Ratgeber

Kostenlos telefonieren: So sparen Sie am meisten

Kostenlose Festnetz-Auslandsgespräche und Telefonate vom Handy
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Wer vom Festnetzanschluss ins Ausland telefoniert, wählt in der Regel einen Call-by-Call-Anbieter vor oder telefoniert zu den meist viel zu teuren Konditionen seines Festnetzanbieters. Dabei geht es auch kostenlos. Zum Auftakt unseres neuen Themen-Specials, in dem wir uns verstärkt mit Discount-Angeboten beschäftigen, zeigen wir Ihnen, wie Sie kostenlos ins Ausland (und zu anderen Zielen) telefonieren können und welche Kostenlos-Angebote es sonst noch gibt.

Kostenlos telefonieren: Angebote im ÜberblickKostenlos telefonieren: Angebote im Überblick Ein Großteil der Festnetzanschlüsse sind heutzutage mit einer Flatrate für Gespräche ins deutsche Festnetz ausgestattet. Doch da insbesondere Kunden, die kein DSL bekommen können, telefonieren nach wie vor zu normalen Minutenpreisen. Ein Wechsel auf eine Flatrate ohne DSL rentiert sich in der Regel preislich nicht. Diese Kunden können aber kostenlos ins deutsche Festnetz telefonieren. Möglich machen das Dienste wie PeterZahlt.de. Allerdings braucht der Nutzer hier oftmals viel Geduld. In der Standardvariante können vor dem Gespräch Wartezeiten von bis zu 40 Minuten entstehen. Der schnelle, kurze Anruf fällt also aus. Zudem ist die Gesprächszeit limitiert und der Nutzer muss während des Telefonates online sein und auf der Webseite aktiv sein. Eine Nutzung mit einem normalen analogen Festnetzanschluss ist also nicht möglich, nur ISDN-Kunden können gleichzeitig surfen und online sein.

Etwas komfortabler ist die Nutzung bei goyellow.de. Hier sucht der Anrufer die Nummer des Gesprächspartners aus dem Telefonbuch. Das Problem dabei: Der Angerufene muss im Telefonbuch stehen. Dann aber steht einem Gesprächsaufbau nur eine belegte Leitung im Weg. Wer aber beispielsweise eine o2 Homezone, also eine Festnetznummer auf dem Handy, nutzt, kann sich hier anrufen lassen. Gespräche zu privaten Anschlüssen können bis zu 15 Minuten dauern.

Kostenlos ins Ausland mit der Festnetz-Flatrate

Wie bereits erwähnt, ist bei vielen DSL-Tarifen mittlerweile eine Festnetz-Flatrate inkludiert. Wer über diese verfügt, kann zwar nicht kostenlos - er zahlt ja die Grundkosten - aber zumindest ohne weitere Kosten ins deutsche Festnetz telefonieren. Diese Festnetzflatrate lässt sich dann auch einsetzen, um ohne weitere Kosten ins Ausland zu telefonieren. Möglich ist das über das Callthrough-Verfahren. Dabei wird eine Festnetz-Rufnummer eines bestimmten Anbieters angerufen, unter der sich ein Sprachcomputer meldet. Dieser Sprachcomputer nimmt dann per Tastatur die eigentliche Zielrufnummer entgegen und vermittelt das Gespräch. Kosten entstehen, abgesehen von der Einwahl zum Sprachcomputer nicht. Und diese Verbindung wird durch die Festnetzflatrate abgedeckt.

Wer etwa kostenlos nach Polen telefonieren will, ruft die 089-8 89 01 01 11, die 0211-53 990 98, die 0911-6 65 55 05 oder die 089 - 54 31 90 01 an. Der Anrufer wird dann von einer Ansage begrüßt und gibt dann die polnische Festnetznummer ein. Polnische Handys lassen sich nicht anrufen. Für die Türkei gibt es ein solches Angebot nicht, hier bietet allerdings aktuell PeterZahlt eine entsprechende Kostenlos-Aktion an. Die Liste der Länder, die sich kostenlos erreichen lassen, ist lang. Einige Beispiele: Argentinien, Australien, Belgien, Brasilien, China, Dänemark, Frankreich, Griechenland, Großbritannien, Indien, Israel, Italien, Kanada, Mexiko, Neuseeland, Niederlande, Portugal, Rumänien, Russland, Saudi Arabien, Schweden, Schweiz, Spanien, Thailand, Ungarn und die USA. In einigen Ländern lassen sich auch die Mobilfunknetze anrufen, in der Regel jedoch nicht. Welche Nummern für welches Land gelten, erfahren Sie in unserem speziellen Tarifrechner.

Wie sind kostenlose Gespräche ins Ausland möglich?

Viele Leser stellen sich immer wieder die Frage: Wie können diese Gespräche kostenlos sein, andere Anbieter berechnen zum Teil schließlich hohe Kosten für diese Gespräche. Die Antwort ist vergleichsweise einfach: Oftmals werden "billige" Leitungen ins Ausland genutzt, die Sprachqualität ist also nicht so gut, als würde über hochwertige Leitungen der Telekom, Colt oder Verizon telefoniert. Teilweise kommt es zu Aussetzern oder Hall-Effekten. Die Kosten für diese Auslandsleitungen sind minimal. Im Gegenzug verdienen die Anbieter aber Geld dadurch, dass sie angerufen werden. Dieses Geld kommt nicht vom Anrufer, sondern von dessen Telefongesellschaft. Es handelt sich dabei um die sogenannten Terminierungskosten, die die Anbieter untereinander verrechnen. Der Telefonkunde muss sich hierum nicht kümmern. Übrigens: Es gibt einige wenige Anbieter, die diese Dienste nicht zulassen bzw. berechnen. Sollte eine Nummer gesperrt sein, probieren Sie einfach eine andere. Über mögliche Berechnungen sollten Sie Informationen bei Ihrem Anbieter bekommen. Aber selbst, wenn dieser die Gespräche mit einem Betrag von 4 Cent pro Minute berechnen würde, so wäre das Gespräch immer noch günstiger als ein direktes Auslandsgespräch.

Auf der nächsten Seite erfahren Sie, wie Sie komplett kostenlos aus dem Ausland und von Handy zu Handy telefonieren können. Außerdem lesen Sie, wie es möglich ist, kostenlos Faxe zu empfangen und zu versenden.

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