Portabler Medienspeicher

Kingston Wi-Drive mit WLAN im Test

Externe SSD versorgt Apple-Geräte mit Fotos, Videos und Musik
AAA

Das Kingston Wi-Drive ist eine externe Flash-Festplatte mit eingebautem WLAN-Modul. Über eine App versorgt die SSD Apples iPhone, iPad und iPod touch auch unterwegs ohne Computer mit Fotos, Videos und Musik. teltarif.de hat die Festplatte getestet.

Das Kingston Wi-Drive ist 9,8 Millimeter dick.Das Kingston Wi-Drive ist 9,8 Millimeter dick. Kingston hat als Spezialist für Flash-Speicher die Apple-Kundschaft entdeckt, die mitunter darunter leidet, dass iPhone, iPad und Co. unterwegs ohne erreichbaren Computer keine neuen multimedialen Inhalte auftanken können. Und auch Kingston konnte wegen des fehlenden Speicherkartenslots bei iPhone und iPad die eingeschworene Apple-Kundschaft nicht mit Speicherkarten für den Datenaustausch beliefern. Diese Lücke möchte das Kingston Wi-Drive schließen - und zwar kabellos.

Im Fokus der Wi-Drive-Entwicklung standen Robustheit und einfache Bedienung, teilt Marco Bierman, Field Application Engineer bei Kingston, anlässlich einer Produktpräsentation des Wi-Drive in der teltarif.de-Redaktion mit. Darum werkelt in dem 9,8 Millimeter flachen, ans Apple-Design angelehnte Gehäuse, keine magnetische Festplatte, sondern eine SSD. Das Gehäuse ist 121,5 Millimeter lang und 61,8 Millimeter breit. Die glänzend schwarze Hülle in Klavierlack-Optik hält in der Hosentasche auch eine Begegnung mit dem Schlüsselbund aus, allerdings hinterlässt jeder Fingerabdruck sichtbare Spuren.

Momentan ist das Kingston Wi-Drive mit zwei Speicherkapazitäten erhältlich: Als 16-GB- und 32-GB-Variante. An ein Modell mit 64 oder noch mehr Gigabyte denkt Kingston nach eigener Aussage nicht, da der Fokus der Weiterentwicklung zur Zeit bei der zugehörigen App liegt.

Das eingebaute WLAN-Modul funkt im Standard 802.11g/n, die Verbindung kann über WPA und WEP verschlüsselt werden. In unserem Test entwickelte das Wi-Drive-Gehäuse an der Stelle des WLAN-Moduls eine deutlich fühlbare Wärme gegenüber der Stelle, an der die Flash-Festplatte verbaut ist. Mit Hilfe des eingebauten Akkus, der über ein miniUSB-Kabel aufgeladen wird, soll die Festplatte im Betieb rund vier Stunden durchhalten. In unserem Test schaltete sich das Wi-Drive nach vier Stunden und fünfzehn Minuten ab.

Funktionsweise und Handhabung

Vor der ersten Nutzung muss der Anwender das Wi-Drive mit Hilfe des beiligenden mini-USB-Kabels mit einem PC oder Mac verbinden, um über iTunes die gewünschten Mediendateien auf das Laufwerk zu kopieren. In unserem Test funktionierte dies bei Apple-eigenen Formaten sogar ohne iTunes direkt über den Dateimanager. Zur Nutzung der Inhalte muss anschließend im Appstore die Wi-Drive-App heruntergeladen werden. Im unserem Test benötigte das Wi-Drive nach dem Einschalten etwa drei Minuten, bis die App vom iPhone aus eine Verbindung zur Festplatte herstellen konnte. Dies ist nach unserem Ermessen zu lang. Hat man das Wi-Drive zwischenzeitlich abgeschaltet, um Strom zu sparen, aber die App auf dem iPhone nicht beendet, konnte diese nach dem erneuten Einschalten des Geräts mitunter gar keine Verbindung mehr zur Festplatte aufbauen. In diesem Fall half nur ein Neustart der App.

Wi-Drive-App: Foto-ÜbersichtWi-Drive-App: Foto-Übersicht Stand einmal die Funkverbindung, konnten wir im Test problemlos Videos, Musik Fotos direkt von der Festplatte aus abspielen. Filme liefen hierbei völlig ruckelfrei, auch wenn mehrere Personen gleichzeitig auf die Festplatte zugriffen. Denn das ist möglich und auch gewollt, allerdings muss jeder Nutzer dazu die App auf seinem Apple-Endgerät installiert haben. Bis zu drei Anwender können gleichzeitig auf die Festplatte zugreifen, auch auf dieselbe Datei.

Das Wi-Drive kann momentan mit den Audio-Dateiformaten AAC, MP3 und WAV umgehen, Videos werden in den Formaten m4v, mp4, mov, Motion JPEG (M-JPEG) und AVI abgespielt. Darüber hinaus gibt die Platte in Verbindung mit der App die Bildformate jpg, bmp und tiff sowie die Dokumentenformate pdf, doc, docx, ppt, pptx, txt, rtf und xls wieder.

Auf der folgenden Seite lesen Sie, was der Wi-Drive-App noch fehlt, wie man das Wi-Drive als WLAN-Bridge einsetzt und was es kostet.

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