Lesegerät

Klein, leicht, Pearl: E-Book-Reader Kobo eReader Touch im Test

Überzeugend durch Mobilität und Design, verwirrend bei Format-Wahl
AAA

In diesem Herbst wird das Sortiment von E-Book-Readern um einige Geräte erweitert. Zu den neuen Lesegeräten gehört auch der WLAN-fähige eReader Touch des kanadisch-amerikanischen Unternehmens Kobo, das mit dem Gerät seinen Eintritt in den europäischen Markt bekannt geben möchte. Zum offiziellen Start in Deutschland am 1. Oktober wurde sowohl die Menüführung des Kobo eReader Touch auf die deutsche Sprache angepasst als auch der E-Book-Shop um viele deutsche sowie fremdsprachige Titel erweitert. Von den rund 2,4 Millionen E-Books im Shop sind zum Oktober hin etwa 80 000 Titel in deutscher Sprache verfügbar.

Der Kobo eReader Touch wird zum Preis von 149 Euro zunächst über den europäischen Online-Händler redcoon (www.redcoon.de) erhältlich sein. Weitere Vertriebspartner sollen aber folgen. Klein, leicht, Pearl: E-Book-Reader Kobo eReader Touch im TestStartbildschirm des Kobo eReader Touch
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Kobo eReader Touch: Details und Design

Bereits optisch hebt sich der eReader Touch hervor. Mit Maßen von 114 mal 165 mal 10 Millimetern ist er nicht nur sehr kompakt, sondern gehört mit seinem Gewicht von gerade einmal 185 Gramm auch zu den derzeit leichtesten E-Book-Readern auf dem Markt. Die Soft-Touch-Oberfläche ist leicht gummiert und präsentiert sich in gesteppter Optik. Beide Details tragen sehr zum Handling bei, da der Kobo griffig und sicher in der Hand liegt. Wahlweise ist der Reader in Schwarz, Silber, Hellblau und Rosa erhältlich.

Am Gehäuse des eReader Touch befinden sich gerade einmal zwei haptische Tasten aus Kunststoff sowie zwei externe Zugänge: Am oberen Rand wurde der Ein/Aus-Schalter und mittig unter dem Display der Home-Button angebracht. Auf der linken Seite finden Nutzer einen microSD-Slot für eine Speichererweiterung auf bis zu 32 GB und am unteren Rand den microUSB-Anschluss für die Verbindung mit dem Computer. Die Steuerung des E-Book-Readers erfolgt vollständig über den 6 Zoll großen Touchscreen. Bücher werden dank der e-Ink-Technologie Pearl sehr kontrastreich und augenschonend dargestellt.

Abseits vom eigentlichen E-Book-Reader fiel der Lieferumfang des Kobo eReader Touch recht knapp aus. Lediglich eine Kurzanleitung, drei Kobo-Sticker und ein microUSB-Kabel lagen dem Paket bei. Auf ein externes Netzteil muss der Nutzer verzichten. Der Reader lässt sich allerdings über die Verbindung zum PC laden, wobei der Akku laut Kobo etwa einen Monat lang Strom liefern soll.

Softwareinstallation auf PC notwendig

Klein, leicht, Pearl: E-Book-Reader Kobo eReader Touch im TestSoftware für die Einrichtung des Readers Nach dem Start des eReader Touch steht der Nutzer bereits dem ersten Problem gegenüber: Der Reader fordert den Leser auf, für das Setup des Gerätes eine spezielle Software auf dem PC zu installieren und mit deren Hilfe den E-Book-Reader einzurichten. Erst nach erfolgreichem Setup ist es möglich, via WLAN auf den Kobo-Shop zuzugreifen, Benutzerdaten einzugeben und die eigene Bibliothek zu erstellen. Für die Installation des Kobo Desktop Manager sollte der Nutzer etwas Zeit einplanen, da die Übertragung der Daten auf den eReader Touch recht müßig vonstatten geht. Wünschenswert wäre hier eine Setup-Funktion direkt auf dem Reader und ohne Zuhilfenahme eines Computers gewesen.

Ist der E-Book-Reader eingerichtet, eröffnet sich dem Nutzer der Homescreen, der sich recht übersichtlich und strukturiert präsentiert. Zu oberst wurden Kurzlinks zur Bibliothek, zum Shop und zur Social-Network-Funktion "Reading Life" platziert. Darunter werden die Cover-Ansichten der zuletzt gelesenen Bücher in unterschiedlichen Größen angezeigt, wobei der Nutzer mit einem Klick auf ein Cover direkt zum Buch gelangt. Unter dem "E-Book-Haufen" wurden abschließend ein Button für die Einstellungen, die Hilfe sowie die Aktualisierung des Readers gesetzt. Mit letztem lassen sich kürzlich im Kobo-Shop erworbene E-Books auf dem Reader darstellen, die Internetverbindung erneuern sowie der Reader synchronisieren.

Auf der folgenden Seite erfahren Sie, wie der eReader Touch mit den E-Book-Formaten ePub und mobi zurecht kam und wie unser Fazit zum Test ausfiel.

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