquelle aufsuchen.

Weitere Tests zur LTE-Nutzung, der Kameraleistung und dem Zusammenspiel aus Android-Kitkat und LG-Software finden Sie auf der zweiten Seite.

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