Krumme Neuauflage

LG G Flex 2 im Test: Besser als der Vorgänger

Mit dem G Flex brachte LG wieder Schwung auf den Smartphone-Markt. Jedoch hatte das erste gebogene Modell von LG noch mit einigen Problemen zu kämpfen. Die Neuauflage schneidet in unserer Redaktion besser ab. Wieso, lesen Sie in diesem Test.
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Mit dem LG G Flex 2 erscheint bereits das zweite Smartphone des koreanischen Herstellers im gebogenen Design auf der Bildfläche. Die erste Version machte Ende 2013 nicht nur durch ihre Krümmung auf sich aufmerksam, sondern auch durch ihre selbstheilende Rückseite. Im Test des G Flex tat sich an der einen und anderen Stelle Optimierungs­bedarf auf. Dies schien auch dem Hersteller nicht entgangen zu sein. Denn beim G Flex 2 konnten wir einige Verbesserungen im Vergleich zum Vorgänger feststellen.

Während der Einführungspreis des G Flex damals bei stolzen 799,90 Euro lag, liegen die Preise für das G Flex 2 aktuell bei 649 Euro.

Altes Design mit neuem Schliff

LG G Flex 2Der Lieferumfang des G Flex 2 LG ist dem Flex-Design weitestgehend treu geblieben und hat nur an kleineren Details Änderungen vorgenommen. So ist das Gehäuse des G Flex 2 zu den Ecken hin kantiger. Um das Display führt ein silberner Zierrahmen. LG scheint an dieser Zierde Gefallen gefunden zu haben und platziert gleich eine zweite zwischen Akku­abdeckung und Gehäuse. Dies verleiht dem Modell zwar einen schickeren Look als noch beim Vorgänger, eine hochwertige Haptik kann das G Flex 2 dennoch nicht bieten. Grund hierfür ist die Rückseite, die mit einer selbst­heilenden Beschichtung überzogen ist und sich leicht gummiert und etwas rutschig anfühlt. Durch die leichte vertikale Krümmung schmiegt sich das Smartphone angenehm in die Hand. Hinzu kommt, dass das G Flex 2 mit seinem 5,5-Zoll-Display kleiner und auch deutlich leichter als das G Flex ist. Je nach Handgröße ist die einhändige Bedienung des Touchscreens gerade so möglich.

LG G Flex 2
Die Rückseite des Modells kann mit Hilfe einer kleinen Aussparung vom Gehäuse entfernt werden. Dies war beim Vorgänger noch nicht der Fall, so dass sich der SIM-Kartenslot an der Seite des Gehäuses befand. Unter der Abdeckung des G Flex 2 befinden sich direkt übereinander die Einschübe für Micro-SIM-Karte sowie microSD-Karte, die übrigens nach Angaben von LG eine Kapazität von bis zu 2 TB besitzen kann. Der Akku bleibt jedoch weiterhin fest im Gerät verbaut. Der von LG bereits öfters zum Einsatz kommende Rear-Key bestehend aus Lautstärke­tasten und Power-Button wurde vom Design leicht angepasst. So ist in die Ein-/Aus-Taste etwa keine Benachrichtigungs-LED integriert.
LG G Flex 2
Die Lautstärke­tasten können für Schnell­zugriffe eingesetzt werden. So können bei ausgeschaltetem Bildschirm und Gedrückthalten der Tasten die Kamera-Anwendungen oder die Notizfunktion gestartet werden. Laserfokus, Kameralinse und Blitzlicht befinden sich an der vom ersten G Flex gewohnten Stelle.

Auf der Oberseite ist außer einem Mikrofon der Infrarot-Sensor angebracht, um über die Anwendung Quick Remote Geräte wie Fernseher, Musikanlagen, Projektoren oder Klimaanlagen mit dem Smartphone zu steuern. Auf der Unterseite befinden sich ein zweites Mikrofon, ein Kopfhörer­anschluss sowie eine Micro-USB-Buchse.

LG G Flex 2
Insgesamt gefällt uns die Verarbeitung gut. Nichts knarrte oder ächzte und die Spaltmaße sind regelmäßig. Selbst beim Versuch das Smartphone zu "begradigen" konnten wir keine Geräusche vernehmen. Keine Sorge, das G Flex 2 soll bis zu einem gewissen Grad flexibel sein. So soll das Mobilteil nicht unbedingt sofort kaputt gehen, wenn es beim Hinsetzen in der Gesäßtasche vergessen wird. Nach unserem Empfinden lässt sich das G Flex 2 schwerer biegen als noch das Vorgänger-Modell.

Wie selbstheilend ist die Rückseite wirklich?

Neben der Krümmung gehört auch die Rückseite zu den Allein­stellungs­merkmalen des LG G Flex 2. Laut LG ist diese mit einer selbst­heilenden Beschichtung versehen, die im Vergleich zum G Flex nun schneller und effektiver arbeiten soll. Kleinere Blessuren und Kratzer sollen nach einer gewissen Zeit wieder verschwinden, so der Hersteller. Je wärmer die Umgebung, desto schneller soll der Heilungs­prozess vonstattengehen. Wir haben unserem Modell einige leichte Kratzer auf der Akkuabdeckung zugefügt. Diese sind nach einigen Stunden auch wieder verschwunden. Tiefere Einschnitte von einer Büroklammer oder einem Schlüssel sind bei unserem Testgerät auch nach mehreren Tagen nicht verschwunden. Die schnellere und effektivere Heilung können wir leider nicht nachvollziehen.

Lesen Sie auf der nächsten Seite, ob LG Verbesserungen am Display vorgenommen hat und ob es bei dem Snapdragon-810-Prozessor wie bei Konkurrenz-Modellen zur Überhitzung kommt.

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