Ob Windows Media Player oder iTunes:
Computernutzer spielen Musik oft auf den jeweils vorinstallierten
Programmen der Betriebssysteme von Microsoft oder Apple ab. Doch es
lohnt sich, im Internet nach anderen Musikplayern zu stöbern. Viele
der meist kostenlosen Lösungen haben zusätzliche Funktionen, die
nützlich oder zumindest unterhaltsam sind. Das macht diese Player zu
echten Alternativen zu den altbekannten.
Wie der Windows Media Player und iTunes sind die
meisten Programme keine reinen Audiospieler mehr, sondern vielseitige
Multimediacenter. Sie spielen also nicht nur Songs ab, sondern auch
Filme, bieten ein Vielzahl an Möglichkeiten, die Daten zu ordnen -
und oft lassen sich direkt über das Programm via Internetverbindung
neue Songs oder Filme hinzukaufen.
Die Grenzen zwischen Audio- und Mediaplayer verwischen immer mehr.
Mittlerweile zeichnet sich ein Trend hin zu Musikplayern ab, die Internetdienste
einbeziehen. Immer mehr Inhalte fließen bereits jetzt online ein.
Manchem Nutzer reicht aber auch ein Programm, das nur Musik abspielt
und leicht zu handhaben ist. Hier kommen Kurzporträts einiger Player:
Weit verbreitet ist Winamp vom Unternehmen Nullsoft. Die
Software bietet alles, was ein Musikplayer können muss: Songs von
ungeschützten CDs rippen, DVDs brennen und natürlich Musik abspielen.
Für alle, die ihre Songs unterwegs auf dem MP3-Spieler dabei haben
möchten, bietet "Winamp" die Synchronisation mit mobilen Geräten.
Dank unzähliger Plug-ins lässt sich die Software den Wünschen des
Nutzers anpassen. Das gilt auch für ihre Optik: Es gibt jede Menge
sogenannter Skins zum Herunterladen. Der "Winamp Media Player" ist
Freeware, lässt sich aber für knapp 13,50 Euro auf die "Professional
Version" erweitern. Sie ermöglicht schnelleres Brennen. Wer "nur"
Musik spielen will, kann auch das halb so große "Winamp-Lite" nutzen.
Ebenfalls schlank, aber mit vielen nützlichen Funktionen
ausgestattet, kommt der VLC Media Player daher. Er ist praktisch,
weil er mit fast allen Audio- und Videoformaten zurechtkommt und auf
den meisten Betriebssystemen problemlos läuft. Dank MPEG- und
DivX-Streaming lassen sich Inhalte schon während des Herunterladens
ansehen oder anhören. Den "VLC Media Player" gibt es auch in einer
Variante für mobile Geräte.
Der Gratis-Player Foobar 2000 kommt mit allen gängigen
und vielen exotischen Audioformaten zurecht und eignet sich daher zum
Konvertieren von Dateien. Sein schlichtes Design und die einfache
Oberfläche sorgen dafür, dass "Foobar 2000" wenige Systemressourcen
des Computers beansprucht. Praktisch sind die vielen zuschaltbaren
Funktionen und die definierbaren Shortcuts.
Die deutsche Entwicklung Mufin Player verspricht, Songs nach
Klang zu ordnen und somit abgestimmte Playlisten zu erstellen. Die
Software erkennt Stimmung, Tempo und Instrumentierung der Dateien.
"Der Vorläufer unserer Technik wurde am Fraunhofer-Institut
entwickelt und bei uns ausgebaut", erklärt Petar Djekic von Mufin.
Außerdem lässt sich der Player in Profile bei Diensten wie Twitter
und Facebook integrieren. Dadurch sehen die Kontakte des Nutzers,
welche Musik dieser gerade hört.
Den Player Jajuk könnte man als "Musik-Organizer" bezeichnen. Er verwaltet große Mengen an Audiodateien in einer XML-Datenbank. Bei
bestehender Verbindung sucht er online nach passenden CD-Covern oder
greift auf Bilder aus dem jeweiligen Ordner zurück. Infos zum Titel
oder Künstler lassen sich ebenfalls anzeigen. Hierzu bedient sich der
Player bei der deutschen Version von Wikipedia.
Wie Jajuk basiert auch der Player Songbird auf Open Source.
Das heißt, Hobbyprogrammierer können ihn weiterentwickeln. "Songbird"
ist eine Mischung aus Musikplayer und Internetbrowser und sorgt so
für den einfachen Zugriff auf viele Links und Musikdienste wie zum
Beispiel Last.fm.
Auch Music Bee hat alle Grundfunktionen eines guten Players: Er spielt ab, verwaltet und rippt, sucht Zusatzinformationen im
Internet und greift auf Online-Musikdienste zu. Mit der Funktion
"Auto-DJ" kann der Nutzer eigene Playlists nach unterschiedlichen
Kriterien erstellen.
Eine riesige Funktionsvielfalt macht Media Monkey zum Alleskönner unter den Musikplayern. Er bietet Features wie den
"Partymode", damit die Gäste während der Feier zwar eine Songauswahl
treffen, die persönlichen Einstellungen aber nicht verändern können.
Zudem erstellt der "Affe" Statistiken zum Hörverhalten des Nutzers.
Die Frage nach dem richtigen Player ist Gewohnheits- und
Geschmackssache. Beim Ausprobieren gilt es aber, eine
gesunde Skepsis an den Tag legen. So sollte man immer
darauf achten, dass ein kostenloser Download auch wirklich kostenfrei ist.
Sobald persönliche Daten abgefragt werden, sollten die Warnleuchten im Kopf anspringen.
Was man auch beachten sollte: Wenn der Player mit dem Internet kommuniziert,
werden Daten übertragen. Wer das nicht will, muss ihn entsprechend
konfigurieren oder auf internetbasierte Funktionen verzichten.
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