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| Festnetz | Internet | Mobilfunk | Handy & Co. | Meldung | Meinung | Service | 13.02.2012 |
Kurth: "Können Breitband nicht bis auf die letzte Alm legen"17.06.2009
10:56 Mit Technologie-Mix sei man aber auf dem richtigen Weg
Der Präsident der Bundesnetzagentur, Matthias Kurth, wehrt sich gegen Kritik mangelnder Breitband-Versorgung in Deutschland. De facto gebe es bereits eine 100-Prozent-Versorgung, wenn man sich Angebote wie das von SES Astra und der Deutschen Telekom ("DSL via Satellit") ansehe, die bis zu 2 MBit/s im Downstream ermöglichten. Diese seien "natürlich etwas teurer" und "im Upstream nicht ganz so schnell", so Kurth auf dem Euroforum-Fachkongress "Telekommarkt Europa" in Düsseldorf.
Insgesamt dürfe man "das Thema Breitbandversorgung nicht zu hoch legen", denn man könne keine "Breitbandleitung bis auf die letzte Alm legen". "Am Ende des Tages", so Kurth, "muss das ja auch noch jemand bezahlen." Maxime der Bundesnetzagentur bleibt die Technologieneutralität
Die Bundesnetzagentur verfolgt indes weiterhin das Ziel der Technologieneutralität: "Wir können nicht wissen, welche Technologie am Ende die Nase vorn hat", sagte der BNetzA-Präsident. "Ich glaube, dass wir damit richtig fahren, nicht nur eine Technologie vorzugeben."
Hinsichtlich des weiteren Glasfaserausbaus in Deutschland unterstützt Kurth den Gedanken des "Infrastruktur-Sharings", also der gemeinsamen Errichtung und Nutzung von Infrastruktur durch verschiedene Unternehmen. Dies biete sich im übrigen auch bei der digitalen Dividende an, so Kurth. Daneben will die Bundesnetzagentur ein NGA-Forum schaffen, in dem sich alle am Umstellungsprozess zum Next-Generation-Acess-Netz Beteiligten wie Regulierer, Netzbetreiber, Hersteller, Länder oder Kommunen untereinander austauschen sollen. Kurth befürchtet keine Fernsehstörungen durch digitale DividendeWas mögliche Störungen von Endgeräten wie Set-Top-Boxen oder Fernsehern - wie vom Verband der Kabelnetzbetreiber ANGA befürchtet - angeht, sieht Kurth die Zukunft bei weitem nicht so problematisch wie die Kabelbetreiber: "Wir haben die Studien ausgewertet, es gibt Arbeitskreise, die sich intensiv mit diesen Fragen beschäftigen". Pragmatisch sagt Kurth: "Die völlig störungsfreie Umwelt ist ein Mythos. Dass es wechselseitige Beeinflussungen gibt, ist eine Binsenweisheit. Ich rate aber dazu, keinen Hype aus der Sache zu machen und gehe davon aus, dass man das so konfigurieren kann, dass keine Störungen auftauchen." Weitere Artikel vom Handelsblatt-Euroforum "Telekommarkt Europa 2009"
18.06.09 - E-Plus: "Hamburger anders ansprechen als Düsseldorfer" |
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