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Knuffingen: Neues Bildmaterial aus Deutschland auf Google Street-View

Wer will, kann mittels Street View von Google jetzt auch durch Knuffingen fahren - die Fantasie-Stadt aus der Miniatur Wunderwelt in Hamburg. Die Modell-Anlage wurde in weiten Teilen dafür erfasst.
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Google Street View in MiniaturGoogle Street View in Miniatur 75 Länder können Nutzer bereits virtuell mit Google-Street-View bereisen - nun kommt ein Wunderland dazu. Denn seit heute erlauben kleine Kameras Einblicke in die Ecken und Winkel des Miniatur Wunderlandes in Hamburg.

Das Miniatur Wunderland ist eine Miniatur-Eisenbahnanlage mit selbstfahrenden Autos auf inzwischen mehr als 1300 Quadratmetern, die für mehr als 12 Millionen Euro in der Hamburger Speicherstadt errichtet wurde und immer noch weiter gebaut wird. Die Anlage zeichnet sich weniger durch die Eisenbahnen aus, jedoch vielmehr durch zahlreiche kleine Details und Geschichten, die die Macher auf der Anlage erzählen. Mit Google Street View können diese nun erstmals nicht nur vom Anlagenrand, sondern am heimischen Computer auch per Street View entdeckt werden.

"Unsere Aufnahmen zeigen auch Bereiche, die eigentlich nicht sichtbar sind, weil sie komplett verbaut wurden", sagte Programmmanager Sven Tresp bei der Vorstellung des Projekts. So ist es auch möglich, auf den Straßen und Gleisen in die Tunnel zu fahren. Um die Mini-Welten fotografieren zu können, entwickelte Google winzige Kameras, die auf einen Modell-Bus und -Zug montiert wurden und durch die kleinen Straßen und auf den Schienen fuhren. Auch ein kleines Google-Mobil im Maßstab 1:84 wurde angefertigt.

360-Grad-Kameras für Rundum-Ansichten

Eine spezielle Kamera hat die Anlage erfasstEine spezielle Kamera hat die Anlage erfasst Wo keine Straßen entlang führen, bietet eine 360-Grad-Kamera eine Rundum-Ansicht: Menschen aus der ganzen Welt können sich so das DJ-Bobo-Konzert in der Schweiz oder das Flughafenterminal am Knuffingen Airport anschauen. "Wir freuen uns, dass es geklappt hat", sagte Frederik Braun, Mitbesitzer des Miniatur Wunderlandes. Es sei nicht leicht gewesen, die 1300 Quadratmeter große Modell-Welt zu digitalisieren. Die Aufnahmen seien über Monate nachts gefertigt worden.

Das eigentliche Street-View-Bildmaterial von Deutschland wird seit Jahren nicht mehr aktualisiert. Street View wird so immer mehr zur Zeitmaschine.

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