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Auf der Suche nach dem Super-Display19.02.2010
11:30 Brillant, dünn, leicht, robust, schnell und sparsam: Nicht alles geht auf einmalInhaltsverzeichnis:1. OLED: Keinerlei Blickwinkelabhängigkeit mehr2. E-Papier: (Fast) ohne Strom 3. Projektion: Sprengung der Display-Grenzen
Von Kai Petzke
Durch mehrere Neuvorstellungen ist die Displaytechnologie auf dem
diesjährigen Mobile World Congress
in Barcelona wieder stärker in den Mittelpunkt gerückt. Galt in den
letzten Jahren ein Farb-LCD mit TFT-Matrix zur Ansteuerung der Pixel
als die Technologie der Wahl, ist mit der Einführung der besonders
stromsparenden E-Reader auf der einen und dem besonders brillanten
Super-AMOLED-Display beim
Samsung Wave
auf der anderen Seite wieder alles offen. Zwar werden schon aus
produktionstechnischen Gründen TFT-LCDs in den nächsten Jahren weiter
die Hauptrolle spielen. Aber ihre Alleinherrschaft ist gebrochen.
Die Vorteile von LCDs sind zahlreich: Überschaubarer Stromverbrauch, (inzwischen) kräftige Farben und schnelle Reaktionszeiten, kompakte Bauform, lange Lebensdauer, die meist nur durch die Alterung des Backlights begrenzt ist. Farb-LCDs haben aber auch Nachteile: Ohne Strom bei ausgeschalteter Hintergrundbeleuchtung sind sie (fast) nicht mehr lesbar. Starkes Umgebungslicht kann durch Reflektionen auf dem Display den angezeigten Inhalt unlesbar machen; dieses kann manchmal durch Verstärkung der Hintergrundbeleuchtung auf Kosten eines höheren Stromverbrauchs ausgeglichen werden. Farbe, Helligkeit und Kontrast variieren mehr oder weniger mit dem Blickwinkel. Je geringer diese Blickwinkelabhängigkeit, desto höher ist meist der Stromverbrauch. Zudem gelingt die Verteilung des Hintergrundlichts auf die Anzeigefläche meist nicht ganz gleichmäßig. OLED: Keinerlei Blickwinkelabhängigkeit mehr
OLEDs haben aber auch ihre Probleme: Die verwendeten organischen Halbleiter sind alles andere als einfach zu handhabende Substanzen, sie reagieren empfindlich auf Wasser, Sauerstoff, Wärme und übermäßigen Stromfluss. OLED-Displays der ersten Generationen zeigten folglich eine Art Einbrennen, ganz ähnlich, wie man es von alten Röhrenmonitoren und manchen Plasmadisplays kennt: Pixel, die lange Zeit aktiv waren, leuchteten schwächer. Beim Siemens S88, einem der ersten Geräte mit OLED-Hauptdisplay, gab es sogar Probleme mit der Farbabstimmung: Die drei Farben addierten sich nicht zu weiß, sondern zu einer Art Bernsteinfarbe. Entsprechend waren auch angezeigte Fotos stets farbstichig. Die meisten der vorgenannten Probleme scheint Samsung in den letzten Jahren durch kontinuierliche Weiterentwicklung gelöst zu haben. Insbesondere ermöglicht die aktive Transistor-Matrix in AMOLEDs auch vergleichsweise große OLED-Displays. Nur ein prinzipielles Problem bleibt: Ohne Strom bleibt ein OLED immer dunkel. Immerhin gilt aber: Es wird nur so viel Strom verbraucht, wie auch Pixel leuchten. Ein eingeschränkter Betrieb, bei dem z.B. nur ein paar Pixel die Uhrzeit weiß (oder farbig) auf schwarz zeigen, belastet den Akku also nicht allzu sehr. Lesen Sie auf der nächsten Seite, wie den Displays künftig ihr Stromhunger ausgetrieben werden soll. Anzeige:
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